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	<description>Matthias Spielkamp über Immaterialgüter in der digitalen Welt</description>
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		<title>Was motiviert uns?</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 06:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man einen Hammer hat, ist die Welt ein Nagel, sagt das Sprichwort. Dennoch kann ich nicht umhin, in diesem Vortrag mit fantastischer Visualisierung auch eine Analogie zu sehen zur Situation der Verlage in Deutschlannd. Statt anzuerkennen, dass sie die riesige, hoch qualifizierte, selbstmotivierte Schar an freien Mitarbeitern in erster Linie dadurch motivieren könnten, dass sie sie anständig behandeln (und damit meine ich nicht nur höhere Honorare), tun sie genau das Gegenteil &#8211; und riskieren es, <a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/uber-brain-drain-in-verlagen-journalisten-nicht-wie-bittsteller-behandeln-2/">die besten davon zu verlieren</a>. Sich um Management Skills zu kümmern, z.B. zur Mitarbeitermotivation, ist in Redaktionen eben leider weiterhin ein weithin unbekanntes Konzept.</p>
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		<title>Über Brain Drain in Verlagen: &#8220;Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 07:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Vortrag vom Publishers Forum am 26. April in Berlin ist jetzt bei Kress hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Es ist das gute Recht der Betreiber, damit so umzugehen, aber wie so oft zeigt sich, dass Autoren und Verlage nicht zwangsläufig die gleichen Interessen haben. Ich will ja, dass er gelesen werden kann (und ärgere mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Vortrag vom<span style="color: #e3007b ! important; text-decoration: none;"><a href="http://www.publishersforum.de/index.php" target="_blank"> Publishers Forum</a></span> am 26. April in Berlin ist jetzt bei Kress hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Es ist das gute Recht der Betreiber, damit so umzugehen, aber wie so oft zeigt sich, dass Autoren und Verlage nicht zwangsläufig die gleichen Interessen haben. Ich will ja, dass er gelesen werden kann (und ärgere mich darüber, dass alle Links jetzt zu Kress führen und man dort den Eindruck bekommt, der Vortrag steht nicht mehr zur Verfügung). Daher hier noch einmal der volle Text.</p>
<div id="attachment_1453" class="wp-caption alignleft" style="width: 435px"><a rel="attachment wp-att-1453" href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/uber-brain-drain-in-verlagen-journalisten-nicht-wie-bittsteller-behandeln-2/attachment/newspaperman_425/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1453" title="newspaper man" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/06/newspaperman_425.jpg" alt="Newspaper man" width="425" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Newspaper man at Germantown Ave and Creshiam Valley Drive. Early 90&#39;s. Scanned. (c) Ed Stevenson (http://www.flickr.com/people/estevenson/), CC by-nc 2.0</p></div>
<p>02.05.2010</p>
<p><strong>Eine Hand voller Content<br />
</strong><br />
Seit etwas mehr als zehn Jahren unterrichte ich an Journalistenschulen, in Volontärskursen und an Universitäten Journalismus. Und obwohl es dabei in den allermeisten Fällen nicht um Ethik des Journalismus oder vergleichbar Grundsätzliches geht, sondern um so profane, praxisrelevante Themen wie Recherche oder Online-Journalismus, kommt doch immer wieder die Frage auf, welche Aufgabe der Journalismus hat oder haben sollte, welche Motivation Journalisten antreibt, ihren Job zu machen.</p>
<p>Darauf gibt es viele schlaue Antworten: Man kann vom Journalismus als der vierten Gewalt im Staat sprechen, die die anderen drei kontrollieren soll, von der Wächterfunktion, die er übernimmt, um in einem System der Checks and Balances dafür zu sorgen, dass die Gewaltenteilung funktioniert.</p>
<p>Man kann aber auch sagen, und manchmal tue ich das: Lesen Sie <strong>Rafik Schamis </strong>Buch &#8220;<strong>Eine Hand voller Sterne</strong>&#8220;, dann wissen Sie es.<span id="more-1410"></span></p>
<p>Das Buch handelt vom Leben eines 14jährigen Bäckersjungen im Damaskus der – wahrscheinlich – 70er Jahre. Seinen Namen kennen wir nicht, denn er ist der Ich-Erzähler des Buches, es sind seine Tagebucheinträge, die wir lesen. Der Junge muss in der Bäckerei seines Vaters arbeiten, aber er schreibt lieber Gedichte und lernt im täglichen Leben sehr genau die kleinen und großen Ungerechtigkeiten kennen, die ihn umgeben. Irgendwann trifft er beim Brotaustragen auf Habib.</p>
<p>Habib ist der typische Journalist, wie wir ihn aus Büchern und Filmen kennen: er raucht zu viel, trinkt zu viel und pflegt ein eher distanziertes Verhältnis zur Körperhygiene. Aber im Gegensatz zu vielen Darstellungen in westlichen Büchern, liegt der Grund nicht darin, dass seine Frau ihn verlassen hat oder er ein einsamer Wolf ist, der in seiner Jugend &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/All_the_presidents_men" target="_blank">All the Presidents Men</a>&#8221; gelesen hat.</p>
<p>Sondern darin, dass er für eine Regierungszeitung arbeitet, um sich über Wasser zu halten – sich dafür aber verachtet, weil er sich irgendwann, gemeinsam mit einem Kollegen, geschworen hatte, nur die Wahrheit zu berichten. Dieser Kollege ist jetzt sein Chefredakteur und weigert sich, regierungskritische Texte abzudrucken.</p>
<p>Über eine ihrer ersten Begegnungen heißt es im Tagebuch des Jungen:</p>
<p>&#8220;Ich erzählte ihm, dass ich Journalist werden will, und bat ihn, mir etwas von diesem Beruf beizubringen. &#8216;Vergiß es, mein Junge! Lieber wäre ich Bäcker; der weiß zumindest, daß er etwas Nützliches tut.&#8217;&#8221;</p>
<p>Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.</p>
<p>Natürlich vergisst es der Junge nicht, sondern gründet mit Habib eine anonyme Zeitung, in der sie über die Ungerechtigkeit im Land berichten und die Regierung kritisieren. Das besondere an der Zeitung ist nicht nur der Inhalt, sondern auch der Vertrieb: sie vervielfältigen die Artikel mit einer Matrize und stecken sie in Socken, die sie für einen Schleuderpreis auf dem Basar verkaufen.</p>
<p><strong>Sie kämpfen für die Wahrheit<br />
</strong><br />
Für eine Weile läuft die Zeitung gut. Doch dann wird Habib festgenommen, weil ihm die Regierung auf die Schliche gekommen ist. Es wird angedeutet, dass er nicht mit dem Leben davon kommen wird. Aber, so fasst ein <strong>Wikipedia</strong>-Autor den Schluss zusammen, &#8220;der inzwischen Siebzehnjährige gibt nicht auf und führt mit seinen Freunden Mahmud und Nadia die Sockenzeitung weiter, um der Regierung zu demonstrieren, dass sie immer für die Wahrheit kämpfen werden und diese nie aufgeben.&#8221;</p>
<p>Sie kämpfen für die Wahrheit und geben diese nie auf. Sie sind Journalisten geworden. Dazu später mehr.</p>
<p>Wir leben in Deutschland, nicht in Syrien. Das bedauere ich bisweilen, wenn ich aufs Wetter schaue, aber ich hatte schon das Vergnügen, in Damaskus mit Journalisten zu arbeiten und kann sagen: Deutschland ist ein Paradies im Vergleich zu Syrien, wenn es um die negative Pressefreiheit geht.</p>
<p>Negative Pressefreiheit – was soll das sein?</p>
<p>Der Philosoph <strong>Isaiah Berlin</strong> unterscheidet zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Isaiah_Berlin" target="_blank">negativer und positiver Freiheit</a>. Das Konzept ist umstritten, aber gut geeignet deutlich zu machen, worum es hier geht. Negative Freiheit bedeutet Berlin zufolge &#8220;Freiheit von etwas&#8221; – also Freiheit von Zwang, Unterdrückung, Zensur, Gewalt. Ihr zur Seite steht die positive Freiheit, die &#8220;Freiheit zu etwas&#8221; – also einem selbst bestimmten Leben, Autonomie und ähnlichem.</p>
<p>Die negative Freiheit des Journalismus ist in Deutschland garantiert durch den <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html" target="_blank">Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes</a> und wurde gegen zahlreiche Angriffe, die auch in diesem Land immer wieder stattfinden, geschützt durch die Urteile des Bundesverfassungsgerichts, zuletzt das von vielen hoch gelobte Urteil im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cicero-Urteil" target="_blank">Fall &#8220;Cicero&#8221;</a>.</p>
<p><strong>Positive Pressefreiheit<br />
</strong><br />
Darauf darf man sich nicht ausruhen, denn die Angriffe auf diese negative Pressefreiheit durch Vorhaben wie die <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/149/423908/text/" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung</a> hören ja nicht auf. Aber mir soll es um die positive Pressefreiheit gehen – um die Freiheit zum Journalismus.</p>
<p>Womit wir beim Verhältnis zwischen Verlagen und Journalisten sind.</p>
<p>Vor einigen Wochen hat <a href="http://en.ejo.ch/?page_id=622" target="_blank">Stefan Ruß-Mohl</a>, Professor für Journalistik und Medienmanagement an der <strong>Universität Lugano</strong>, in der &#8220;<strong>Süddeutschen Zeitung</strong>&#8221; einen <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/542/501793/text/" target="_blank">Beitrag</a> in der Reihe mit dem paradigmatischen Titel &#8220;Wozu noch Journalismus?&#8221; veröffentlicht. Er war der erste und bisher einzige, der ein Thema ansprach, vor dem sich Verlage drücken wie ein Schulbub vor den Hausaufgaben: Die Bezahlung ihrer Mitarbeiter, und zwar nicht in erster Linie der Angestellten, sondern der freien Mitarbeiter.</p>
<p>&#8220;Zur Professionalität&#8221;, so Ruß-Mohl, &#8220;zum Beruf des Journalisten gehört Unabhängigkeit und – ja, auch: ein bisschen Stolz. Nicht zu verwechseln mit Arroganz und Dünkel, die leider in der Zunft ebenfalls sehr verbreitet sind. Unabhängigkeit und Stolz sind mit dem nicht vereinbar, was die Branche derzeit ihren fest angestellten Mitarbeitern zumutet und wie kümmerlich sie freie Journalisten honoriert. Wenn wir professionellen Journalismus erhalten wollen, gilt es deshalb, der Gratis-Kultur eine Kultur der Fairness entgegensetzen. Das ist kein leichtes, aber ein lohnendes Unterfangen.&#8221;</p>
<p>Wenn Ruß-Mohl hier von Gratiskultur spricht, dann meint er zum einen das, was in Verlagen darunter verstanden wird; wenn Verleger von ihren Lesern im Internet als von durch eine &#8220;Geiz-ist-geil&#8221;-Mentalität versauten Parasiten sprechen, die teuer produzierten so genannten &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; nur kostenlos haben wollen. Zugleich setzen sie ihnen von Rechtschreibfehlern über <a href="http://www.bildblog.de/16128/wie-sich-alle-mit-hartz-iv-verrechnen/" target="_blank">lausige Recherche</a> bis <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/gute-nachrichten-schlechte-nachrichten/" target="_blank">Kampagnenjournalismus</a> alles vor, was sie im Ärmel haben, um ihre eigenen Sonntagsreden Lügen zu strafen. Und dann kommen auch noch böse Blogger und weisen darauf hin.</p>
<p>Diese Gratiskultur also soll ein Ende haben, und auch Ruß-Mohl singt das hohe Lied der Bezahlinhalte. Was davon zu halten ist, können Sie im ausgezeichneten <a href="http://medialdigital.de/2010/04/23/inhalteproduzenten-brauchen-neue-wertschopfungsketten-meine-keynote-beim-cologne-web-content-forum/" target="_blank">Vortrag</a> von <strong>Ulrike Langer</strong> nachlesen, den sie vergangene Woche beim &#8220;<strong>Cologne web content forum</strong>&#8221; gehalten hat, und der mit zahlreichen weiter führenden Links versehen ist. In ihrem Weblog natürlich.</p>
<p><strong>Kümmerliche Honorierung freier Journalisten<br />
</strong><br />
Ich will mich darauf konzentrieren, was Ruß-Mohl auch angesprochen hat: auf die kümmerliche Honorierung freier Journalisten.</p>
<p>Im Selbstversuch mit der Stoppuhr hat Ruß-Mohl aufgezeichnet, dass er etwa zehn Stunden an dem Beitrag geschrieben hat, wobei er auf Textpassagen aus früheren Publikationen zurück greifen konnte. Eine weitere halbe Stunde lang hat er den Beitrag auf Wunsch der Redaktion überarbeitet. Er schreibt: &#8220;Hätte ein Journalist recherchiert und nicht ein Professor auf sein Wissen und seine eigenen Vorleistungen zugreifen können, wäre vielleicht ein ausgewogeneres Stück mit mehr Quellen entstanden, aber dies hätte vermutlich die Produktionszeit verdoppelt.&#8221;</p>
<p>Zum Honorar sagt Ruß-Mohl nur, dass es nicht der Rede wert sei und weit unter dem Satz liege, der bei der Printausgabe üblich ist.</p>
<p>Nun, ich kann das Geheimnis zumindest zum Teil lüften: Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; zahlt für einen Beitrag im Feuilleton etwa 1,50 Euro pro Zeile à 40 Anschläge. Ruß-Mohls Text hat 12.800 Anschläge, er hätte also 480 Euro dafür bekommen – wenn er in der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221; erschienen wäre.</p>
<p>Beim Online-Angebot dürfte es mindestens ein Drittel weniger sein, das wären dann 320 Euro. Bei einem Freiberufler gehen davon Steuern und Sozialversicherung ab, und natürlich die Arbeitsmittel, für die er selber zu sorgen hat, vom Computer, über das Telefon bis zum Büro. Das alles für eineinhalb bis zwei Tage Arbeit.</p>
<p>Nur: Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; zahlt vergleichsweise gut.</p>
<p>Auf <a href="http://www.mediafon.net/empfehlungen_honorare_text.php3?view=&amp;si=&amp;lang=1" target="_blank">mediafon.net</a>, einem Informationsangebot der Gewerkschaft <strong>verdi</strong>, kann man sich die Zeilenhonorare anderer deutscher Zeitungen anschauen.</p>
<p>Es zahlen<br />
• der &#8220;<strong>Mannheimer Morgen</strong>&#8220;: 46 Cent pro Zeile;<br />
• der &#8220;<strong>Münchner Merkur</strong>&#8220;: 41 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Augsburger Allgemeine</strong>&#8220;: 20 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Deister-Leine-Zeitung</strong>&#8220;: 15 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Westfälische Rundschau</strong>&#8220;: 15 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Offenbacher Post</strong>&#8220;: 12 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Norddeutsche Rundschau</strong>&#8220;: 11 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Marburger Neue Zeitung</strong>&#8220;: 10 Cent.</p>
<p>Ich zitiere aus dem <a href="http://www.irights.info/index.php?id=728" target="_blank">Eröffnungsvortrag</a>, den <strong>Tom Schimmeck</strong> beim Gründungskongress des Verbands freier Journalisten, <strong>Freischreiber</strong>, im November 2008 gehalten hat:</p>
<p>&#8220;Ja, da lacht der Freie: Da braucht er nur jeden Monat einen Text von ungefähr der Länge der Bibel zu verfassen, um auf einen anständigen Lebensunterhalt zu kommen.&#8221;</p>
<p>Zum Lachen ist vielen freien Journalisten schon lange nicht mehr zumute.</p>
<p>Womit wir wieder bei der positiven Pressefreiheit sind, bei der Freiheit dazu, Journalismus zu produzieren. Diese Freiheit ist bedroht. Nicht vom Staat, nicht von der Polizei, wild gewordenen Staatsanwälten oder größenwahnsinnigen Innenministern.</p>
<p>Sondern von den Verlagen selbst.</p>
<p>&#8220;Journalisten machen keine PR&#8221;, lautet Punkt 5 des <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/index.php?article_id=267" target="_blank">Medienkodex des Netzwerk Recherche</a>. Die Wahrheit ist nur: Natürlich machen viele Journalisten PR, weil sie sonst gleich ALG II beantragen könnten.</p>
<p><strong>Arroganz wohlfeiler Kodizes<br />
</strong><br />
Vor allem aber, und das zeigt die unglaubliche Ignoranz und Arroganz, die sich hinter solch wohlfeilen Kodizes verbirgt, die meist ausschließlich von Gehaltsempfängern gezimmert werden: alle Medien, auch die selbst ernannten Qualitätsmedien, von &#8220;FAZ&#8221; über &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; bis hin zu den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, lassen sich ihre Zeitungen und Sendungen verdeckt von den PR-Abteilungen von <strong>Daimler</strong> und <strong>Siemens</strong> subventionieren. Wie ich darauf komme?</p>
<p>Bei knapp der Hälfte der freiberuflichen Journalisten reichen die Einnahmen aus journalistischer Arbeit nicht aus, um <a href="http://www.dfjv.de/fileadmin/user_upload/pdf/DFJV_Studie_Freie_Journalisten.pdf" target="_blank">ihren Lebensunterhalt zu bestreiten</a>.</p>
<p>Wo kommt das Geld also her? Zu einem großen Teil aus PR-Aufträgen. Ohne sie könnten viele es sich überhaupt nicht mehr leisten, journalistisch zu arbeiten.</p>
<p>Die Verleger glauben an den Journalismus. Sie vergessen nicht, das bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu betonen. Denn irgendwer müsse ja auswählen für die Leser aus der alles überschwemmenden Flut der Nachrichten.</p>
<p>Beispielhaft <strong>Springer</strong>-Vorstand <a href="http://www.welt.de/print-welt/article215176/Der_Journalismus_lebt_Essay.html" target="_blank">Mathias Döpfner beim Weltkongress der Zeitungsverleger</a> vor vier Jahren: &#8220;Denn von einem bin ich überzeugt&#8221;, sagte Döpfner, &#8220;wenn jede Information für jedermann jederzeit überall verfügbar ist, dann wächst das Bedürfnis nach Orientierung, Auswahl oder dem, was den guten Zeitungsjournalisten ausmacht: Führung.&#8221;</p>
<p><strong>Schlag ins Gesicht: Total Buyout<br />
</strong><br />
Und – wer soll sie übernehmen, diese Führung? Die Journalisten, die einen Großteil von Döpfners Produkten mit Inhalten füllen, denen Springer aber einen Total-Buyout-Vertrag vorgelegt hat, der nicht nur ein Schlag in ihr Gesicht war, sondern anschließend auch <a href="http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4bacdf7e5a707&amp;akt=news_recht&amp;view=&amp;si=4bd3210bc7a65&amp;lang=1" target="_blank">vor Gericht für teilweise rechtswidrig</a> erklärt worden ist? Das gleiche gilt für Geschäftsbedingungen des <a href="http://www.djv.de/Aktuelle-News.2905+M50dc6baa0e2.0.html" target="_blank">Bauer-Verlags</a> und des <a href="http://www.pressebox.de/pressemeldungen/deutscher-journalisten-verband-e-vgewerkschaft-der-journalistinnen-und-journalisten/boxid/279946" target="_blank">Nordost-Mediahouse</a>, Herausgeber des &#8220;<strong>Nordkurier</strong>&#8220;.</p>
<p>Was die Geschäftsführung der &#8220;Zeit&#8221;, dieses heiligen Grals des Journalismus in Deutschland, nicht daran gehindert hat, vor einigen Wochen einen <a href="http://freischreiber.de/home/wann-wir-schreiten-zeit%E2%80%99-zeit%E2%80%99" target="_blank">vergleichbaren Vertrag</a> vorzulegen, mit dem sie ihre Autoren zwingen will, sämtliche Nutzungsrechte an ihren Werken für alle Zeiten, inklusive der Vergangenheit, abzutreten. Den meisten Juristen dürften sich die Haare sträuben.</p>
<p><strong>DJV</strong> und <strong>dju</strong> haben bereits beantragt, eine einstweilige Verfügung gegen die &#8220;Zeit&#8221; zu erlassen, mit der dem Verlag untersagt werden soll, Zitat: &#8220;von freien Journalistinnen und Journalisten die maßlose Einräumung der Rechte an ihren Texten zu verlangen&#8221;. Ich habe keinen Zweifel daran, dass diese Verfügung erlassen wird. Ich habe allerdings begründeten Zweifel an der Redlichkeit <a href="http://www.zeitverlag.de/" target="_blank">der Geschäftsführung der &#8220;Zeit&#8221;</a>.</p>
<p><strong>Gutsherrenart gegenüber Geschäftspartnern<br />
</strong><br />
Wenn man die Verlage darauf anspricht, ob sie nicht ein Problem darin sehen, die Menschen, die eigentlich ihre Geschäftspartner sein sollten, nach Gutsherrenart zu behandeln (manchen würde eher ein Vergleich mit sizilianischem Landadel einfallen), dann antworten sie regelmäßig: wir befinden uns in einem Markt, der regelt das dann schon über Angebot und Nachfrage.</p>
<p>Das ist ein interessantes Argument. Vor allem angesichts der <a href="../in-eigener-sache/gottes-werk-und-googles-beitrag-zeitungsverlage-und-die-herausforderungen-der-link-okonomie/" target="_blank">Forderung der Presseverlage nach einem Leistungsschutzrecht</a>. Da kann es mit einem Mal nicht mehr der Markt regeln, dass die Verlage ihre Oligopolstellung verlieren, dass sie sich einer Konkurrenz ausgesetzt sehen, die ihr Geschäftsmodell bedroht, und auf die sie bisher eher tölpelhaft als visionär reagiert haben. Da rufen sie dann nach dem Staat, der ihnen ein Leistungsschutzrecht verschaffen soll, damit ihre Investitionen geschützt bleiben.</p>
<p>Ein Leistungsschutzrecht übrigens, dass die Presse- und Ausdrucksfreiheit gefährden würde. Das das Zitatrecht einschränken, die Kommunikationsfreiheit im Internet behindern würde, das freiberufliche Journalisten noch einmal schlechter stellen würde in ihrer Rechtsposition gegenüber den Verlagen. Ein neues Schutzrecht, von dem der Dortmunder Medienrechtler <strong>Udo Branahl</strong> sagt, dass es &#8220;<a href="http://www.message-online.com/94/spielkamp.html" target="_blank">ein Bruch mit sämtlichen kontinentalen Freiheitstraditionen</a>&#8221; wäre.</p>
<p><strong>Leistungsschutzrecht hätte Kollateralschäden zur Folge<br />
</strong><br />
Woher ich das alles weiß? Nun, ich weiß es nicht, denn mehr als eineinhalb Jahre, nachdem die Forderung das erste Mal aufgekommen ist, nachdem die Verlagslobbyisten es geschafft haben, der schwarz-gelben Regierung die Forderung nach einem solchen Recht in den <a href="http://www.cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf" target="_blank">Koalitionsvertrag</a> zu diktieren, liegt kein Gesetzentwurf vor. Jeder unabhängige Urheberrechtler, den ich bisher gefragt habe, ob er sich vorstellen kann, dass ein solches Schutzrecht keinen Kollateralschaden anrichten würde, hat das verneint. Und es waren viele. Solange die Verlage keinen Gesetzentwurf vorgelegt haben, an dem man ihre gebetsmühlenartigen Beschwichtigungsformeln überprüfen kann, dass schon alles in Ordnung sein werde mit dem neuen Recht, muss man vom Gegenteil ausgehen.</p>
<p>Das Problem hätte sich längst erledigt, wenn nicht auch in vielen deutschen Journalisten wenigstens ein Quäntchen von dem steckte, was den Bäckersjungen in Damaskus antreibt: für sie ist Journalismus mehr Berufung als Beruf. Wenn es nicht so wäre, hätten sie etwas Anständiges lernen und nicht &#8220;irgendwas mit Medien&#8221; machen wollen, was dann darin endet, dass sie ihren Namen in der Zeitung lesen, aber ihre Miete nicht bezahlen können.</p>
<p>Oder, wie es der WDR-Journalist und Vorsitzende der ver.di-Bundeskommission Selbstständige, <strong>Ulli Schauen</strong>, <a href="http://www.schauen.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=88:interview-arbeiten-fuer-den-wdr&amp;catid=34&amp;Itemid=27" target="_blank">ausdrückt</a>: &#8220;Eines der großen Dilemmata im Bewusstsein der Medien- und Kulturschaffenden ist, dass sie so furchtbar berufsstolz sind. Ihre Veröffentlichungen haben für sie einen so großen Stellenwert, dass sie sich einen Teil ihrer Arbeit nicht mit Geld, sondern mit Autorenstolz abkaufen lassen. Dadurch ist das künstlerische oder journalistische Produkt billiger zu haben. Und die Medienindustrie, die Öffentlich-Rechtlichen inbegriffen, nutzt das wie jede andere Industrie schamlos aus.&#8221;</p>
<p><strong>Verweigerung von Wertschätzung<br />
</strong><br />
Nun, auch diese Motivation hat ihre Grenze. Mehr und mehr Journalisten entdecken, dass Berufsstolz nicht nur damit erzeugt wird, den eigenen Namen in der Zeitung zu lesen, sondern auch damit, nicht tagtäglich von seinen Kunden – den Verlagen – gedemütigt zu werden. Berufsstolz kann nur da entstehen, wo die eigene Arbeit Wertschätzung erfährt.</p>
<p>Sie suchen sich etwas anderes, wenn ihnen diese Wertschätzung verweigert wird.</p>
<p>Kürzlich war ich bei einem Treffen des <a href="http://freischreiber.de/" target="_blank">Freischreiber-Verbands</a>, bei dem es darum ging, Ideen für einen Kongress zu entwickeln, bei dem freiberuflichen Journalisten Wege in die Zukunft aufgezeigt werden sollen. Nach der Vorstellungsrunde war klar, dass von den etwa 20 Anwesenden ungefähr zwei Drittel ihr Geld nicht nur mit Journalismus verdienen. Nicht, weil sie nicht könnten, sondern weil sie nicht mehr wollen.</p>
<p>Denn die Verlage sollten und können davon ausgehen, dass es genau diese Kolleginnen und Kollegen sind, die Alternativen dazu haben, Journalisten zu sein. Die mit ihren Fähigkeiten in anderen Branchen reüssieren können, wo sie besser behandelt und besser bezahlt werden. Und die das nur deshalb bisher nicht getan haben, weil sie leidenschaftliche Journalisten und schlechte Geschäftsleute sind. Aber irgendwann ist auch bei ihnen das Maß voll. Was sich hier vollzieht ist das, was man einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Braindrain" target="_blank">Brain Drain</a> nennt. Und er hat gerade erst begonnen.</p>
<p><strong>Ausbeutung von &#8220;Content&#8221;<br />
</strong><br />
Das alles jedoch, so hat man den Eindruck, macht Verlagen keine Sorgen. Frohgemut werden Honorare bezahlt, die, auf einen Stundenlohn umgerechnet, in <a href="http://www.boeckler.de/pdf/ta_mindestloehne_aentg.pdf" target="_blank">der ostdeutschen Sicherheitsbranche</a> sittenwidrig wären. Es werden Verträge aufgesetzt, die den Autoren immer wieder aufs Neue demonstrieren, dass es um Ausbeutung ihres &#8220;Contents&#8221; und ihrer Arbeitskraft geht, nicht um Zusammenarbeit.</p>
<p>Es bereitet ihnen keine Sorgen. Doch es sollte ihnen Sorgen bereiten. Denn wenn es einen Weg gibt für sie zu überleben, jetzt, da ihre <a href="http://www.shirky.com/weblog/2009/03/newspapers-and-thinking-the-unthinkable/" target="_blank">Veröffentlichungsmonopole der Vergangenheit</a> angehören, dann liegt er darin, Lesern etwas zu bieten, was diese woanders nicht bekommen können, oder zumindest nicht so gut. Döpfner nennt es Führung, andere nennen es schlicht Mehrwert. Und damit meine ich keine Klickstrecken aus Tittenbildern. Sondern fesselnde Reportagen, Analysen, die die Augen öffnen, Recherchen, die zutage fördern, was mancher gerne verbergen würde.</p>
<p>Wie sie das schaffen wollen mit Mitarbeitern, denen sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Verachtung zeigen, ist mir zumindest nicht ganz klar.</p>
<p>Vor allem aber sollten sich die Verlage nicht zu sehr in Sicherheit wiegen.</p>
<p><strong>Der Markt wird es schon regeln<br />
</strong><br />
Journalismus, der seinen Namen verdient, wird sich immer seinen Weg suchen. Dass er in dem historisch begrenzten Zeitraum der letzten Jahrzehnte, in dem politisch begrenzten Raum, den demokratisch verfasste Länder darstellen, in Verlagen stattgefunden hat und zu einem großen Teil noch stattfindet, ist keine Notwendigkeit. Verlage haben einfach das beste Umfeld für Journalismus geboten.</p>
<p>Sobald sie das nicht mehr tun, wird Journalismus woanders stattfinden.</p>
<p>Was dem einen staatliche Zensur und Überwachung, also der Mangel an negativer Pressefreiheit, ist dem anderen ein lachhaftes Honorar, gekoppelt mit einem Total-Buyout-Vertrag, also ein Mangel an positiver Pressefreiheit.</p>
<p>Was also dem einen seine Socke, ist dem anderen sein Weblog. Oder sein <a href="http://spot.us/" target="_blank">Spot.us</a>, sein <a href="http://www.tagesschau.de/kultur/pulitzer106.html" target="_blank">ProPublica</a>, sein <a href="http://www.perlentaucher.de/" target="_blank">Perlentaucher</a>.</p>
<p>Wenn Verlage wollen, dass Journalismus bei ihnen stattfindet, dann müssen sie Journalisten wie Partner behandeln, nicht wie Bittsteller. Ob sie das wollen oder nicht, ist egal. Der Markt, da bin ich ganz zuversichtlich, wird es tatsächlich regeln.</p>
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		<title>Medienradio: Brain Drain in Verlagen, Leistungsschutzrecht, Geruch der Gosse</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 22:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Komme gerade vom Medienradio. Hab natürlich wieder vergessen, vorher zu twittern. Sei&#8217;s drum. Das MP3 (Vorsicht! 85 MB) ist inzwischen veröffentlicht.
Es war ein interessantes Gespräch mit Jana Wuttke, Philip Banse und Thomas Jaedicke. Es ging auch um Buyout-Verträge, und da fiel mir ein, dass ich mein Total-Buyout-Mashup noch gar nicht veröffentlicht habe, das Jörg Sundermeier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Komme gerade vom <a href="http://medienradio.org/mr/mr023-journalisten-und-verlage/">Medienradio</a>. Hab natürlich wieder vergessen, vorher zu twittern. Sei&#8217;s drum. Das <a href="http://medienradio.org/audio/100513_Spielkamp.mp3">MP3</a> (Vorsicht! 85 MB) ist inzwischen veröffentlicht.</p>
<p>Es war ein interessantes Gespräch mit Jana Wuttke, Philip Banse und Thomas Jaedicke. Es ging auch um Buyout-Verträge, und da fiel mir ein, dass ich mein Total-Buyout-Mashup noch gar nicht veröffentlicht habe, das Jörg Sundermeier und ich am Dienstag bei der Verbrecherversammlung in einer szenischen Lesung vorgetragen haben. Es ist ein Remix der Geschäftsbedingungen der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, des Parlaments, des Main-Echos, der Rheinpfalz, von Spiegel Online und des Axel-Springer-Verlags. Et voilà:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter&#8230;,</p>
<p>wir freuen uns, Sie als freien Mitarbeiter des Verlags begrüßen zu dürfen. Wie Sie wissen, wächst das multimediale Informationsbedürfnis der Leser. Deshalb entwickelt der Verlag Publikationsformen für alle modernen Kommunikationstechniken. Dies gehört zum redaktionellen Kerngeschäft und dient dazu, die Bindung zum Leser und die Wettbewerbsposition des Magazins zu stärken.</p>
<p>Bitte geben Sie uns nun formell die Erlaubnis, dass wir Ihre Beiträge für solchen modernen Verbreitungsformen nutzen können. Dies trägt dazu bei, das traditionsstarke Medium Zeitung in eine gute Zukunft zu führen.</p>
<p>Im Hinblick auf die multimediale Nutzung aller Beiträge erlauben wir uns, Sie darauf hinzuweisen, dass seit jeher mit jeder Honorarzahlung die Einräumung und Nutzung des Printmedien-, des Multimedia-, des Datenbank- sowie des Werberechtes zur ausschließlichen, zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkten Nutzung an allen bekannten, körperlichen und unkörperlichen Nutzungsarten abgegolten wird.</p>
<p>Zur Ausübung der [folgenden] Nutzungsrechte durch den Verlag bedarf es keiner weiteren Zustimmung des/r Mitarbeiters/in. Eine Verpflichtung zur Nennung des/r Mitarbeiters/in bei Ausübung der Nutzungsrechte und zur Autorennennung besteht nicht. Das Recht auf Zugang zu den Arbeitsergebnissen oder Teilen davon sowie das Recht auf Herausgabe einer Autorenkopie sind ausgeschlossen.</p>
<p><strong>Printmediarecht:</strong><br />
Der Verlag darf das Werk ganz oder in Teilen in körperlicher Form im In- und Ausland in allen Printausgaben der Zeitung sowie für oder in Printmedien aller Art nutzen. Das Nutzungsrecht umfasst dabei insbesondere das Vervielfältigungsrecht, das Verbreitungsrecht, das Vermietungsrecht, das Verleihrecht und das Archivierungsrecht.</p>
<p><strong>Bearbeitungsrecht:</strong><br />
Das Werk darf in andere Sprachen übersetzt, bearbeitet (z.B. Layoutänderungen, Endredaktion) und insbesondere auch gekürzt werden.</p>
<p><strong>Werberecht:</strong><br />
Der Verlag ist befugt, das Werk zu (eigenen) Werbezwecken abzudrucken, im Rundfunk und Fernsehen zu senden, in Online-Medien zu präsentieren und auf sonstige Weise wiederzugeben.</p>
<p><strong>Recht der elektronisch/digitalen Verwertung:</strong><br />
Der Verlag darf das Werk digitalisiert oder nicht digitalisiert erfassen, auf Datenbanken mit anderen Werken und Beiträgen vereinen und kombinieren und auf allen bekannten Speichermedien speichern. Ferner darf das Werk in jeder beliebigen Form, auch interaktiv, auf elektronischem Wege nutzbar gemacht (z.B. e-paper), auf beliebigen Daten-, Bild- oder Tonträgern, beispielsweise CD-ROM, CD und DVD, vervielfältigt und eigenständig vermarktet oder verbreitet werden. Erlaubt ist insbesondere die Nutzung in Online-Diensten (z.B. Tele- und Mediendiensten), Internet, Film, Rundfunk, Video, in und aus Datenbanken, Telekommunikations-, Mobilfunk-, Breitband- und Datennetzen sowie für elektronische Pressespiegel, gleichgültig, mit welcher Technik die Übertragung auf vorhandene mobile und stationäre Endgeräte erfolgt.</p>
<p><strong>Datenbankrecht:</strong><br />
Das Werk darf digitalisiert erfasst und auf allen derzeit bekannten Speicher-, Aufzeichnungs- und Wiedergabesystemen unter Einschluss aller optischen, magnetischen, magnetooptischen, holografischen und sonstigen digitalen und analogen Speichermedien gemeinsam mit anderen Materialien gespeichert, bearbeitet, mit einer Retrieval-Software versehen und auf beliebige Datenträger gespeichert werden. Diese Datenträger dürfen in beliebiger Form vervielfältigt werden. Außerdem ist es erlaubt, das Werk im Wege der Datenfernübertragung (download) auf die Rechner Dritter zu übertragen und Ausdrucke von Papierkopien durch diese Endnutzern zu gestatten.</p>
<p>Sie räumen uns an jedem Ihrer Beiträge neben dem Recht auf Erstveröffentlichung das ausschließliche zeitliche, räumliche und inhaltlich unbeschränkte Recht ein, den jeweiligen Beitrag auch in sonstigen Publikationen des Verlags zu veröffentlichen, ihn in jede Form wiederzugeben und zu verbreiten sowie Dritten entgeltlich der unentgeltlich einfache Nutzungsrechte daran einzuräumen und/oder die eingeräumten Rechte entgeltlich oder unentgeltlich auf Dritte zu übertragen, und den Dritten zu ermächtigen, diese Nutzungsrechte wiederum weiter zu übertragen, gegebenenfalls auch mit der Maßgabe, abermals Drittverwertungsrechte einräumen zu können usw., insbesondere</p>
<p><strong>das Multimediarecht,</strong><br />
das heißt, das Recht, Ihre Texte oder einzelne Teile davon Dritten im Hörfunk, im Fernsehen, PC, PDA, (z.B. Palm) oder sonstigen Geräten zur Verfügung zu stellen bzw. zu empfangen oder wiederzugeben, unabhängig von der Übertragungstechnik, das heißt insbesondere analoge, digitale oder anderweitige Datenübertragung mit und ohne Zwischenspeicher, drahtlos (z.B. per Funk oder Satellit) oder mittels Kabel oder sonstigen Datenträgern durch individuellen und/oder gesammelten Abruf (insbesondere BTX, Videotext, Online-Dienste, Internet, Intranet, Extranet, LAN, WAN, Abo-Dienste, e-paper, Push-Dienste. Pull-Dienste, WAP-Handy, UMTS, SMS etc.) einschließlich des Rechts zur auch audiovisuellen Speicherung, Herstellung und Nutzung, Verbreitung und/oder Wiedergabe Ihrer Texte  oder einzelner Teile davon auf Datenträgern wie Compact-Discs, CD-ROM, CD-I, Minidisk und anderen CD-Versionen, Magento-Optical-Disc, Tonbändern, Tonkassetten, DAT- und DCC-Kassetten, Disketten, Festplatten, Schallplatten,  USB-Sticks, Speicherkarten, Speicherchips, Arbeitsspeichern etc. oder einer Kombination solcher Medien.</p>
<p>Für Fahndungsfotos und Phantomzeichnungen wird weder Honorar noch Beschaffungshonorar gezahlt.</p>
<p>Der Auftragnehmer stellt die Auftraggeberin von Ansprüchen Dritter frei, wenn und soweit die vertragsgemäße Nutzung des Werkes Schadensersatzansprüche gegen die Auftraggeberin begründet.</p>
<p>Der Auftragnehmer versichert, dass das vereinbarte Zeilenhonorar – insbesondere hinsichtlich der vorstehenden Übertragung der Nutzungsrechte auf die Auftraggeberin – angemessen ist.</p>
<p>Es ist Ihnen ungenommen, Ihre Manuskripte nach der Erstveröffentlichung bei uns anderweitig anbieten und veröffentlichen zu lassen; die dafür nötigen Nutzungsrechte werden wir Ihnen gerne einräumen, soweit dies die Verwertung der vorstehend eingeräumten exklusiven Nutzugsrechte nicht unbillig behindert.</p>
<p>Die vorliegenden Nutzungsbedingungen gelten auch für zukünftige Beiträge.</p>
<p>Indem Sie sich hiermit einverstanden erklären, entledigen Sie sich als freier Autor aber keineswegs umfassend Ihrer Rechte.</p>
<p>Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und verbleiben mit freundlichen Grüßen.</p></blockquote>
<p>So sieht sie aus, die Welt des &#8220;freien&#8221; Journalismus&#8230;</p>
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		<title>Mindmap zum Leistungsschutzrecht</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 18:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute nachmittag nun endlich die Veranstaltung zum Leistungsschutzrecht bei der re:publica. Zur Einführung habe ich eine Mindmap vorgestellt, die ich angelegt hatte, um die Fragen, die sich mit dem Leistungsschutzrecht verbinden, zu visualisieren. Es war ein Experiment, und Thomas Rhode  (@bewegte_lettern) hat mich auch darauf hingewiesen, dass eine Variante, bei der die einzelnen Punkte vergrößert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nachmittag nun endlich die <a href="http://irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews[tt_news]=467&amp;cHash=522c6d4d6a">Veranstaltung zum Leistungsschutzrecht</a> bei der re:publica. Zur Einführung habe ich eine Mindmap vorgestellt, die ich angelegt hatte, um die Fragen, die sich mit dem Leistungsschutzrecht verbinden, zu visualisieren. Es war ein Experiment, und Thomas Rhode  (<a href="http://twitter.com/bewegte_lettern">@bewegte_lettern</a>) hat mich auch darauf hingewiesen, dass eine Variante, bei der die einzelnen Punkte vergrößert und verkleinert werden, die bessere gewesen wäre. Vielleicht beim nächsten Mal.</p>
<p>Interessant wäre es, wenn man an der Mindmap gemeinsam weiter arbeiten würde, denn da stecken sicher einige Fehlschlüsse drin, ganz zu schweigen davon, was man alles noch ergänzen kann. Daher habe ich sie nun bei Mindmeister online gestellt (Dank für den Tipp an Daniel Schultz (<a href="http://twitter.com/presseschauer">@presseschauer</a>) und einen anderen freundlichen Tippgeber, den ich leider nicht mit Namen kenne) und zur WikiMap erklärt, d.h. jeder kann sie ergänzen. Nun, wie sieht&#8217;s aus: Collaboration or not?</p>
<p><iframe width="400" height="400" frameborder="0" src="http://www.mindmeister.com/maps/public_map_shell/47966290/leistungsschutzrecht-f-r-presseverlage?width=400&#038;height=400&#038;zoom=0&#038;no_logo=1" scrolling="no" style="overflow:hidden"></iframe></p>
<p>Immer wieder verschwindet der Embed-Code für die Mindmap aus dem Blog. Ich habe weder Zeit noch Lust herauszufinden, woran das liegt. Sollte sie hier nicht zu sehen sein, gibt es sie außerdem <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/04/16/mindmap-zum-leistungsschutzrecht/">im iRights.info-Blog</a>.</p>
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		<title>iRights.info: Was kauft man, wenn man ein E-Book kauft?</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 08:06:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Ilja Braun hat sich der Frage angenommen, was Verlage E-Book-Käufern (sind es überhaupt &#8220;Käufer&#8221;?) vorschreiben wollen, was davon rechtens ist, wie&#8217;s in der Frage weitergeht. Hier sein Ergebnis.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/03/06_07.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1277" title="06_07" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/03/06_07.gif" alt="06_07" width="365" height="150" /></a></p>
<p>Ilja Braun hat sich der Frage angenommen, was Verlage E-Book-Käufern (sind es überhaupt &#8220;Käufer&#8221;?) vorschreiben wollen, was davon rechtens ist, wie&#8217;s in der Frage weitergeht. <a href="http://irights.info/index.php?id=870">Hier sein Ergebnis.</a></p>
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		<title>dju stimmt gemeinsamen Vergütungsregeln zu</title>
		<link>http://immateriblog.de/journalismus/dju-stimmt-gemeinsame-vergutungsregeln-zu/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 10:25:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier die Pressemitteilung der dju (was ich davon halte, steht hier):
Gemeinsame Vergütungsregeln Tageszeitungen
dju-Tarifkommission stimmt dem Verhandlungsergebnis zu
In ihrer Sitzung am 12. Januar 2010 hat die Tarifkommission der dju in ver.di das Verhandlungsergebnis zu Vergütungsregeln für freie Journalistinnen und Journalisten einstimmig gebilligt. An diesem eindeutigen Votum waren ausschließlich die freiberuflich arbeitenden Mitglieder der Kommission beteiligt.
Die dju [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier die Pressemitteilung der dju (was ich davon halte, steht <a href="http://immateriblog.de/journalismus/warum-ich-die-online-petition-gegen-die-vereinbarung-zur-angemessenen-vergutung-unterschrieben-habe/">hier</a>):</p>
<blockquote><p><strong>Gemeinsame Vergütungsregeln Tageszeitungen</strong></p>
<h2>dju-Tarifkommission stimmt dem Verhandlungsergebnis zu</h2>
<p>In ihrer Sitzung am 12. Januar 2010 hat die Tarifkommission der dju in ver.di das Verhandlungsergebnis zu Vergütungsregeln für freie Journalistinnen und Journalisten einstimmig gebilligt. An diesem eindeutigen Votum waren ausschließlich die freiberuflich arbeitenden Mitglieder der Kommission beteiligt.</p>
<p>Die dju in ver.di setzt darauf, dass mit den vereinbarten Honorarsätzen Standards für den Wert journalistischer Arbeit definiert werden, die allen in der Branche Tätigen eine klare Orientierung liefern. „Für viele freie Journalistinnen und Journalisten würden diese Regeln zu einer deutlich verbesserten Einkommenssituation führen, weil Minihonorare von wenigen Cent pro Zeile danach nicht mehr rechtsverbindlich vereinbart werden können“, erklärte dazu der dju-Verhandlungsführer Wolfgang Schimmel. Deswegen will die dju die verhandelten Vergütungsregeln abschließen, auch wenn in der aktuellen Krisensituation der Tageszeitungen keine berauschenden Honorarsätze zu erzielen waren. „Wenn es gelingt, für die Tageszeitungen die Angemessenheit von Vergütungen aus eigener Kraft zu definieren, ist das besser, als darauf zu spekulieren, dass in Einzelfällen Rechtstreitigkeiten geführt werden, in denen letztlich ein Gericht Honorare festsetzen müsste,“ so Wolfgang Schimmel weiter. Die Sorge, Verlage könnten wegen der Vergütungsregel Honorare absenken, ist unbegründet, das ist nach dem Wortlaut der Vergütungsregel ausgeschlossen,.</p>
<p>Die Vergütungsregel stellt insbesondere klar, dass mit den vorgesehenen Honorarsätzen beliebig häufige Nutzungen (z.B. Nachdrucke in anderen Zeitungen) nicht abgegolten werden können. Da sich die Vergütung an der jeweils verkauften Auflage und am Umfang des Beitrags orientiert, wird auch dem urheberrechtlichen Beteiligungsgrundsatz Rechnung getragen.</p>
<p>Nach dem Beschluss der dju können diese Regeln zum 1. Februar 2010 in Kraft treten, sofern der DJV und der BDZV bis Ende Januar gleichfalls zustimmen.</p>
</blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum ich die Online-Petition gegen die Vereinbarung zur &#8220;angemessenen Vergütung&#8221; unterschrieben habe</title>
		<link>http://immateriblog.de/journalismus/warum-ich-die-online-petition-gegen-die-vereinbarung-zur-angemessenen-vergutung-unterschrieben-habe/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/journalismus/warum-ich-die-online-petition-gegen-die-vereinbarung-zur-angemessenen-vergutung-unterschrieben-habe/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 12:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Journalistenverbände dju und DJV haben mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger eine Vereinbarung zur so genannten angemessenen Vergütung getroffen (hier im Volltext: PDF, 44 kb).
Ich bin seit 15 Jahren Mitglied in der dju und  auch manchmal (selten) dort aktiv gewesen. Ich finde die Aufklärungsangebote mediafon.net und connexx.av, den Ratgeber Freie und die Klagen gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Journalistenverbände dju und DJV haben mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger eine Vereinbarung zur so genannten angemessenen Vergütung getroffen (hier im Volltext: <a href="http://www.djv.de/fileadmin/DJV/Tipps_und_Infos_fuer_Freie_NEU/Gem-Verg%C3%BCtungsregeln-endg.pdf">PDF</a>, 44 kb).</p>
<p>Ich bin seit 15 Jahren Mitglied in der dju und  auch manchmal (selten) dort aktiv gewesen. Ich finde die Aufklärungsangebote <a href="http://mediafon.net">mediafon.net</a> und <a href="http://www.connexx-av.de/">connexx.av</a>, den <a href="http://www.ratgeber-freie.de/">Ratgeber Freie</a> und die <a href="http://www.irights.info/index.php?id=821">Klagen gehen Total-Buyout-Geschäftsbedingungen</a> ausgezeichnet. Das schreibe ich, um nicht den Eindruck zu erwecken, ich betreibe Gewerkschafts-Bashing.</p>
<p>Aber an der Politik zu Urheberrecht und Journalistenvergütung, die von den Beauftragten der dju  betrieben wird, übe ich schon lange Kritik. Und sie wird nicht geringer werden durch die getroffene Vereinbarung. Ich kann mich nur der Stellungnahme des Verbands <a href="http://Freischreiber.de">Freischreiber</a> anschließen (dort bin ich ebenfalls Mitglied):</p>
<blockquote><p>Freischreiber e.V. hält die Vereinbarungen jedoch für unzureichend. „Es wäre für freie Journalisten fatal, solche Vergütungsregeln zu akzeptieren“, so Lars Reppesgaard, Vorstandsmitglied von Freischreiber. „Die nun ausgehandelten Vereinbarungen stellen keine angemessene Vergütung dar.“</p></blockquote>
<p>Denn die vereinbarten Regelungen zementieren Bedingungen, unter denen professioneller, unabhängiger, sauber recherchierter Journalismus durch freie Journalisten nicht möglich ist.<br />
<a href="http://www.freischreiber.de/home/stellungnahme-von-freischreiber-ev-zu-den-gemeinsamen-verg%C3%BCtungsregeln-f%C3%BCr-tageszeitungen">Zur lesenswerten Stellungnahme mit den Forderungen der Freischreiber</a>.</p>
<p>Auch der iRights.info-Kollege Ilja Braun hat sich im Perlentaucher kritisch zum Verhandlungsergebnis geäußert: <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5925.html">Zementierung der Misere</a>.</p>
<p>Es muss klar werden, dass diese Vergütungen nicht angemessen sind, sondern völlig unangemessen. Diese Honorare erlauben es nicht, vom Journalismus zu leben. Die Gewerkschaften argumentrieren, dass mehr nicht drin gewesen sei. Ehrlich gesagt: dieses Argument ist eine Katastrophe. Was anderes sollte eine &#8220;angemessen Vergütung&#8221; erlauben, als dass auch Zeitungsjournalisten von ihrer Arbeit leben können? Genau das ermöglichen die Vereinbarten Honorare nicht. Die (sehr kreativen!) Freischreiber haben  einen <a href="http://www.freischreiber.de/home/der-freischreiber-tarifservice">Tarifrechner</a> entworfen, mit dem man sich einen schnellen Überlick dazu verschaffen kann, wie viele Nachrichten oder Berichte er bei einer Tageszeitung mit einer Auflage von 180.000 Exemplaren bei 88 Cent/Zeile netto, inkl. Online-Verwertung veröffentlichen muss (bezahlt nach den Vergütungsregeln), um so viel zu verdienen wie ein ALG II-Empfänger (807 Zeilen oder viereinhalb seitenfüllende Artikel) oder ein Arzt (7272 Zeilen oder 40 seitenfüllende Artitel).</p>
<p>Wären die vereinbarten Honorare Mindesthonorare, wäre das alles noch etwas anders zu beurteilen. Das sind sie aber nicht. Und so tun sie nichts anderes, als festzuschreiben, dass es angemessen ist, dass Journalisten, die als Freiberufler für Tageszeitungen arbeiten, nicht angemessen bezahlt werden müssen. Diese Vereinbarung ist eine Farce und ein Schlag ins Gesicht der Freiberufler.</p>
<p>Daher habe ich die <a href="http://www.ipetitions.com/petition/verguetungsregelungen/">Petition</a> unterschrieben, die freie Journalisten angelegt haben, um die Verbände aufzufordern, die Diskussion um die Vergütungsregeln auszuweiten. Und ich würde mich freuen, wenn es viele meiner LeserInnen ebenfalls tun. Außerdem werde ich als Mitglied einen Brief an die dju schreiben, mit der selben Bitte, die die Petition formuliert:</p>
<blockquote><p>Darum fordern wir, die wir hier unterzeichnen, die Verhandlungspartner DJV und dju/verdi dazu auf, die &#8220;Gemeinsamen Vergütungsregelungen Tageszeitungen&#8221; nun nicht im Eilverfahren zu verabschieden, sondern die Abstimmung aufzuschieben und eine breite öffentliche Diskussion der Regelungen unter freien Journalistinnen und Journalisten zu ermöglichen und zu gestalten, z.B. über Veranstaltungen, Blogs, etc. Außerdem fordern wir, Anregungen und Vorschläge von freien Journalistinnen und Journalisten bei der internen Diskussion zu berücksichtigen.</p></blockquote>
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		<title>Geld für Texte im Internet: Die VG Wort stellt sich taub</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 11:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Verwertungsgesellschaft Wort versucht zum dritten Mal, Geld für Texte im Internet auszuschütten. Freiberufliche Autoren werden dabei unter Umständen doppelt übergangen – zugunsten der Verlage. Die VG Wort hat es in der Hand, das zu ändern. Doch sie tut es nicht. Ilja Brauns Text bei iRights.info: Die VG Wort stellt sich taub
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			<content:encoded><![CDATA[<p><span>Die Verwertungsgesellschaft Wort versucht zum dritten Mal, Geld für Texte im Internet auszuschütten. Freiberufliche Autoren werden dabei unter Umständen doppelt übergangen – zugunsten der Verlage. Die VG Wort hat es in der Hand, das zu ändern. Doch sie tut es nicht. Ilja Brauns Text bei iRights.info: </span><a href="http://www.irights.info/index.php?id=852" onfocus="blurLink(this);">Die VG Wort stellt sich taub</a></p>
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		<title>DRM und Trusted Computing: Was Dir gehört, gehört Dir nicht.</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 10:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Elektrische Reporter berichtet über die Einschränkungen, die Nutzer durch DRM hinnehmen müssen: Digitale Entmündigung: Was Dir gehört, gehört Dir nicht (Video am Ende des Beitrags). Ist sehr gut gemacht. Schon vor einiger Zeit hatte ich hier über Apples unsägliche Geschäftspolitik geschrieben.
Aus gegebenem Anlass veröffentliche ich hier im Blog noch einmal meinen Beitrag &#8220;Endlich sicher?&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Elektrische Reporter berichtet über die Einschränkungen, die Nutzer durch DRM hinnehmen müssen: Digitale Entmündigung: <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/180/">Was Dir gehört, gehört Dir nicht</a> (Video am Ende des Beitrags). Ist sehr gut gemacht. Schon vor einiger Zeit hatte ich hier <a href="http://immateriblog.de/?p=876">über Apples unsägliche Geschäftspolitik geschrieben</a>.</p>
<p>Aus gegebenem Anlass veröffentliche ich hier im Blog noch einmal meinen Beitrag &#8220;Endlich sicher?&#8221; über Trusted Computing, der 2004 in der ZEIT erschienen ist (Ausgabe 20/2004). Denn als ich Marios Video gesehen habe, ist mir aufgefallen, wie aktuell er noch ist:</p>
<h1><strong>Endlich sicher?</strong></h1>
<p><strong>Fast jede Woche gibt es neue Nachrichten über Würmer und Viren. Trusted Computing soll den PC besser gegen solche Angriffe schützen &#8211; aber es wird auch den Nutzer entmündigen.<span id="more-1119"></span></strong></p>
<p>Der Wurm der Woche heißt &#8220;Sasser&#8221;, und wie viele seiner Vorgänger hat er sich über eine Schwachstelle im Windows-Betriebssystem in Millionen Rechnern eingenistet. Für die Computerbenutzer sind die Desinfizierung des heimischen Rechners und das Laden des entsprechenden Sicherheits-Updates schon fast zur Routine geworden. Aber sie können auch von Glück reden, dass eine wirklich vernichtende Attacke der im Dunkeln agierenden Virenschreiber bisher ausgeblieben ist.</p>
<p>&#8220;Im Kampf der Mächte des Lichts mit den Mächten der Finsternis befinden wir uns in der Phase der Abenddämmerung&#8221;, sagt Ross Anderson. Aber der Professor am Computing Lab der englischen Cambridge University meint mit den &#8220;Mächten der Finsternis&#8221; nicht die Script-Kids, die Woche für Woche neuen infektiösen Programmcode ins Internet einschleusen, sondern das Establishment der Computerszene. Genauer gesagt die Firmen, die sich zu einem Industriekonsortium namens Trusted Computing Group zusammengeschlossen haben und mit &#8220;vertrauenswürdiger Computertechnik&#8221; die Rechner und Netzwerke sicherer machen wollen: Microsoft, Intel, IBM und AMD sind dabei, aber auch deutsche Firmen wie Siemens und Infineon &#8211; insgesamt mehr als fünfzig Unternehmen, die in der Computerbranche Rang und Namen haben.</p>
<p>Trusted Computing soll den Computer endlich zu einem Gerät machen, auf dessen reibungsloses Funktionieren man sich so verlassen kann, wie man es von der Waschmaschine und dem Fernseher her gewohnt ist. Abstürze und Fehlfunktionen durch malicious software, also bösartige Programme, sollen der Vergangenheit angehören, der unautorisierte Zugriff von außen soll unmöglich werden. Vor allem vernetzte Anwendungen wie Online-Banking oder E-Commerce will die Trusted Computing Group gegen Hacker und Betrüger schützen.</p>
<p>Technisches Herzstück des Trusted Computing ist das Trusted Platform Module (TPM). Das ist ein Chip, der fest mit dem Computer verbunden ist. Er enthält einen Software-Schlüssel, der den Rechner eindeutig identifizierbar macht.</p>
<p>Ein auf diese Art gesicherter Schlüssel macht zweierlei möglich. Zum einen kann die &#8220;Integrität&#8221; des Systems geprüft werden. Was, vereinfacht gesagt, bedeutet, dass jede Veränderung des Systems gegenüber seinem Urzustand festgestellt werden kann. Nichts kann mehr verändert werden, ohne dass der Besitzer zustimmt. Die zweite Funktion ist die so genannte Remote Attestation, also die &#8220;Überprüfung aus der Distanz&#8221;. Bei jedem Computer mit einem TPM kann über ein Datennetz, also auch das Internet, abgefragt werden, ob er sich in einem vorab definierten Zustand befindet: dass etwa keine Programme installiert wurden, um Passwörter auszuschnüffeln. Dann kann zum Beispiel der Systembetreuer einer Firma unbesorgt vertrauliche Daten an den Rechner des Mitarbeiters übertragen. Es kann aber auch ein Anbieter von Musik oder Filmen prüfen, ob ein Kunde seinen Computer nur in einer Art nutzt, die dem Anbieter gefällt &#8211; oder ob er etwa eine Software zum Kopieren von DVD-Filmen laufen lässt.</p>
<p>Einerseits kann TC also das Vertrauen des Nutzers in seinen Computer stärken. Der Rechner schlüge Alarm, wenn ein Programm versuchte, das System zu verändern &#8211; beispielsweise ein Dialer. Und mit der TC-Architektur können auf der Festplatte und im Arbeitsspeicher Segmente erzeugt werden, die so sicher abgeschottet sind, dass die darin gespeicherten Informationen anderen Programmen, vor allem Viren und Trojanern, nicht zugänglich sind.</p>
<p>Was bringt Kritiker wie Ross Anderson gegen dieses Sicherheitskonzept auf? Wenn Dritte von außen den Rechner überprüfen können, verändert sich das Prinzip des PCs grundlegend. Der ist bis heute eine &#8220;Universalmaschine&#8221;: Alles, was technisch mit ihm möglich ist, kann der Besitzer tun, wenn er die Kenntnisse dazu hat. Der Eigner hat also die oberste Kontrolle. Informatiker sprechen vom PC als einem &#8220;offenen System&#8221;. Im Gegensatz dazu sind geschlossene Systeme solche, die nur zu einem bestimmten Zweck gebaut werden. Sie sind so ausgelegt, dass sie nur tun, wofür sie bestimmt sind &#8211; etwa ein digitaler Fernsehempfänger oder eine Spielkonsole.</p>
<p>Eine Trusted Platform wäre eine Art Zwitter. Nicht ganz geschlossen, aber auch nicht mehr wirklich offen. Nach weltweiter Kritik von Daten- und Verbraucherschützern hat die Trusted Computing Group zwar inzwischen festgelegt, dass die Besitzer die Möglichkeit haben werden, den Schlüssel im TPM zu löschen. Dann könnte unter keinen Umständen mehr von außen kontrolliert werden, was auf dem Rechner passiert. Aber es stünden auch viele Funktionen nicht mehr zur Verfügung, die auf das TPM angewiesen sind. Eine Bank etwa könnte nach Abschalten des Moduls nicht feststellen, ob die Software des Bankkunden verändert wurde, etwa von einem Trojaner, der Passwörter ausspähen soll. Eine Bank könnte sich also weigern, mit solchen &#8220;unsicheren&#8221; Systemen Daten auszutauschen, und von Online-Kunden verlangen, dass deren Rechner jederzeit überwachbar bleibt.</p>
<p>Ross Anderson unterstellt den Herstellern von Hard- und Software, über Trusted Computing das so genannte digitale Rechte-Management (DRM) durchzusetzen, mit dem verhindert werden soll, dass digitale Inhalte unerlaubt kopiert und weitergegeben werden. &#8220;Die Industrie versucht, einen Chip in jeden Computer und jedes Mobiltelefon einzubauen, der als kleiner Polizeibeamter darauf achten soll, dass auf dem Computer nur von der Industrie genehmigte Programme laufen&#8221;, beschreibt Anderson die drohende Gefahr.</p>
<p>Trusted Computing würde in diesem Fall bedeuten: Die Anbieter von Inhalten geben ihre Daten nur noch an Computer weiter, denen sie vertrauen &#8211; die also nicht über Software zum Raubkopieren verfügen. Diese Gefahr sehen auch manche Industrievertreter, zum Beispiel Michael Waidner, Direktor des IBM Privacy Research Institute in Rüschlikon bei Zürich: &#8220;Jeder Kunde, der einen PC kauft, könnte die Funktion abschalten. Aber dann bekäme er die neuesten Hollywood-Produktionen nicht mehr.&#8221; Mit einem Trusted Platform Module allein könnte man eine solche Schnüffelei allerdings ohnehin nicht erreichen, sondern nur mit zusätzlichen Komponenten ? und mit einem &#8220;sicheren&#8221; Betriebssystem, das darauf aufbaut. Microsoft entwickelt unter dem Namen Next Generation Secure Computing Base (NGSCB) ein solches System. Gerold Hübner, bei Microsoft Deutschland für die Computersicherheit zuständig, schließt allerdings kategorisch aus, dass NGSCB genutzt werden wird, um zu überwachen, mit welchen Programmen die Nutzer welche Inhalte bearbeiten und ansehen. Dazu wäre eine zentrale Erfassung aller Programme nötig sowie eine Stelle, die der Software eine Art Unbedenklichkeitssiegel gibt. &#8220;Darüber denkt niemand nach&#8221;, sagt Hübner, &#8220;und wir werden uns dafür einsetzen, dass es so etwas nicht geben wird.&#8221;</p>
<p>Technisch möglich wäre eine solche Zentralaufsicht jedoch, und Microsoft selbst besitzt ein Patent, in dem ein entsprechendes System detailliert beschrieben wird. Die amerikanische Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation hat daher vorgeschlagen, einen owner override einzuführen: ein Verfahren, durch das Besitzer von Computern einen &#8220;vertrauenswürdigen&#8221; Zustand vortäuschen können. Der Anbieter von Film-Downloads etwa, bei dem sie sich anmelden, bekommt nicht die eigentlichen TPM-Daten zu sehen, sondern eine veränderte Fassung, die den Computer nach außen &#8220;unschuldig&#8221; aussehen lässt &#8211; damit wäre die externe Kontrolle faktisch unmöglich. Gleichzeitig aber würden die Sicherheitsvorteile für den Eigentümer bewahrt, er könnte die Integrität seines Rechners weiterhin prüfen.</p>
<p>Die Sicherheit in Firmennetzwerken wäre weiterhin gegeben. Denn nur der Besitzer des Computers könnte einen owner override vornehmen &#8211; der einzelne Mitarbeiter dagegen kann nichts verheimlichen. Ein Systemadministrator wäre in der Lage, stets zu kontrollieren, was für Programme auf den Rechnern innerhalb der Firma laufen.</p>
<p>Stefan Bechtold, Jurist an der Uni Tübingen und einer der besten Kenner der TC-Architektur, hält das owner override dennoch für keinen guten Ansatz ? zu viele Möglichkeiten des Trusted Computing gingen verloren. Er sorgt sich auch weniger um die Nöte von Datenschützern, sondern um ein wettbewerbspolitisches Problem: TC ermöglicht es prinzipiell, dass eine Firma, die ein neues Datenformat für elektronische Medien einführt, bestimmen kann, dass diese Daten nur noch mit ihren Programmen gelesen und bearbeitet werden können. &#8220;Ich glaube nicht, dass man dafür eine technische Lösung finden kann&#8221;, sagt Bechtold. Nötig sei ein Zusammenspiel von Technik und Recht &#8211; neue Gesetze sollten einen solchen Missbrauch von TC verhindern.</p>
<p>Diese Einschätzung teilt Andreas Neumann, ein Wettbewerbsrechtler an der Universität Bonn. Doch er weist auf grundsätzliche Schwierigkeiten hin: &#8220;Wenn in Netzwerkmärkten, die sich sehr schnell bewegen, etwa in der Computerbranche, mit Hilfe des Wettbewerbsrechts eingegriffen wird, ist es meistens zu spät.&#8221; Das zeigt das Verfahren, das die EU im Moment gegen Microsoft führt &#8211; dort geht es um Wettbewerbsverstöße von Programmen, die heute kaum noch jemand benutzt.</p>
<p>Bei Trusted Computing ist es vielleicht noch nicht zu spät für regulierende Eingriffe. Zwar sind schon jetzt in vielen Rechnern TC-Chips enthalten, aber die werden bisher nur genutzt, um zum Beispiel Passwörter sicher auf dem Rechner zu speichern. Erst Chips der zweiten Generation sollen zum Aufbau einer TC-Architektur genutzt werden. Über Microsofts neues Betriebssystem mit dem Tarnnamen Longhorn, das TC enthalten soll, wird seit Jahren spekuliert ? es wird frühestens 2006 auf den Markt kommen. &#8220;Aber wir gehen davon aus, dass es dort vorerst für den Privatanwender überhaupt keine Rolle spielen wird, sondern nur für Geschäftskunden, bei denen höhere Sicherheitsanforderungen erfüllt sein müssen&#8221;, sagt Gerold Hübner. In diesem Licht sei das Erfreuliche an der Debatte über Trusted Computing, dass sie so früh begonnen habe, findet der Wettbewerbsrechtler Neumann: &#8220;Microsoft hat noch kein Produkt auf dem Markt, aber wir haben schon seit einem Jahr die Diskussion, welche Auswirkungen das auf Wettbewerb und Verbraucher haben wird.&#8221;</p>
<p>Hier noch das Video des Elektrischen Reporters:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="180" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.elektrischer-reporter.de/FlowPlayer.swf?config= configFileName: 'http://www.elektrischer-reporter.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/elr/018/ELR_018.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/elr/018/ELR_018.jpg'" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="180" src="http://www.elektrischer-reporter.de/FlowPlayer.swf?config= configFileName: 'http://www.elektrischer-reporter.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/elr/018/ELR_018.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/elr/018/ELR_018.jpg'" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" quality="high"></embed></object></p>
<p style="text-align: center; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;"><a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/180/">Elektrischer Reporter – Digitale Entmündigung: Was Dir gehört, gehört Dir nicht</a></p>
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		<title>mediafon: BGH rammt Pflöcke gegen Total-Buy-out ein</title>
		<link>http://immateriblog.de/journalismus/mediafon-bgh-rammt-pflocke-gegen-total-buy-out-ein/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 21:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[angemessene Vergütung]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer guten Kurzanalyse der gerade veröffentlichten Urteilsbegründung des BGH zu Übersetzerhonoraren (PDF, 148 kb) schreibt mediafon, das Informations- und Beratungsangebot von ver.di, das Urteil werde &#8220;erhebliche Wirkung in anderen Medienbranchen entfalten&#8221;, denn
viele Sätze der Urteilsbegründung lesen sich, als seien sie ausdrücklich für die Total-Buy-out-Verträge geschrieben, die vor allem im Bereich von Zeitungen und Zeitschriften [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer <a href="http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4af9976903bf9&amp;akt=news_recht&amp;view=&amp;si=4af99ac4846f0&amp;lang=1">guten Kurzanalyse</a> der gerade veröffentlichten <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2009/11/BGH-I_ZR_38-07-Uebersetzerhonorare.pdf">Urteilsbegründung des BGH zu Übersetzerhonoraren</a> (PDF, 148 kb) schreibt mediafon, das Informations- und Beratungsangebot von ver.di, das Urteil werde &#8220;erhebliche Wirkung in anderen Medienbranchen entfalten&#8221;, denn</p>
<blockquote><p>viele Sätze der Urteilsbegründung lesen sich, als seien sie ausdrücklich für die Total-Buy-out-Verträge geschrieben, die vor allem im Bereich von Zeitungen und Zeitschriften inzwischen fast schon Standard geworden sind: <em>&#8220;Grundsätzlich&#8221;</em>, so heißt es zum Beispiel, sei <em>&#8220;allein ein an der tatsächlichen Nutzung des Werkes orientiertes Absatzhonorar angemessen&#8221;</em>. Zwar könnten auch Pauschalhonorare in diesem Sinne angemessen sein, <em>&#8220;dies setzt jedoch voraus, dass die Pauschalvergütung – bei objektiver Betrachtung zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses – eine angemessene Beteiligung am voraussichtlichen Gesamtertrag der Nutzung gewährleistet.&#8221;</em> Und das ist bei Total-Buy-out-Verträgen so gut wie nie der Fall.</p></blockquote>
<p>Wie fast jedes Jahr, seit 2002 das so genannte Stärkungsgesetz (die Novellierung des Urhebervertragsrechts) in Kraft getreten ist und damit der Anspruch auf eine angemessene Vergütung Gesetz geworden, haben die Journalistengewerkschaften für diesen Herbst angekündigt, es werde bald eine Einigung über die angemessene Vergütung erzielt sein (s. z.B. <a href="http://frei.djv-online.de/?p=589">hier</a>, letzter Absatz.) Man kann gespannt sein, was nun dabei herauskommt.</p>
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