Sep
30
Leistungsschutzrecht bei “Bundesradio: Wahlstudio im Netz”
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Hatte ich ganz vergessen: Philip Banse und Tim Pritlove haben ein Bundesradio-Wahlstudio im Netz veranstaltet. Ich war am Sonntagabend zu Gast und habe den beiden Rede und Antwort gestanden (Flash-Video, ca. 23 Minuten, Einbetten geht leider nicht) zu den Themen Leistungsschutzrecht, den Urheberrechtspositionen von Union und FDP, transparenter Staat, 3-Strikes/HADOPI und Kulturflatrate.
Ich selber habe mich schlau gemacht durch die Wahlprüfsteine von Deutschem Kulturrat (PDF), telemedicus und netzpolitik.org. Außerdem gibt es noch die Dokumentation des Aktionsbündnisses “Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft”.
Sep
30
Leistungsschutzrecht für Presseverlage: Faszination des Mystischen
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Nicht viel los im immateriblog, ich weiß. Aber die Vorbereitung der Tagung zu Google Books verlangt ihren Tribut. Heute muss ich aber doch einen neuen Eintrag schreiben, denn der iRights.info-Kollege und Urheberrechtsexperte Till Kreutzer hat einen Artikel zu der Forderung der Presseverlage nach einem Leistungsschutzrecht veröffentlicht. Kreutzer:
Die Politik sollte sich also gut überlegen, was ein Leistungsschutzrecht leisten kann und welche negativen Folgen es hätte. Klar sollte in jedem Fall sein: Ein neues Recht zu schaffen, kann niemals als Experiment verstanden werden. Denn wird es einmal gewährt, kann es kaum wieder aus der Welt geschaffen werden, auch wenn sich herausstellt, dass es mehr schadet als nützt.
Der Einwurf kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, denn die Verlage werden nun mit aller Kraft die neue Regierungskoalition bearbeiten, wie sie es vor der Wahl angekündigt hatten. Union und FDP hatten sich sehr positiv zu der Forderung geäußert, aber sie sind schlecht beraten.
Mit welchen zweifelhaften Methoden die Verlage versuchen, Politik und öffentliche Meinung für ihr Anliegen zu gewinnen, wird in einem Artikel beschrieben, den ich für die Message – Internationale Zeitschrift für Jornalismus geschrieben habe. Er ist schon länger fertig, erscheint aber erst um den 8. Oktober. Mehr dann.
Sep
19
Vortrag Christoph Bläsi zum eBook bei der Tagung Literatur2.0 der evangelischen Akademie Loccum
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UPDATE 21. Sept.: Auf meine Nachfrage, ob ich seine Aussagen korrekt dargestellt habe, merkt Christoph Bläsi an, dass „man sagen könnte [...], dass durch die Nachzeichnung im Detail vielleicht meine Hauptthesen etwas aus dem Fokus geraten“. Daher hier noch einmal explizit, wie von ihm selbst zusammengefasst:
- In bestimmten Funktionen und in bestimmten „Formen“ wird das Buch noch lange kein Auslaufmodell sein.
- Die Verbreitung von E-Books wird keine nennenswerten Auswirkungen auf Literatur und Literaturrezeption haben.
- Es gibt natürlich und zum Glück erkennbare Tendenzen zu neuen Formen von Literatur und Literaturrezeption – aber diese spielen sich eher um andere mobile Geräte und um „vollfunktionale“ Rechner ab.
Ab hier das ursprüngliche Posting:
Auf der Tagung Literatur2.0 der evangelischen Akademie Loccum hat der Mainzer Buchwissenschaftler Christoph Bläsi einen sehr interessanten Vortrag zum Thema eBooks gehalten. Da ich nicht auf das Tagungsprotokoll warten will, hier einige Stichworte.
Bläsi fragt: Ist das Buch ein Auslaufmodell? – und antwortet:
In den Naturwissenschaften (und der Medizin) spielt Gedrucktes für Originalarbeiten schon jetzt praktisch nur noch als Abrechnungseinheit und Archivierung einen Rolle, am ehesten noch in der Form von Lehrbüchern, d.h. in der Ausbildung.
Wie sieht es aus mit dem Buch als „performativer Langtext“ bzw. „long-form narrative for immersive reading“ (zwei Versuche, das belletristische Buch besser zu definieren)?
Zwei Antworten:
Sep
18
Bundesjustizministerin Zypries kündigt Teilnahme an der Tagung „Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens“ an
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Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat mir in einem Schreiben mitgeteilt, dass sie versuchen wird, zur Tagung Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens von iRights.info, Böll-Stiftung und Goethe-Institut am 2. Oktober zu kommen. Die Ministerin schreibt
Wie Sie wissen, bereitet mir der bei einem New Yorker Gericht anhängige Rechtsstreit um die Google-Buch-Suche Sorgen, und ich habe gerade einen Amicus Curiae-Schriftsatz dort eingereicht und die Einwände und Bedenken aus deutscher Sicht gegen den im Raum stehenden Vergleich vorgebracht. die Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung, des Goethe-Instituts und von iRights.info wird kurz vor dem sogenannten Fairness-Hearing am 7. Oktober 2009 stattfinden und lässt damit eine sehr spannende Diskussion erwarten. Ich habe mir den Termin notiert und werde versuchen, zu Ihnen zu kommen.
Es ist klar, dass Zypries’ Teilnahme vom Ausgang der Bundestagswahl abhängt, die fünf Tage vor der Konferenz stattfindet – und davon, wie mögliche Koalitionsverhandlungen ablaufen werden. Dennoch ist Ihre Ankündigung natürlich eine freudige Nachricht, und wir hoffen sehr, dass sie auch tatsächlich kommen kann. Anmeldung zur Tagung hier.


