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Matthias Spielkamp über Immaterialgüter in der digitalen Welt

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Threats to press freedom, old and new

März 22nd, 2013 · English, In eigener Sache, Internet Governance, Internet-Regulierung, Journalismus, Veranstaltungen

Energize, Polarize, Mobilize! Human Rights, Participation, Activism, Internet is the title of an international conference taking place in Berlin today, followed by two days of workshops tomorrow and on Sunday. The idea behind it:

The spread of digital technologies has given new opportunities to activists around the world. At the same time they can also be the cause of new threats to activists and people using digital media for political communication or mobilization.

Right on.

I just presented my keynote on old and new threats to press freedom (I was asked because I’m on the board of the German section of Reporters without Borders).

Now I think there’s a danger inherent in talking about press freedom on a global scale: one can barely escape comparing the severity of threats to press freedom. So it would be hard to escape the impression that I’m equating things that are not equal – a threat to press freedom in form of a lawsuit against a journalist is in most cases less severe in its consequences than if the journalist is beaten up, tortured or even killed. Nevertheless, it is still a threat to press freedom; it can have existential results, for example the destruction of the journalist’s economic livelihood, and we need to defend ourselves against it.

So instead of using a normative approach I’d like to follow a more analytical path and will try map out the different threats to press freedom that currently exist.

In order to do this in an organised fashion, I used a mind mapping tool. This is what came of it (click to enlarge):

mindmap threats to press freedom

Uh-oh. Pretty complex, isn’t it? Certainly. But the only way to map out where threats to press freedom come from is to acknowledge this complexity. Because it clarifies that there are no states where freedom of the press is absolute. We have some states where only few of these threats exist or some are only minor; we have states where all of these threats exist and therefore press freedom is a distant dream for many.

It also helps us to identify latest developments in threats to press freedom (these claims are still contested because of different ideas and definitions of what constitutes censorship [Wikipedia definition]).

Censorship on the individual level

In the past, only publishers were targeted by censorship. “You can’t publish this, therefore no one can read it.” Now that we’re all publishers, all of us can be censored. Additionally, while censorship of publishers of course still exists and even worsens under some circumstances, censorship can also work on an individual level: “We don’t want you to read this, therefore we’ll block this piece of information for / from you.”

This last instance of censorship can be performed not just by governments, but also by private corporations. Now we must not make the mistake of underestimating the threats from governments, even in so called open societies:

The Obama administration has prosecuted more alleged leakers of national security information under the 1917 Espionage Act than all previous administrations combined. [via]

At the same time, we need to look very closely at the issue of what we at Reporters without Borders call platform neutrality, knowing that this is not (yet) an established term or definition. It’s the idea that some players / actors need to be regulated by society because they have established a reach that puts them in a dominant position in distributing information and providing access to it. There is ample evidence of this happening.

But to assess the situation and continue the discussion about whether this establishes a situation that requires regulation, we need a lot more evidence and examples. So if you stumble across instances where this happens, especially when journalism is affected, let us know. Either by leaving comments here or by using good old email.

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Papst in seiner Ehre verletzt Presserat rügt Zeitschrift TITANIC wegen Titelseite

September 27th, 2012 · Off Topic

Gerade trudelt die PM des deutschen Presserats ein. Da sie dort noch nicht auf der Website steht (hallo?), hier in voller Länge:

Der Beschwerdeausschuss 1 des Deutschen Presserats hat sich auf seiner Sitzung am 27.09.2012 mit dem Papst-Cover (Link von mir, M.S.) der Zeitschrift TITANIC beschäftigt. 182 Beschwerden lagen hierzu vor. Das Gremium bewertete die Leserkritik als begründet und sprach gegen die Zeitschrift eine öffentliche Rüge aus. Die Darstellung von Papst Benedikt XVI. als inkontinent und mit Fäkalien beschmiert, ist entwürdigend und ehrverletzend, urteilte das Gremium. Hierdurch wird die Ziffer 9 des Pressekodex verletzt.

Ziffer 9 – Schutz der Ehre Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.

Zwar hat Satire die Freiheit, Kritik an gesellschaftlichen Vorgängen mit den ihr eigenen Stilmitteln wie Übertreibung und Ironie darzustellen. Im vorliegenden Fall wurde die Grenze der Meinungsfreiheit jedoch überschritten. Das Gremium sah keinen Sachbezug zur Rolle des Papstes in der „Vatileaks“-Affäre gegeben. Die Person Joseph Ratzinger wird von TITANIC als „undichte Stelle“ tituliert und durch die befleckte Soutane der Lächerlichkeit preis gegeben. Dies ist nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt, urteilte das Gremium.

Das im Juli 2012 erschienene Titelbild der Satire-Zeitschrift zeigt den Papst mit gelb befleckter Soutane. Die Überschrift lautet: „Halleluja im Vatikan – Die undichte Stelle ist gefunden!“ Auf der Rückseite der Zeitschrift ist der Papst von hinten zu sehen, seine Soutane ist braun befleckt.

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Offener Brief an Gabor Steingart: Über Verlage, freie Autoren, Urheberrecht und innere Pressefreiheit

März 29th, 2012 · AGB, In eigener Sache, Journalismus, Leistungsschutzrecht, Lobbyismus, Verlage, angemessene Vergütung

Kürzlich habe ich das erste Mal für das Handelsblatt geschrieben (bzw. den Online-Ableger). Es war eine Entgegnung auf Christoph Keese, der in einem Beitrag geschrieben hatte: “Zugleich aber drückt abnehmender Respekt vor geistigem Eigentum den Umsatz”. Er meint damit (selbstverständlich) den Umsatz der Verlage. Warum das Unsinn ist, habe ich ihm dargelegt.

Heute war ein Brief des Handelsblatt-Chefredakteurs, Gabor Steingart, in der Post (s. unten). Es ist der inzwischen schon klassische Versuch eines Verlags, mir per Total-Buyout alle Rechte an meinem Text zu nehmen. Ich könnte darauf antworten: “Abnehmender Respekt vor geistigem Eigentum drückt meinen Umsatz”. Ich könnte auch all die dreisten Falschdarstellungen und Unverschämtheiten des konkreten Schreibens analysieren, aber dafür habe ich keine Zeit. Das ist auch an vielen anderen Stellen bereits passiert. Ebenso die Darlegung, was das alles mit dem Leistungschutzrecht zu tun hat, das die Presseverlage fordern.

Aber ich habe Steingart ein Fax geschickt, in dem ich ihn auch auf diese Aspekte hinweise, und den Text möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten:

Sehr geehrter Herr Steingart,

haben Sie vielen dank für Ihr Schreiben vom 21. März 2012, mit dem Sie mich darauf hinweisen, dass Sie – Ihrer Ansicht nach – alle ausschließlichen Nutzungsrechte an einem Text erworben haben, den Sie bei mir in Auftrag gegeben haben.

Daher möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass erstens Ihre Behauptung falsch ist, dass „seit jeher“ mit jeder Honorarzahlung alle diese Rechte ausschließlich an Sie abgetreten wurden. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass das eine dreiste Lüge ist, denn Sie bzw. Ihr Justiziariat (müssten) wissen, dass das nicht so ist. Die Begründung dafür spare ich mir an dieser Stelle; das können Sie sich bei Bedarf sicher von Ihrer Rechtsabteilung erläutern lassen.

Zweitens möchte ich meiner Enttäuschung darüber Ausdruck geben, dass Sie als Chefredakteur mit der Total-Buyout-Politik Ihres Verlags einverstanden sind, was Sie durch Ihre Unterschrift unter dem Schreiben belegen. Es gab Zeiten, in denen sich Chefredakteure als Anwälte ihrer Journalisten verstanden haben, und die sich, wenn es Not tat, auch gegen die Interessen Ihres Verlags gestellt haben, um die Journalisten und den Journalismus zu schützen. Diese Haltung, die auch sehr viel mit der inneren Pressefreiheit zu tun hat, wird nun also nicht einmal mehr behauptet.

Dass dieses Fax genauso gut an die meisten Ihrer Kollegen in anderen Verlagen gehen könnte, von denen ich ähnliche Briefe bekommen habe, macht die Sache nicht besser. Angesichts des Beitrags, den ich für Sie verfasst habe (http://bit.ly/hb-keese), ist in diesem Fall die Ironie allerdings nur schwer erträglich.

Drittens weise ich Sie darauf hin, dass ich Ihre Redakteurin vor Vertragsschluss auf meine AGB hingewiesen habe, so dass diese Geltung erlangt haben, nicht Ihre.

Wenn Sie an Hintergrundinformationen zum Konflikt zwischen Verlagen und Ihren freien Autoren interessiert sind, empfehle ich Ihnen die Lektüre meiner Rede auf dem Publishers’ Forum 2011 „Über Brain Drain in Verlagen“ (http://bit.ly/braindrain-verlage) oder meines Debattenbeitrags auf dem Diskursportal des Deutschlandfunks „Unendliche Geschichte Urheberrecht“ (http://bit.ly/diskurs-urheberrecht).

Der Text dieses Faxes erscheint auch in meinem Weblog.

Auf gute Zusammenarbeit

Matthias Spielkamp

Hier Steingarts Schreiben:

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Reporter ohne Grenzen: Petition für ägyptische Blogger

November 11th, 2011 · Bürgerjournalismus, Citizen Journalism, In eigener Sache, Journalismus

rog_logo_neuReporter ohne Grenzen, dessen Vorstand ich angehöre, startet heute ein “Petition zur Einstellung der Verfolgung von Internet-Dissidenten sowie zur umgehenden und bedingungslosen Freilassung der ägyptischen Blogger Maikel Nabil Sanad und Alaa Abdel Fattah”. Nachfolgend die Begründung, hier kann direkt unterzeichnet werden.

Im Post-Mubarak-Ägypten verschlechtert sich die Lage von Online-Dissidenten zunehmend. Die Meinungsfreiheit im Internet wird beschnitten. Es droht die Rückkehr in die Ära Mubarak. Unter der Übergangsregierung wurden zwei Blogger festgenommen und einer von ihnen durch das Militärgericht zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Zivilisten dürfen nicht vor Militärgerichte gestellt werden. Der Übergang zu Demokratie und Menschenrechten ist gefährdet.

Maikel Nabil Sanad

Ein Militärgericht verurteilte den 25-jährigen Maikel Nabil Sanad am 10. April. 2011 zu drei Jahren Haft. Er soll das Militär beleidigt, falsche Informationen verbreitet und die öffentliche Ordnung gestört haben. Sanad, ein Kriegsdienstverweigerer, veröffentlichte in seinem Blog einen kritischen Bericht zur Rolle des Militärs während der Revolution im Januar.

Aus Protest gegen die unrechtmäßige Gefängnisstrafe ist der inhaftierte Blogger am 23. August 2011 in den Hungerstreik getreten. Seitdem hat sich sein gesundheitlicher Zustand erheblich verschlechtert. Die Anhörung im Berufungsverfahren wurde mehrfach verschoben. Am 18. Oktober entschied ein Gericht, ihn in eine psychiatrische Klinik einzuweisen.

Alaa Abdel Fattah

Zuletzt wurde am 30. Oktober 2011 der prominente ägyptische Blogger Alaa Abdel Fattah festgenommen. Ihm wird vorgeworfen bei der Demonstration von koptischen Christen am 9. Oktober in der ägyptischen Hauptstadt zur Gewalt aufgerufen zu haben. Er wollte lediglich über die Ereignisse berichten und half während des Protestes, Verletzte ins Krankenhaus zu schaffen.

Petitionsschreiben an den Obersten Rat der Streitkräfte

Ihre Exzellenz Essam Scharaf, Ministerpräsident von Ägypten,

Blogger und Aktivisten haben das Recht, ihre Meinung kundzutun, auch dann, wenn die Übergangsregierung diese Meinung nicht teilt. Dies gehört zu einem demokratischen System, zu dem sich ihr Land bekennt. Die Repressionen gegen Blogger und Internetnutzer müssen enden und die Zensurmaßnahmen eingestellt werden.

Mit Alaa Abdel Fattah und Maikel Nabil Sanad wurden zwei ägyptische Internet-Aktivisten verhaftet. Der Blogger Maikel Nabil Sanad wurde zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe durch ein Militärgericht verurteilt. Der Oberste Rat der Streitkräfte muss der Strafverfolgung von Zivilisten vor Militärgerichten ein Ende setzen, oder Sie gefährden den erfolgreichen Übergang Ägyptens zur Demokratie.

Wir fordern die Militärregierung auf, die Verfolgung von Internet-Dissidenten einzustellen sowie die Blogger Alaa Abdel Fattah und Maikel Nabil Sanad sofort freizulassen.

Wir möchten Sie außerdem daran erinnern, dass das Sammeln und Verbreiten von Informationen ein Recht ist, das im Artikel 19(2) des „Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte“, den Ägypten unterzeichnet hat, garantiert wird. Dies beinhaltet „das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“

Bitte klicken Sie hier, um diese Petition zu unterzeichnen!

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Abschlussdiskussion der DJV-Fachkonferenz “Besser Online” – das Video

September 19th, 2011 · In eigener Sache, Journalismus, Social Media, Verlage

Philipp Ostrop hat für sein Blog ein Video der Abschlussdiskussion der DJV-Fachkonferenz “Besser Online” aufgezeichnet an der ich beteiligt war:

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“Denken fürs Web” statt “Schreiben fürs Web”

September 17th, 2011 · Journalismus

Update 19. September – ich habe den Beitrag umformuliert und ergänzt, weil in der ersten Fassung u.U. nicht ganz klar wurde, was das mit den Geschichten auf sich hat.

Sitze in einer Diskussion zur Frage “Hat das iPad die Verlage gerettet” bei der DJV-Tagung “Besser Online”. Jemand sagte, dass die ganzen Schulungen zum “Schreiben fürs Web” übertrieben bis unsinnig seien, da es in erster Linie im Journalismus immer noch um Geschichten gehen müsse.

Da klafft offenbar eine riesige kognitive Lücke, und ich merke gerade, dass ich selber 10 Jahre dazu beigetragen habe – so lange habe ich nämlich Seminare mit dem Titel “Schreiben fürs Web” unterrichtet. Und nun merke ich, dass es von Anfang an “Denken für das Web” hätten heißen müssen. Denn natürlich geht es im Journalismus oft um Geschichten – s. dazu auch das Video unten. (Allerdings lange nicht immer, und auch das ist gut so.)

Aber Geschichten können unendlich viele Formen annehmen, und es kommt eben darauf an, sie für jedes Medium angemessen zu erzählen. Daher habe ich in meinen Seminaren immer versucht herauszuarbeiten, dass es nicht um den Schreibstil geht, der im Internet anders sein müsse, wie es von vielen lange behauptet (und gepredigt) worden war – denn der hängt davon ab, wen man mit der Geschichte erreichen will (ja, der Zielgruppe, auch wenn ich den Begriff selber ungern verwende). Sondern es geht darum, eine dem Medium angemessen Form zu finden.

Im Grunde ist es das, was “Multimedia Storytelling” aussagen soll, aber darin liegt wieder das Problem, dass dann jeder mit tiefer Überzeugung sagt, es bringe nichts, überall bunte Bildchen und schlecht gemachte Videos (”der tägliche Bewegtbildunfall” – +Markus Hündgen ) dranzuhängen. Aber genau darum geht es nicht, sondern darum, was Alan Rusbridger so ausgedrückt hat: “We want our journalism to be linked in with the web – be ‘of the web’, not simply be on the web.”

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Was bleibt vom Hype? Journalismus. Fachkongress “Besser Online” des DJV

September 15th, 2011 · In eigener Sache, Journalismus, Publizieren, Social Media, Veranstaltungen

Logo Besser-Online-Fachkonferenz DJV

Am Samstag werde ich in Bonn an der Besser-Online-Fachkonferenz des DJV teilnehmen, die dieses Mal unter dem Motto steht: Was bleibt vom Hype? Journalismus. Das letzte Mal war ich 2006 zu Gast; es wird bestimmt spannend sein zu sehen, was sich verändert hat.

Hier die Tweets zum Hashtag #djv_bo


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Er so: “Googles U-Boot!” Ich so: “Journalismus!” – Eine Antwort auf Christoph Keese

August 26th, 2011 · In eigener Sache, Internet-Regulierung, Journalismus, Leistungsschutzrecht, Lobbyismus, Verlage

kleines Ratespiel: Wer wird hier von wem wofür bezahlt? Auflösung am Ende des Beitrags

Christoph Keese, Absolvent der Henri-Nannen-Schule, Ex-Chefredakteur der FTD und der Welt am Sonntag, behauptet in seinem Online-Tagebuch presseschauder, ich engagiere mich “schwungvoll” in der Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL).

Offenbar trifft auf Keese zu, was Hans Leyendecker gern in Vorträgen etlichen seiner Kollegen unterstellt: Recherche bedeute für sie, sich von der Sekretärin eine Telefonnummer heraussuchen zu lassen. Aber das muss den Ex-Journalisten Keese auch nicht mehr kümmern, denn er ist jetzt “Außenminister” der Axel Springer AG, was offiziell Konzerngeschäftsführer Public Relations heißt.

Womöglich glaubt er jedenfalls, dass man es auf der anderen Seite des Schreibtischs mit den Fakten nicht so genau nehmen muss. Ich tue das allerdings, daher möchte ich hier feststellen, dass ich mich nie in der Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht engagiert habe, weder schwungvoll noch schleppend. Ferner beabsichtige ich auch nicht, das zu tun. Sollte Keese einen Beleg für das Gegenteil haben, würde ich ihn gern sehen. Sein Online-Tagebuch-Eintrag wäre der richtige Platz gewesen, ihn zu veröffentlichen.

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In eigener Sache: Vorstandsmitglied bei Reporter ohne Grenzen

Mai 21st, 2011 · In eigener Sache, Internet Governance, Internet-Regulierung, Journalismus, Lobbyismus


Endlich Urlaub! Leider vorbei. Aber der Grund dafür, dass hier seit recht langer Zeit nichts mehr zu sehen war. Passiert ist dennoch einiges. Unter anderem bin ich in den Vorstand der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen berufen worden. Eine große Ehre, zweifellos. Ich werde mich bemühen, ihr gerecht zu werden.

Wie zu erwarten, soll ich mich im Vorstand vor allem um Pressefreiheit im Netz kümmern. Das wird dort eine besonders spannende Aufgabe sein, denn RoG hatte schon seit langem meine Sympathie, weil sie sich immer wieder für Blogger und Internetaktivisten eingesetzt haben, als deutsche Journalisten noch über die Frage Sind Blogger Journalisten? diskutiert haben – die auch in demokratischen Ländern wie Deutschland sinnlos (bzw. längst beantwortet) ist, in Ländern mit stark eingeschränkter Pressefreiheit sogar gefährlich sein kann. Denn dort sind es oft genug Blogger, die die Aufgabe übernehmen, die eigentlich die Presse übernehmen müsste.

Passend zum Thema Pressefreiheit und RoG hat mein Kollege David Pachali gerade das Seminar “Das ist meine Meinung!”- Meinungs- und Pressfreiheit in Europa für Berliner Auszubildende und Jugendliche am Wannseeforum mitgeleitet und einen Film produziert, der das heftig umstrittene ungarische Pressegesetz aufs Korn nimmt (und RoG kommen auch vor):

…und Orbán kann glücklich sein from wannseeFORUM on Vimeo.

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kleiner Rückblick auf die re:publica

April 17th, 2011 · In eigener Sache

Das re:publica-Team hat einige schöne Videos produziert, um die Stimmung auf der Konferenz einzufangen. Hier ist eins davon, in dem icke auch was sagen darf.

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