Mär
5
iRights.info: Was kauft man, wenn man ein E-Book kauft?
Filed Under AGB, DRM, E-Books, Publizieren, Urheberrecht, Verbraucherschutz, Verlage, digitales Publizieren | Leave a Comment
Ilja Braun hat sich der Frage angenommen, was Verlage E-Book-Käufern (sind es überhaupt “Käufer”?) vorschreiben wollen, was davon rechtens ist, wie’s in der Frage weitergeht. Hier sein Ergebnis.
Nov
17
Open Access fördern oder das Urheberrecht wahren?
Filed Under GoogleBooks, Open Access, Publizieren, Urheberrecht, Wissenschaft, digitales Publizieren | 1 Comment
Wer die Überschrift liest und einen Schrecken bekommt, weil er denkt, ich habe jetzt auch den Heidelberger Appell unterzeichnet, der kann beruhigt sein. Ich habe die sinnlose Gegenüberstellung nur verwendet, weil die WELT es auch macht:
Beam me up, Scotty, there’s no intelligent life on this planet.
Eigentlich hatte Hendrik Werner einen erstaunlich differenzierten Artikel über die Petition zu Open Access geschrieben – und dann haut ihm die (Online-)Redaktion diese idiotische Umfrage in die Seite. Klick mich oder ich schlag Dich. An Werners Stelle würde ich die Kollegen mal schnell ins Gebet nehmen.
Ich erspare mir jetzt zu erläutern, warum niemandes Urheberrechte in Gefahr sind, der seine Werke Open Access zugänglich macht. Das habe ich oft genug getan. Wer’s nicht weiß, aber interessiert ist, der lese den Wikipedia-Eintrag.
Ach ja: Hier geht’s zur Petition.
Nov
15
Jason Calacanis: Wenn ich Yahoo wäre… Oder: Wie man Google Konkurrenz macht, ohne nach dem Staat zu schreien
Filed Under Economics, Internet Governance, Internet-Regulierung, Journalismus, Leistungsschutzrecht, Lobbyismus, Publizieren, Verlage, digitales Publizieren | 4 Comments
Ich finde, das hat was: Internet-Unternehmer – turned Blogger – turned Suchmaschinenbetreiber – turned Vodcaster Jason Calacanis skizziert ein Szenario, in dem Verleger geschlossen mit Bing (oder Yahoo) verhandeln, dass ihre Inhalte dort gegen Gebühr indexiert werden.
Gleichzeitig wird Google blockiert. Wer will die Suchmaschine nutzen, bei der er dann die Inhalte der New York Times, von CNN und der Washington Post nicht mehr findet? Wenn das erstmal gelungen ist, kann man auch von Google Geld eintreiben.
Ich wäre für Hinweise dankbar, warum ich das nicht gut finden soll. Denn im Moment sehe ich nur den Charme dieser Strategie: Googles Konkurrenz zu stärken, um sich in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen. Genau das soll ja eine Marktwirtschaft mit Konkurrenz ermöglichen. Und die Debatte um ein Leistungsschutzrecht können sich die Verleger damit auch klemmen.
Ist schon klar: Die Verlage würden zunächst sehr viel Traffic verlieren, denn z.B. in Deutschland ist der Marktanteil von Bing und Yahoo verschwindend gering. Aber bei dem, was auf dem Spiel steht, halte ich es für denkbar, dass sich genug zusammenschließen. Allerdings würde schon ein prominenter Ausreißer, wie Spiegel Online, die Erfolgsaussichten sehr schmälern. Und auch das wäre Marktwirtschaft…
Nun gut: Jeff Jarvis ist der Ansicht, dass die Strategie aus dem Grund, den ich auch genannt habe (die Konkurrenz unter den News-Anbietern) niemals funktionieren wird. Außerdem verliere Google so gut wie gar nichts, da in den ersten Treffern der Suche Verlagsangebote kaum eine Rolle spielen. Und nicht zuletzt (so habe ich in Gesprächen in den letzten Tagen auch schon häufiger argumentiert) kann man Seiten hochziehen, die Verweise anbieten, die wiederum von Google indexiert werden. Ich will mich auch gar nicht dazu versteigen zu behaupten, dass das funktionieren kann. Allerdings denke ich schon, dass die Aufmerksamkeit, die der Google-Konkurrenz zukommen würde, recht groß wäre.
Hier noch eine gute Zusammenfassung von Netzökonom Holger Schmidt.
Nov
10
“Reboot_D: Digitale Demokratie – Alles auf Anfang” – aber nicht für mobile Lesegeräte
Filed Under Bücher, In eigener Sache, Publizieren, digitales Publizieren, eBook | Leave a Comment
Ich habe heute folgenden Kommentar bei netzpolitik zur Meldung geschrieben, dass das Buch Reboot_D: Digitale Demokratie – Alles auf Anfang, herausgegeben von Ulrike Reinhard und Hendrik Heuermann, nun erhältlich ist:
Schön, dass das Buch unter CC zur Verfügung steht. Interessant ist, dass das PDF so lausig strukturiert ist, dass man es unmöglich für einen eReader tauglich machen kann. Es ist vielleicht Kritik an die falsche Adresse, weil das wahrscheinlich alles LowBudget ist, aber gerade bei solchen Projekten sollte man das bedenken. Es sei denn, es ist bedacht worden: als DRM…
Die DRM-Bemerkung war nur halb ernst gemeint, aber immerhin hätte es eine Motivation gegeben, die ich nicht unbedingt verwerflich gefunden hätte: bei einem Dual-Licensing-Modell dafür zu sorgen, dass das Buch einen größeren Nutzen hat. Ulrike Reinhard sagt mir aber, dass das nicht der Fall ist, sondern (wie ich ja auch vermutet hatte) der Tatsache geschuldet ist, dass sich niemand damit auskennt und auch keiner dran gedacht hatte. Jedenfalls würde sie es gern auch als eBook-Format anbieten, weiß aber nicht, wie.
Ich weiß es auch nicht, sondern nur, dass die zum PDF gemachte Quark-Xpress-Version einen ganz tollen Formatierungszauber hinlegt:
Aber es wäre doch gelacht, wenn man Ulrike nicht helfen könnte, oder? Tipps und sachdienliche Hinweise bitte in den Kommentaren! Und vorab schon mal vielen Dank.
Nov
9
Rupert Murdoch: There’s not enough advertising in the world to go around to make all the websites profitable.
Filed Under Journalismus, Urheberrecht, digitales Publizieren | 1 Comment
Rupert Murdoch hat Sky News in Australien ein Interview gegeben. Darin sagt er einige interssante Dinge, z.B. dass seine Websites unter Umständen beginnen werden, Google per Robots Exclusion Standard (”robots.txt”) auszuschließen (bei ca. 4:00 min.). Außerdem sagt er:
There’s not enough advertising in the world to go around to make all the websites profitable.
(via H.E. Martin)
Ja, da hat er wohl recht. Daraus allerdings den Schluss zu ziehen (nach dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf), es gibt genug Menschen, die bereit sind für das zu bezahlen, was seine Medien anbieten, ist meiner Einschätzung nach überraschend einfältig. Ohnehin muss ich sagen, dass Murdoch seinen Mythos als visionärer Mogul, der die Richtung der Nachrichtenindustrie im Alleingang zu bestimmen vermag, in diesem Interview sehr wirkungsvoll dekonstruiert. Dazu auch noch einmal der Hinweis auf Michael Wolffs fantastisches Murdoch-Portrait in Vanity Fair (Rupert to Internet: It’s War!).
Nov
3
Bodo Hombach gegen Leistungsschutzrecht für Verlage
Filed Under Internet-Regulierung, Journalismus, Leistungsschutzrecht, Lobbyismus, Urheberrecht, Verlage, digitales Publizieren | 2 Comments
Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, hat sich gegen ein Leistungsschutzrecht für Verlage ausgesprochen. In seiner Rede für die Münchner Medientage sagte er:
Ein lebendiger Markt ist gelebte Diversifizierung. Interessanterweise ist er besonders den Wirtschaftsvertretern zuwider, die ihn in jeder Talkshow vehement fordern. Sonst würden sie nicht ständig versuchen, durch Preisabsprachen und Fusionen die Diversifizierung des Marktes und seiner Kräfte auszuhebeln.
Diese Aussage kann nur so verstanden werden, dass Hombach ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage ablehnt, da dieses den freien Markt, den er beschwört, empfindlich beschränken würde.
(Disclaimer: Es gibt ihn selbstverständlich nicht, den freien Markt, von dem Hombach fabuliert. Aber den Widerspruch zwischen Hombachs Aussage und der Forderung nach staatlicher Protektion durch ein Leistungsschutzrecht, den gibt es trotzdem.)
Nov
2
Twitter-Liste zu Urheberrecht
Filed Under AGB, Abmahnungen, DRM, GoogleBooks, In eigener Sache, Leistungsschutzrecht, Open Access, Urheberrecht, Verwertungsgesellschaften, angemessene Vergütung, digitales Publizieren | Leave a Comment
Bin endlich dazu gekommen, eine Twitter-Liste zum Thema Urheberrecht zu erstellen. Vorschläge für weitere Twitterer bitte hier in den Kommentaren. Danke!
Nov
1
JournalistInnen in der Aufmerksamkeitsökonomie – The Sequel…
Filed Under AGB, Arbeit2.0, Creative Commons, Journalismus, Publizieren, Urheberrecht, digitales Publizieren | 1 Comment
Na, besser hätte es gar nicht laufen können. Gestern habe ich beim kontext-Stipendiatentreffen einen Vortrag darüber gehalten, wie man das Netz nutzt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Der Vortrag ist gut angekommen und es gab eine sehr spannende Diskussion, die länger als eine Stunde gedauert hat – was zeigte, dass das Thema die Kolleginnen und Kollegen wirklich beschäftigt.
Selbstverständlich habe ich die Slides veröffentlicht, damit sich alle in Erinnerung rufen können, worüber wir gesprochen haben.
Und bis heute um 18 Uhr gab’s bereits acht Erwähnung anderer Twitterer, darunter einige mit Folower-Zahlen, die in Deutschland als sehr hoch gelten dürfen (UPDATE: Nachdem nun noch einige hinzu gekommen sind, habe ich die Tabelle aktualisiert und werde das auch weiter tun, wenn es mehr Erwähnungen werden – nicht bis in alle Ewigkeit, aber so lang ist die Halbwertzeit dann ja auch wieder nicht):
| Twitter-Name | Follower |
|---|---|
| mediummagazin | 3344 |
| Askowronek | 1283 |
| pstawowy | 1016 |
| hemartin | 981 |
| KarolaRiegler | 964 |
| mobilefriend | 765 |
| bibliothekarin | 394 |
| dingstweets | 325 |
| DJV_RLP | 216 |
| morphem | 109 |
| gesamt | 9397 |
(Habe zum ersten Mal das Tabellen-Plugin WP-Table Reloaded verwendet. Keine Ahnung, ob und wie man Links einfügen kann, daher sind die Twitter-Namen nicht aktiv.)
Okt
31
JournalistInnen in der Aufmerksamkeitsökonomie: Wie nutzt man Weblog, Twitter & Creative Commons?
Filed Under AGB, Arbeit2.0, Creative Commons, Journalismus, Publizieren, Urheberrecht, digitales Publizieren | 3 Comments
Beim Stipendiatentreffen des Vereins kontext habe ich heute einen Vortrag gehalten über die Frage, wie Journalistinnen und Journalisten Social Media und Creative Commons nutzen kann, um sich selbst besser zu positionieren und von Auftraggebern unabhängig zu machen. Die Präsentation allein ist sicher wenig verständlich (ich habe leider vergessen, dass man das ganze auch auf Video hätte aufnehmen können), aber ich wollte sie zumindest für diejenigen zur Verfügung stellen, die dabei waren. Und wenn auch andere etwas interessantes darin finden, umso besser. Hier also die Slides zum Durchklicken, und natürlich auch als PDF zum Download (5,8 MB).
Okt
25
Video-Aufzeichnung der Diskussionsveranstaltung zu Open Access online
Filed Under Bücher, Open Access, Publizieren, Urheberrecht, Veranstaltungen, Verlage, Wissenschaft, digitales Publizieren | 2 Comments
Am vergangenen Montag habe ich Auftaktveranstaltung zur internationalen Open-Access-Woche in München (Open Access – eine Option für alle Wissenschaftsbereiche?) moderiert. Dort diskutierten Gudrun Gersmann, Historikerin vom Deutschen Historischen Institut in Paris, Gerhard Lauer, Literaturwissenschaftler der Universität Göttingen,
Rainer Jonas, Biowissenschaftler vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, Joachim Wambsgans, Astronom der Universität Heidelberg und Anke Beck, Vice President Publishing beim Verlag Walter deGruyter.
Inzwischen sind die Videos der Diskussion online.







