Mär
5
iRights.info: Was kauft man, wenn man ein E-Book kauft?
Filed Under AGB, DRM, E-Books, Publizieren, Urheberrecht, Verbraucherschutz, Verlage, digitales Publizieren | Leave a Comment
Ilja Braun hat sich der Frage angenommen, was Verlage E-Book-Käufern (sind es überhaupt “Käufer”?) vorschreiben wollen, was davon rechtens ist, wie’s in der Frage weitergeht. Hier sein Ergebnis.
Dez
14
Ergänzende Mitteilung für Autoren, Verleger und andere Bücher-Rechteinhaber zum Google-Buch-Vergleich
Filed Under E-Books, GoogleBooks, Verlage, eBook, internationale Abkommen | 1 Comment
Nach drei Wochen on the road ist es nicht immer leicht einzsuchätzen, was denn nun wirklich neu ist (vor allem, wenn diejenigen, die News veröffentlichen, kein Datum angeben), aber wenn ich mich nicht täusche, ist die Ergänzende Mitteilung für Autoren, Verleger und andere Bücher-Rechteinhaber zum Google-Buch-Vergleich (PDF, 160 kb) gerade erst erschienen.
Das Wichtigste:
Diese Ergänzende Mitteilung soll nicht die ursprüngliche Mitteilung ersetzen, sondern sie nur ergänzen.
Diese Ergänzende Mitteilung erläutert:
1) Die inhaltlichen Änderungen des Ursprünglichen Vergleichs,
2) Ihre Rechte unter dem Geänderten Vergleich (siehe diese Ergänzende Mitteilung Seite 5), und
3) Das Datum der Fairness-Anhörung, die anberaumt wurde, um festzustellen, ob der Geänderte Vergleich die endgültige Zustimmung erhalten sollte (siehe diese Ergänzende Mitteilung Seite 6).
WICHTIGE AKTUALISIERUNG: Der Stichtag für die Anmeldung von Büchern und Beilagen zur Barzahlung wurde vom 5. Januar 2010 auf den 31. März 2011 verschoben. Der Stichtag zur Entfernung von Google wurde vom 5. April 2011 auf den 9. März 2012 verschoben. (Der Stichtag zur Entfernung hinsichtlich der digitalen Kopien für Bibliotheken bleibt beim 5. April 2011).
Leider habe ich gerade keine Zeit, mir das Dokument genauer anzusehen, aber es werden sicher im Laufe der kommenden Tage etliche Einschätzungen veröffentlicht werden. Hier ist das englische Original (PDF, 160 kb).
Okt
14
Leseempfehlungen
Filed Under Bücher, DRM, E-Books, GoogleBooks, Journalismus, Publizieren, Urheberrecht, Verlage, digitales Publizieren, eBook | 1 Comment
Für diejenigen, die mir nicht bei Twitter folgen, eine Liste meiner Lesempfehlungen (gibt’s für sowas ein Tool oder einen Dienst? – Hinweise bitte in den Kommentaren):
- Zur Zerstörung der Buchbranche bedarf es keiner neuen Medien: Thalia besorgt das auf seine Weise (via @literaturcafe)
- @literaturcafe – Sehr interessante Zusammenfassung zur Tools of Change Frankfurt
- @klischka über 30 Jahre Usenet Interessant dazu: Google’s Abandoned Library of 700 Million Titles
- Pamela Samuelson: Google Books Is Not a Library (via @johanoomen @Ulixtwit) – als Antwort auf Sergey Brins A Library to Last Forever (NYT, Anmeldung erforderlich)
- Tolle Übersicht über eReader
- Condé Nast’s Executive on Why the Company Closed Four Magazines (Es wird geschlossen, was weniger als 25 Prozent Marge einfährt – es ist wohl doch nicht nur das Internet, das den Journalismus zerstört…)
Okt
5
Nach der Diskussion ist vor der Diskussion
Filed Under E-Books, GoogleBooks, Open Access, Publizieren, Urheberrecht, Veranstaltungen, Verlage, digitales Publizieren, eBook | 4 Comments

Gabriele Beger, Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands und Direktorin der Staatsbibliothek Hamburg, auf dem Podium "Zwischen Daseinsvorsorge und Monopolbildung: Wie regeln wir den Zugang zu Wissen?" Rechts Arnd Haller, Jutsiziar bei Google, links icke. (Foto: stephan-roehl.de)
Die Tagung zum Google Settlement ist vorbei. Sie war ein großer Erfolg (etwa 200 Besucher, viele Medienvertreter anwesend, viel Lob von den Anwesenden) und ein kleiner Misserfolg (man ist nicht viel schlauer als vorher). Ob man den Misserfolg des mangelnden Erkenntnisgewinns hätte verringern können, ist immer schwer zu beantworten. Die Veranstaltung war absichtlich als das Gegenteil einer Expertendiskussion konzipiert, da bleiben Details zwangsläufig, aber eben auch notwenig auf der Strecke. Und die Komplexität eines solchen Themas an einem Tag voller Diskussionen zugleich durchdringen und zugleich vermitteln zu wollen, wäre ohnehin Hybris.
Aber ich hoffe, dass wir mit einem Ziel erfolgreich gewesen sind: zu zeigen, dass das Thema mehr Facetten hat, als uns einige fehl geleitete Professoren, Verleger und Schriftsteller glauben machen wollen, die einen Appell unterzeichnet haben, den der größte Teil von ihnen nicht verstanden hat. Die Tatsache, dass wir uns eine Absage nach der anderen eingefangen haben von denen, die wir gebeten haben, die Positionen des Appells zu vertreten, spricht Bände.
Hier Ilja Brauns heldenhafte Live-Zusammenfassung der Diskussion.
- Heise online: Googles Buchprojekt treibt Verlage und Politik an
- Heise online: Bessere Bedingungen für Buch-Digitalisierung gefordert
- Ein sehr ausführlicher Bericht Wolfgang Tischers bei literaturcafe.de: Urheberrechtskonferenz in Berlin: »Wenn es Google nicht macht, wer macht es dann?«
- Deutschlandradio Kultur: Googles Internet-Bibliothek im Fokus (hier als als Audio on demand)
- Stuttgarter Zeitung: Geld für geistige Arbeit? Wie altmodisch ist das denn?
- taz: Google, der ungeliebte Buchretter
- Frankfurter Rundschau: Enteignung oder Infotopia?
- Süddeutsche Zeitung: Der Reaktor steht bereit
- boersenblatt.net: “Das Google Book Settlement ist kein Wunschkonzert”
- Deutschlandfunk: Kultur heute vom 3.10.2009
- Bibliothekarisch.de: Enteignung oder Infotopia – Teil 1 | Teil 2 | Teil 3
- Berliner Zeitung: Weltwissen im Netz
- Die Welt: Google, vertagt
- Goethe.de: Buchrechte: Enteignet Google?
- Märkische Allgemeine: Der Vergleich zwischen Urhebern und Internetgigant muss neu verhandelt werden
- ZEIT online: Richter setzt Streitparteien unter Druck
Hinweise auf weitere Berichte bitte als Kommentar hinterlassen!
Okt
1
Bill Rosenblatt: DRM und Google Books
Filed Under Bücher, DRM, E-Books, Economics, GoogleBooks, Publizieren, Urheberrecht, Verlage, digitales Publizieren, eBook | 1 Comment
In der vergangenen Woche war ich beim Virtual-Goods-Workshop in Nancy und habe dort Bill Rosenblatt zum ersten Mal im meatspace getroffen. Rosenblatt ist einer der bekanntesten Experten für DRM-Systeme. Er ist Autor des Buches “Digital Rights Management: Business and Technology” und bloggt unter Copyright and Technology. Bill arbeitete für Sun Microsystems und große US-Verlage wie McGraw-Hill und Times Mirror, bevor er sein eigenes Beratungsunternehmen Giantsteps gründete.
Es wurde ein sehr ausführliches Interview (24.000 Zeichen), weshalb es auch so lange gedauert hat, bis es fertig war. Nun ist es in voller Länge bei Golem.de erschienen. Bill erklärt darin, warum DRM nicht gleichbedeutend mit Kopierschutz ist, weshalb DRM eine Zukunft in sozialen Netzwerken hat, welche Fehler die Buchbranche macht und warum Creative Commons ein guter Partner für DRM ist.
Den Teil, in dem ich ihn zur Rolle von DRM bei Google Books und Geschäftsmodellen mit Büchern befrage, gibt es nun hier auch als Audio-Datei. Die Tonqualität ist nicht besonders gut, weil ich als Aufnahmegerät das iPhone genutzt habe (mit iTalk Lite – dafür ist sie allerdings hervorragend). Das Gespräch (auf Englisch) dauert 30 Minuten.
Sep
19
Vortrag Christoph Bläsi zum eBook bei der Tagung Literatur2.0 der evangelischen Akademie Loccum
Filed Under DRM, E-Books, Publizieren, Urheberrecht, Verlage, digitales Publizieren, eBook | 1 Comment
UPDATE 21. Sept.: Auf meine Nachfrage, ob ich seine Aussagen korrekt dargestellt habe, merkt Christoph Bläsi an, dass „man sagen könnte [...], dass durch die Nachzeichnung im Detail vielleicht meine Hauptthesen etwas aus dem Fokus geraten“. Daher hier noch einmal explizit, wie von ihm selbst zusammengefasst:
- In bestimmten Funktionen und in bestimmten „Formen“ wird das Buch noch lange kein Auslaufmodell sein.
- Die Verbreitung von E-Books wird keine nennenswerten Auswirkungen auf Literatur und Literaturrezeption haben.
- Es gibt natürlich und zum Glück erkennbare Tendenzen zu neuen Formen von Literatur und Literaturrezeption – aber diese spielen sich eher um andere mobile Geräte und um „vollfunktionale“ Rechner ab.
Ab hier das ursprüngliche Posting:
Auf der Tagung Literatur2.0 der evangelischen Akademie Loccum hat der Mainzer Buchwissenschaftler Christoph Bläsi einen sehr interessanten Vortrag zum Thema eBooks gehalten. Da ich nicht auf das Tagungsprotokoll warten will, hier einige Stichworte.
Bläsi fragt: Ist das Buch ein Auslaufmodell? – und antwortet:
In den Naturwissenschaften (und der Medizin) spielt Gedrucktes für Originalarbeiten schon jetzt praktisch nur noch als Abrechnungseinheit und Archivierung einen Rolle, am ehesten noch in der Form von Lehrbüchern, d.h. in der Ausbildung.
Wie sieht es aus mit dem Buch als „performativer Langtext“ bzw. „long-form narrative for immersive reading“ (zwei Versuche, das belletristische Buch besser zu definieren)?
Zwei Antworten:
Sep
18
Bundesjustizministerin Zypries kündigt Teilnahme an der Tagung „Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens“ an
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Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat mir in einem Schreiben mitgeteilt, dass sie versuchen wird, zur Tagung Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens von iRights.info, Böll-Stiftung und Goethe-Institut am 2. Oktober zu kommen. Die Ministerin schreibt
Wie Sie wissen, bereitet mir der bei einem New Yorker Gericht anhängige Rechtsstreit um die Google-Buch-Suche Sorgen, und ich habe gerade einen Amicus Curiae-Schriftsatz dort eingereicht und die Einwände und Bedenken aus deutscher Sicht gegen den im Raum stehenden Vergleich vorgebracht. die Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung, des Goethe-Instituts und von iRights.info wird kurz vor dem sogenannten Fairness-Hearing am 7. Oktober 2009 stattfinden und lässt damit eine sehr spannende Diskussion erwarten. Ich habe mir den Termin notiert und werde versuchen, zu Ihnen zu kommen.
Es ist klar, dass Zypries’ Teilnahme vom Ausgang der Bundestagswahl abhängt, die fünf Tage vor der Konferenz stattfindet – und davon, wie mögliche Koalitionsverhandlungen ablaufen werden. Dennoch ist Ihre Ankündigung natürlich eine freudige Nachricht, und wir hoffen sehr, dass sie auch tatsächlich kommen kann. Anmeldung zur Tagung hier.
Aug
31
Anmeldung zur Tagung “Enteignung oder Infotopia?” ab sofort möglich!
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Ab sofort kann man sich zur Tagung Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens anmelden. Zum Formular geht’s hier. Wir rechnen mit einem vollen Haus, daher sollten Interessierte keine Zeit verlieren.

Aug
10
Save the date: Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens
Filed Under E-Books, GoogleBooks, In eigener Sache, Open Access, Publizieren, Urheberrecht, Veranstaltungen, Verlage, digitales Publizieren | Leave a Comment
Inzwischen bin ich auf dem Weg nach La Paz, wo ich auf der Buchmesse einen Vortrag halten werde zur Idee der Verwertungsgesellschaften und Autorenrechten in Zeiten des Internets. Bin sehr gespannt, was mir die bolivianischen Kollegen zur Situation in ihrem Land berichten werden.
Aber vorher kann ich endlich verkünden, woran ich seit inzwischen mehr als zwei Monaten arbeite (die Urlaubszeit hat dazu beigetragen, dass es so lange gedauert hat):
Am 2. Oktober werden wir (iRights.info) zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Goethe-Institut in Berlin eine große Tagung zum Google-Book-Settlement und seinen Auswirkungen veranstalten, die ich moderieren werde. Hier die Ankündigung:
Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens
Google will der Menschheit mit seinem Buchprogramm Millionen von Büchern zugänglich machen – auch Bücher, die vergriffen sind oder deren Urheberrechtsschutz abgelaufen ist. Nie war die Verheißung des „Wissens für alle“ so groß. Und nie war die Gefahr größer, einem Quasi-Monopolisten zu überlassen, was die Aufgabe öffentlicher Daseinsfürsorge sein sollte.
Im Herbst soll ein US-Gericht über die Zukunft der Bücher entscheiden. Wird es, darf es das auch für deutsche Leser, Autoren und Verlage tun? Selten war die Lage unübersichtlicher – und wohl nie zuvor war ein einzelnes Verfahren wichtiger für die Zukunft des Zugangs zu Wissen als dieses.
Mit einem vorurteilsfreien Blick auf die möglichen Implikationen des Google-Book-Settlements wird die Tagung Antworten suchen auf die vielen Fragen, die sich nicht nur auf juristischer Ebene stellen: für Verlage und Bibliotheken, vor allem aber auch für Autoren und Leser. Mit Tanja Dückers, Peter Glaser, Vittorio Klostermann, Nils Rauer (Lovells LLP), Arnd Haller (Google) und anderen.
Es lohnt also, sich den 2. Oktober frei zu halten. Die Tagung ist so konzipiert, dass tatsächlich eine offene Diskussion entstehen soll und kann über die Vor- und Nachteile des Settlements, über die Chancen und Gefahren. Es wird die Leser dieses Blogs nicht verwundern zu hören, dass es weniger um „Werkherrschaft“ gehen wird und mehr um die Fragen, was nicht nur Autoren zu befürchten und zu gewinnen haben, sondern auch die Leser – kurz: wir alle. Und ein Blick auf die Liste der Podiumsteilnehmer, die bisher zugesagt haben, zeigt, dass die Chancen dafür gut stehen.
Wer auf dem Laufenden bleiben will, was die Tagung angeht, wird an dieser Stelle mehr erfahren (in der Kategorie GBS-Tagung, deren Neuigkeiten man auch per RSS-Feed abonnieren kann), außerdem bei Twitter unter spielkamp oder auch iRights.info.

Jul
31
Michael Arrington: I Quit The iPhone
Filed Under DRM, E-Books, Internet Governance, Internet-Regulierung, digitales Publizieren | 9 Comments
Ich habe das iPhone (noch) nicht abgeschafft, aber mich oft genug darüber aufgeregt, welche Art von autoritären, kundenfeindlichen und unverschämten Bedingungen damit verbunden sind – und das, obwohl ich ein SIMlock-freies Telefon mit E-Plus nutze. So kann ich etwa Skype auf dem iPhone nicht mit UMTS nutzen, obwohl E-Plus das erlauben würde (wenn ich das iPhone als Modem nutze, kann ich über den PC skypen), denn die Skype-Software muss verkrüppelt werden, damit sie in den App-Store darf.
Und was Arrington beschreibt (auf Englisch), hat auch gar nichts mit der Situation oder den Diensten zu tun, die man in Deutschland derzeit nutzen kann. Aber es zeigt die Haltung der Anbieter, die auf ihre Kunden und deren Wünsche pfeifen (in dem Fall Apple und AT&T, aber T-Mobile ist ja auch nicht besser, s. die wirklich unglaubliche Extra-Gebühr fürs Tethering).
Das Problem ist ja, dass in allen Fällen, in denen man kein physisches Produkt kauft, sondern einen Vertrag über die Erfüllung einer Dienstleistung eingeht, die Anbieter dieser Dienstleistung die Bedingungen dafür ändern können. Ob das legal ist, bezweifeln z.B. die Verbraucherzentralen in vielen Fällen. Aber auch Amazon ist ein hervorragendes Beispiel für diese unsägliche Politik. Dort wird nicht nur die Sprachausgabe für den Kindle abgeschaltet (Amazon, der Kindle und die US-Verleger: Der Papst will nicht zu den Blinden sprechen (lassen)), sondern Amazon will auch verhindern, dass “fremde” E-Books auf den Kindle kommen und nimmt sich mitunter gar das Recht heraus, Nutzern den eigenen Kindle abzuschalten.
Das alles hat natürlich auch einen Vorteil: es bietet Chancen für Anbieter, die ihren Kunden ihre Freiheit lassen. Aber die Kunden müssen das auch wollen. Ich hoffe jedenfalls, bald eine Alternative zum iPhone zu finden. Dann wird es bei mir auch ausgemustert.






