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Morgen (Dienstag) werde ich beim Global Media Forum der Deutschen Welle in Bonn die Podiumsdiskussion Reaching out for the people – Climate change in social media moderieren.

Mit dabei: Der Brasilianer Bruno Rezende, der mit seinem Blog Coluna Zero den “Special Award Climate Change” der Best of Blogs (BOBs) gewonnen hat. Gemeinsam mit dem Wissenschaftler und Blogger Georg Hoffmann und der Forscherin und Expertin für Social Media Nina Heinze werden wir über die Rolle von Social Media in der Wissenschaft diskutieren. Dabei geht es um die Frage, ob sich das Social Web eignet, um wissenschaftliche Erkenntnisse über den Klimawandel transparenter zu machen, wie die Erfahrungen sind, was die Wissenschaft durch einen direkten Kontakt zu den Menschen im Social Web gewinnt und wie Internetnutzer davon profitieren können.

Die Konferenz ist natürlich nicht kostenlos, daher wird es sich für die wenigsten lohnen, für  diese Podiumsdiskussion zu kommen (wenn doch: Anmeldung), aber ich hoffe, es wird eine Dokumentation geben.

Die internationale Konferenz “Deutsche Welle Global Media Forum” (21. – 23. Juni) widmet sich in diesem Jahr dem Thema “The Heat is on – Climate Change and the Media”. Im Vordergrund steht dabei insbesondere die Frage nach der Rolle der Medien. Wie schaffen sie ein Bewusstsein für den Themenschwerpunkt Klimawandel? Inwieweit können die Medien so zu einem anderen Umgang mit Klimawandel und Klimaschutz beitragen? In über 40 Veranstaltungen und vielen internationalen Experten werden diese Fragestellungen untersucht und Lösungsansätze diskutiert. Das Deutsche Welle Global Media Forum findet seit 2008 mit wechselnden Schwerpunkten regelmäßig in Bonn statt.

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Das hat man davon, wenn Sendungen vier Wochen im Voraus produziert werden. Ich hatte völlig vergssen, dass gestern die Planet-Wissen-Sendung über “Neue Kommunikation – Weltweit vernetzt” ausgestrahlt wurde, in der ich zu Gast war. Außer mir waren Constanze Kurz und Christoph Teves in der Sendung, die ich aber leider während der Aufzeichnung nicht gesehen habe (ebenso wenig wie die Moderatoren), weil ich per Skype zugeschaltet war und sich das nicht so einrichten ließ, dass ich das Studio sehen konnte. War ziemlich anstrengend, stundenlang das Kamera-Lämpchen meines Monitors zu fixieren und so zu tun, als könne ich meine Gesprächspartner sehen.

In der Mediathek konnte ich die Sendung nicht finden (warum eigentlich nicht? Das ist eine koplette WDR-Produktion), und die Wiederholung lief heute Morgen um 8.20 Uhr…

P.S.: Bei meiner Beschreibung dort steht, dass ich iRights.info zusammen mit zwei Kollegen gegründet habe, aber es waren vier.

15 Volontärinnen und Volontäre der Evangelischen Journalistenschule haben ein Online-Magazin zum Thema Journalismus und Social Media produziert – in zweieinhalb Tagen.

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Bis auf die automatisierte Twitterschau (die auch nicht immer zuverlässig funktioniert), ist es hier in den vergangenen Wochen recht still gewesen. Dafür gibt es einen Grund: Zum fünften Mal habe ich an der  evangelischen Journalistenschule drei Wochen lang die so genannte „Lehrredaktion Online“ unterrichtet. (Dieses Mal zusammen mit dem großartigen Kollegen Peter Berger.) Read more

Mein Vortrag vom Publishers Forum am 26. April in Berlin ist jetzt bei Kress hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Es ist das gute Recht der Betreiber, damit so umzugehen, aber wie so oft zeigt sich, dass Autoren und Verlage nicht zwangsläufig die gleichen Interessen haben. Ich will ja, dass er gelesen werden kann (und ärgere mich darüber, dass alle Links jetzt zu Kress führen und man dort den Eindruck bekommt, der Vortrag steht nicht mehr zur Verfügung). Daher hier noch einmal der volle Text.

Newspaper man

Newspaper man at Germantown Ave and Creshiam Valley Drive. Early 90's. Scanned. (c) Ed Stevenson (http://www.flickr.com/people/estevenson/), CC by-nc 2.0

02.05.2010

Eine Hand voller Content

Seit etwas mehr als zehn Jahren unterrichte ich an Journalistenschulen, in Volontärskursen und an Universitäten Journalismus. Und obwohl es dabei in den allermeisten Fällen nicht um Ethik des Journalismus oder vergleichbar Grundsätzliches geht, sondern um so profane, praxisrelevante Themen wie Recherche oder Online-Journalismus, kommt doch immer wieder die Frage auf, welche Aufgabe der Journalismus hat oder haben sollte, welche Motivation Journalisten antreibt, ihren Job zu machen.

Darauf gibt es viele schlaue Antworten: Man kann vom Journalismus als der vierten Gewalt im Staat sprechen, die die anderen drei kontrollieren soll, von der Wächterfunktion, die er übernimmt, um in einem System der Checks and Balances dafür zu sorgen, dass die Gewaltenteilung funktioniert.

Man kann aber auch sagen, und manchmal tue ich das: Lesen Sie Rafik Schamis Buch “Eine Hand voller Sterne“, dann wissen Sie es. Read more

Hier die Folien zu meinem Vortrag, den ich gleich halte bei der so genannten “Bloggerreise” des Auswärtigen Amts, zu der 15 Blogger aus allen Teilen der Welt eingeladen sind. Vor mir waren bereits Robin Meyer-Lucht (Carta.info), Jan Mönikes ( www.moenikes.de ) und Jens Berger  (www.spiegelfechter.de) dran. Bin gespannt, ob ich noch etwas Neues beitragen kann. Bisher hat jedenfalls niemand zum Thema gemacht, dass citizen journalism in Deutschland schon seit Jahrzehnten existiert, nicht erst seit “dem Internet”.

Rob McKinnon stellt vor: OffeneDaten – ein Portal für offene Daten in Deutschland

McKinnon berichtet davon, dass in Großbritannien bereits drei Regierungsbehörden Open Hackdays veranstaltet haben, um von Hackern zu lernen, wie man Daten organisieren und zugänglich machen kann, die Hackern wiederum haben erfahren, welche Bedürfnisse Behörden haben.

Er kritisiert allerdings die bisher sehr restriktive Politik der EU, wenn es darum geht, tatsächlich Daten zur Verfügung zu stellen.

Kleine Linkliste zur Session mit Rob McKinnon über Open-Data-Projekte:

  • Free Risk: US-Site mit Informationen zur Kreditwürdigkeit (credit ratings)
  • Public Whip: Wahlverhalten der UK-Parlamentarier
  • Track Congress: Informationen über den US-Kongress
  • Meta-Seite: Wikipedia – Sammlung von Sites, die Gesetzgebungs- und andere Regierungsverfahren in vrschiebenen Ländern abbilden, indem sie relvante Dokumente zugänglich machen

Anatomy of Britain – herrliches Beispiel für Datenjournalismus, bevor es das Internet gab.

Morgen und übermorgen finden in Berlin die ersten deutschen Open Data Hackdays statt, bei der Projekte nicht nur vorgestellt, sondern auch entwickelt werden sollen.

Am 9. und 10. Juli wird in Hamburg die Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche stattfinden, bei der es ebenfalls einen Workshop zum Thema Open Government Data geben wird. Das Programm ist derzeit noch nicht veröffentlicht.

Hacks 4 Democracy – Open Data Hackday ist die Überschrift, unter der das Open Data Network seine Veranstaltung ankündigt, die einem BarCamp bzw. Hackathon ähnlich sein soll. Es wird darum gehen, Daten zu erschließen, auszuwerten, zu visualisieren und mit anderen Informationen zu mischen. “So entstehen neue Webseiten, Anwendungen und Prototypen für Transparenz und Partizipation”, wie es auf der Website heißt. Und weiter:

Mit dem Opendata Hackday “Apps 4 Democracy” wollen wir einen Beitrag dazu leisten Daten aus Politik und Verwaltung öffentlich zugänglich zu machen.

Die Veranstaltung soll dabei in erster Linie praxisorientiert sein:

Der Ideenwettbewerb ist eröffnet: Wer hat die besten Ideen für Webseiten / Apps / Visualisierungen / Mashups um die Daten der öffentlichen Verwaltung zugänglich zu machen und so dazu beizutragen Verwaltung und Regierung offen, transparent und bürgernah zu gestalten?

Und, wie der Gründer des Open Data Networks, Daniel Dietrich, in seiner Ankündigungsmail schreibt: “Caution: This event is “hands on” – if you prefer to talk about what could be done by others you might get lonely ;)

Hacks 4 Democracy – Open Data Hackday:
http://opendata.hackday.net/

Am 17. & 18. April 2010

Samstag, 17. April, in der Kalkscheune
Johannisstr. 2
10117 Berlin

Sonntag, 18. April, im Upstream – Agile
Adalbertstrasse 7-8
10999 Berlin

Der Open Data Hackday wird gefolgt vom Open Democracy Camp, das am on 8. & 9. Mai stattfinden wird, ebenfalls in Berlin.

Da kann man gespannt sein, welche neue Dynamik das Thema jetzt bekommen wird, welche Daten zur Verfügung stehen und was damit gemacht werden kann.

Wie kann der Journalismus in Zukunft noch bezahlt werden? Diese Frage stellt sich Brigitte Baetz in ihrem Beitrag, der gestern im Deutschlandfunk lief:

Journalismus ist nicht länger ein Handwerk, das ein ausreichendes Einkommen garantiert. In großem Ausmaß werden Stellen gestrichen, werden die Honorare für freie Journalisten gekürzt. Weniger Personal bedeutet aber meist auch: weniger Qualität. Denn Journalismus ist arbeitsintensiv.

Anhören und druchlesen bei DRadio.de.

Begrenzter-Journalismus

Gerade ist beim Mainzer Mediendisput die Studie Begrenzter Journalismus (PDF, 1,2 MB) erschienen und wird wohl auch angeregt diskutiert, wie ZEIT online berichtet. Demnach hat sich Kurt Beck dafür ausgesprochen, Qualitätsjournalismus zu fördern. Wie, das hat er (natürlich) offen gelassen. (Christiane Schulzki-Haddouti hatte mich für die Studie befragt.)

Interessant in dem Zusammenhang der Hinweis, dass ich am kommenden Montag auf einer Podiumsdiskussion des Instituts für Medien- und Kommunikatiosnpolitik (IfM) zusammen mit Christoph Keese und Markus Beckedahl über das Leistungsschutzrecht diskutieren werde. Etwas ärgerlich ist, dass es unter der Überschrift >Die “Hamburger Erklärung” gegen das “Internetmanifest”< angekündigt ist und auch so verstanden wird. Ich habe allerdings nichts mit dem Internetmanifest zu tun.

doc-imageIm März hatte das Internationale Institut für Journalismus von InWEnt die Konferenz Election Times: Harnessing the power of new media veranstaltet. Nancy Scola und Harry Dugmore haben zwei sehr interessante Keynote Speeches gehalten, anschließend habe ich die Diskussionsrunde moderiert.  Nun ist die 52 Seiten starke Dokumentation (PDF, 1,1 MB) erschienen. Sehr gut gemacht, mit den Keynotes von Scola (From ballot casters to collaborators) und Dugmore (Africa rules okay – a short message on African elections and new media) und einem Transkript derDiskussion.

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