Aha. Und wie es aussieht, wird es schwer sein, diesem “Service”, von dem Twitter auch schreibt: “We hope to use this data to provide better and more relevant content to you over time”, zu entkommen. Eine schöne Formulierung: “we hope to use this data…”

Es wird auch interessant sein zu sehen, was das für Dienste wie Bit.ly und Ow.ly bedeutet.

Das Zitat stammt aus einer Mail, die Twitter letzte Nacht (CET) an seine Nutzer verschickt hat. Hier komplett:

Hi @spielkamp,

Over the coming weeks, we will be making two important updates that will impact how you interact with Twitter applications. We are sending this notice to all Twitter users to make sure you are aware of these changes.

What are applications?

There are over 250,000 applications built using the Twitter API. To use most applications, you first authorize the application to access your Twitter account, after which you can use it to read and post Tweets, discover new users and more. Applications come in many varieties, including desktop applications like TweetDeck, Seesmic, or EchoFon, websites such as TweetMeme, fflick, or Topsy, or mobile applications such as Twitter for iPhone, Twitter for Blackberry, or Foursquare.

Update 1: New authorization rules for applications

Starting August 31, all applications will be required to use “OAuth” to access your Twitter account.

What’s OAuth?

  • OAuth is a technology that enables applications to access Twitter on your behalf with your approval without asking you directly for your password.
  • Desktop and mobile applications may still ask for your password once, but after that request, they are required to use OAuth in order to access your timeline or allow you to tweet.

What does this mean for me?

  • Applications are no longer allowed to store your password.
  • If you change your password, the applications will continue to work.
  • Some applications you have been using may require you to reauthorize them or may stop functioning at the time of this change.
  • All applications you have authorized will be listed at http://twitter.com/settings/connections.
  • You can revoke access to any application at any time from the list.

Update 2: t.co URL wrapping

In the coming weeks, we will be expanding the roll-out of our link wrapping service t.co, which wraps links in Tweets with a new, simplified link. Wrapped links are displayed in a way that is easier to read, with the actual domain and part of the URL showing, so that you know what you are clicking on. When you click on a wrapped link, your request will pass through the Twitter service to check if the destination site is known to contain malware, and we then will forward you on to the destination URL. All of that should happen in an instant.

You will start seeing these links on certain accounts that have opted-in to the service; we expect to roll this out to all users by the end of the year. When this happens, all links shared on Twitter.com or third-party apps will be wrapped with a t.co URL.

What does this mean for me?

  • A really long link such as http://www.amazon.com/Delivering-Happiness-Profits-Passion-Purpose/dp/0446563048 might be wrapped as http://t.co/DRo0trj for display on SMS, but it could be displayed to web or application users as amazon.com/Delivering- or as the whole URL or page title.
  • You will start seeing links in a way that removes the obscurity of shortened links and lets you know where each link will take you.
  • When you click on these links from Twitter.com or a Twitter application, Twitter will log that click. We hope to use this data to provide better and more relevant content to you over time.

Thanks for reading this important update. Come and check what’s new at http://twitter.com.

Thanks,
The Twitter Team

Das Buch liegt bereits seit Monaten auf dem Tisch, aber wie es eben leider oft so ist – mir ist etwas dazwischen gekommen auf dem Weg zur Rezension. Die hat aber inzwischen zum Glück Philipp Albers für die Sendung Breitband in Deutschlandradio Berlin geliefert (auch schon wieder mehr als eine Woche her…):

Die digitale Explosion konfrontiert uns seit Jahren mit einem regelrechten Daten-Tsunami. Die Suchmaschinen sind es, die uns helfen, diesen Tsunami zu beherrschen. Das Verheerende: Was wir über die Welt wissen, erfahren wir fast immer durch Google. Anders gesagt: Was Google nicht findet, existiert für viele Menschen nicht. Mit dieser Situation und ihren Implikationen beschöftigen sich Medientheoretiker, Kulturwissenschaftler, Soziologen und Politologen im Sammelband “Deep Search – Politik des Suchens jenseits von Google”.

  • Konrad Becker / Felix Stalder (Hrsg.): “Deep Search: The Politics of Search beyond Google”, StudienVerlag & Transaction Publishers, Wien 2009. 216 Seiten, 24,90 €

deutsche Ausgabe:

  • Konrad Becker/ Felix Stalder (Hrsg.): “Deep Search: Die Politik des Suchens jenseits von Google”, Studienverlag & Transaction Publishers, Wien 2009. ca. 220 Seiten, 24,90 €
Das Buch liegt bereits seit Monaten auf dem Tisch, aber wie es eben leider oft so ist – mir ist etwas dazwischen gekommen auf dem Weg zur Rezension. Die hat aber inzwischen zum Glück Philipp Albers für die Sendung Breitband in Deutschlandradio Berlin geliefert (auch schon wieder mehr als eine Woche her…):
Die digitale Explosion konfrontiert uns seit Jahren mit einem regelrechten Daten-Tsunami. Die Suchmaschinen sind es, die uns helfen, diesen Tsunami zu beherrschen. Das Verheerende: Was wir über die Welt wissen, erfahren wir fast immer durch Google. Anders gesagt: Was Google nicht findet, existiert für viele Menschen nicht. Mit dieser Situation und ihren Implikationen beschöftigen sich Medientheoretiker, Kulturwissenschaftler, Soziologen und Politologen im Sammelband “Deep Search – Politik des Suchens jenseits von Google”.
Konrad Becker / Felix Stalder (Hrsg.): “Deep Search: The Politics of Search beyond Google”, StudienVerlag & Transaction Publishers, Wien 2009. 216 Seiten, 24,90 €
deutsche Ausgabe:
Konrad Becker/ Felix Stalder (Hrsg.): “Deep Search: Die Politik des Suchens jenseits von Google”, Studienverlag & Transaction Publishers, Wien 2009. ca. 220 Seiten, 24,90 €
Hier der Beitrag zum Anhören:
Hier der Beitrag zum Anhören:

Die MP3 zum Runterladen (3,4 MB)

Der Elektrische Reporter berichtet über die Einschränkungen, die Nutzer durch DRM hinnehmen müssen: Digitale Entmündigung: Was Dir gehört, gehört Dir nicht (Video am Ende des Beitrags). Ist sehr gut gemacht. Schon vor einiger Zeit hatte ich hier über Apples unsägliche Geschäftspolitik geschrieben.

Aus gegebenem Anlass veröffentliche ich hier im Blog noch einmal meinen Beitrag “Endlich sicher?” über Trusted Computing, der 2004 in der ZEIT erschienen ist (Ausgabe 20/2004). Denn als ich Marios Video gesehen habe, ist mir aufgefallen, wie aktuell er noch ist:

Endlich sicher?

Fast jede Woche gibt es neue Nachrichten über Würmer und Viren. Trusted Computing soll den PC besser gegen solche Angriffe schützen – aber es wird auch den Nutzer entmündigen. Read more

Bei netzpolitik gibt es ein gutes Interview mit Rüdiger Weiss zum Thema. Ich hatte vor mehr als zwei Jahren einen Beitrag für brand eins dazu geschrieben. Die schlimmsten Befürchtungen (”Berufsverbot für eine ganze Branche”) sind nun nicht eingetreten, aber man kann sagen: nur dank der Klarstellungen des Verfassungsgerichts.

Wenn da mal nicht der Bock zum Gärtner gemacht wird:

Liebe Medienpartner,

bereits vergangene Woche fanden die 3. Berliner Sicherheitstage statt. Im Rahmen dieser Diskussionsrunde sprach sich die GVU für öffentliche-private Partnerschaften zur Etablierung von Kompetenzzentren für Internetkriminalität bei den Strafverfolgungsbehörden aus.

Das scheibt die GVU, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V., in einer Pressemitteilung. Und weiter:

Fehlende Mittel, zu wenig Mitarbeiter, zu viele unterschiedliche Aufgabenbereiche beklagten unisono die Teilnehmer der 3. Berliner Sicherheitsgespräche aus Polizei, Staatsanwaltschaft, Politik und Wirtschaft am 26. Januar. Bei Online-Straftaten seien zunehmende Reaktionsunfähigkeit des Rechtsstaats und reine Kriminalitätsverwaltung die Folgen, lautete die erschreckende Bilanz aus den Reihen der Strafverfolgungsbehörden. “Eine wirksame Bekämpfung der Internetkriminalität erfordert die Schaffung von Kompetenzzentren bei Polizei und Justiz sowie die feste Verankerung von Internet-Fachwissen in der dortigen Aus- und Weiterbildung”, resümiert daher auch Dr. Matthias Leonardy, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU), die Diskussionsrunde zum Thema Der virtuelle Tatort. Nur so könne die quantitative und qualitative Überlastung der Dienststellen bei Internetfällen aufgefangen werden, führt Leonardy weiter aus. Dafür erachtet der GVU-Geschäftsführer die Wirtschaft als natürlichen und notwendigen Partner und schlägt eine Public Private Partnership gegen Internetkriminalität vor.

Wieso werde ich immer ganz furchtbar misstrauisch, wenn es ein “Public-Private-Partnership” bei der Strafverfolgung geben soll (ohnehin schon eine sehr zweifelhafte Einrichtung), und der “private” Parter ganz eindeutige Interessen vertritt, die nicht immer (nur) darin bestehen, das geltende Recht durchzusetzen?

Dass dabei nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht, ist bekannt und dokumentiert. Nun kann es immer mal vorkommen, dass Fehler passieren, wobei die GVU schon zu oft Mist gebaut hat, um noch daran zu glauben, dass das alles nur Unachtsamkeiten sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Prinzip, eine private Interessenvetretung zu einem Gutachter in Strafverfahren zu machen, natürlich eine Aushöhlung des Rechtsstaats bedeutet. Das hat auch das Langericht Kiel erkannt. Wollen wir hoffen, dass es Justizministerium und Strafverfolgungsbehörden auch so sehen.

(Und von dem unsäglichen Bilogismus-Ideologie-Dummgeschwätz der Mitteilung will ich gar nicht erst anfangen…)

Mit einem interessanten Fall muss sich nun die Bochumer Polizei herumschlagen, wie Spiegel Online berichtet.

Ist ja nett: Das Medienhandbuch hat das Buch “Unerkannt im Netz. Sicher kommunizieren und recherchieren im Internet” besprochen (schon am 30. Oktober, aber ich habe es jetzt erst gesehen): Buchkritik: Die Top 10 für diskretes Kommunizieren im Internet exklusiv | medienhandbuch.de

Letzter Satz: “Am Ende des Buches schenkt der Autor dem Leser dann noch zwei „Sahnehäubchen“ in Form einer „Top 10 für diskretes Kommunizieren“ und eines Gastbeitrages von Matthias Spielkamp mit dem Titel „Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt?“.”

Den Beitrag gibt’s übrigens komplett hier im Blog.

Die neue Message – Internationale Zeitschrift für Journalismus ist frisch am Kiosk. In jeder Message gibt es eine Beilage namens “Werkstatt“, die auf besonders praxisnahe Weise journalistisches Handwerk vermitteln soll. Die aktuelle Ausgabe steht unter der Überschrift

KEINE SPUREN HINTERLASSEN!Wie Sie als Journalist Ihre Recherche und Ihre Informanten online wie offline vor dem Zugriff des Staates oder privater Detektive schützen können, zeigt Ihnen unsere aktuelle Message-Werkstatt.     

Die Texte sind gekürzte Fassungen der Beiträge des Buches “Unerkannt im Netz – Sicher kommunizieren und recherchieren im Internet” von Peter Berger, in dem auch ein Beitrag von mir erschienen ist – zum Thema “Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt?” Der Verlag, UVK, hat mir erlaubt, den Text im Blog zu veröffentlichen. Was ich hiermit mache. Das soll natürlich niemanden daran hindern, die neue Message und/oder das Buch zu kaufen. Denn da steht ja noch viel mehr Interessantes drin.Na dann: Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt? Read more

Natürlich wird netzpolitik.org ohnehin eine Million Mal mehr gelesen als mein Immateriblog. Dennoch könnte es ja sein, dass es der eine oder die andere meiner LeserInnen noch nicht kennt. Daher möchte ich darauf hinweisen, welche tolle Berichtrstattung Markus Beckedahl (und Konsorten) zu ACTA, Telekom-Paket und BKA-Gesetz machen. Das ist ganz groß.

Passt sehr gut zum Eintrag vom 15.8. zum Buch “Unerkannt im Netz – Sicher kommunizieren und recherchieren im Internet”: Die FTD hat ein Dossier veröffentlicht zum Thema Industrie- und Wirtschaftsspoionage:

Im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Wirtschaftsspionage rüsten deutsche Konzerne massiv auf. Sie spannen Ex-Geheimdienstler und Profi-Ermittler ein – und scheren sich nicht immer um Recht und Gesetz. Angriff ist die beste Verteidigung, lautet die Devise.

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