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	<title>immateriblog.de &#187; Leistungsschutzrecht</title>
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	<description>Matthias Spielkamp über Immaterialgüter in der digitalen Welt</description>
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		<title>Leistungsrechtsschutz, äh, Rechtsleitungsschutz, äh, ach, ist auch egal, steht ja im Kolatitionsverlag</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 21:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass die Presseverleger ziemlich durcheinander sind, wenn es um ihre Forderung nach einem Leistungsschutzrecht geht, merkt man an dem Unsinn, den sie dazu beständig verzapfen. Wen es interessiert zu erfahren, dass diese Idee nicht nur unsinnig, sondern auch gefährlich ist, kann sich die iRights.info-Analyse dazu durchlesen.
Jetzt aber setzen die Verleger noch eins drauf, und ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Presseverleger ziemlich durcheinander sind, wenn es um ihre Forderung nach einem Leistungsschutzrecht geht, merkt man an dem Unsinn, den sie dazu beständig verzapfen. Wen es interessiert zu erfahren, dass diese Idee nicht nur unsinnig, sondern auch gefährlich ist, kann sich die <a href="http://irights.info/index.php?q=node/880&amp;Kategorie=Homepage">iRights.info-Analyse</a> dazu durchlesen.</p>
<p>Jetzt aber setzen die Verleger noch eins drauf, und ihre Dreistigkeit ist geradezu bewundernswert. Das Handelsblatt veröffentlichte (online) eine <a href="http://www.handelsblatt.com/newsticker/technologie/verleger-fragen-bei-flipboard-nach-urheberrecht;2623130">Meldung der dpa</a>, in der über <a href="http://carta.info/31075/flipboard-schnelles-ende-der-ipad-euphorie-bei-den-verlagen/">Flipboard</a> berichtet wird, zu dem die &#8220;Zeitungsverleger die Frage nach dem Urheberrecht aufgeworfen&#8221; sehen. Was es genau bedeutet, dass sie diese Fragen aufgeworfen sehen, erfährt man aus dem Artikel nicht. Das wäre auch zu viel verlangt, denn es würde bedeuten, dass die Verlage diese rechtlichen Probleme benennen könnten. Aber auf die Idee, danach mal zu fragen, kommt man bei der dpa offensichtlicht nicht.</p>
<p>Muss man aber auch nicht, denn für klare Verhältnisse sorgt ja demnächst das Justizministerium. Obwohl, was heißt schon demnächst? Bei den Verlagen geht man offenbar davon aus, dass das Leistungsschutzrecht bereits Realität ist. Wie sonst wäre der folgende Satz zu erklären:</p>
<blockquote><p>Das erklärte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (Bdzv) am Donnerstag zu einer Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. &#8220;Für die Anbieter dieser Inhalte im Internet sind allerdings Fragen des Urheberrechts und des Leistungsrechtsschutzes zu klären.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nein, könnte man einwerfen, Fragen des Leistungsrechtsschutzes, äh, Leistungsschutzrechts (ok, man kann nicht erwarten, dass der BDZV weiß, wie das heißt, von dem sie nicht begründen können, dass sie es fordern) sind nicht zu klären. Denn es gibt kein Leistungsschutzrecht für Presseverlage.</p>
<p>Man fragt sich, worüber man sich mehr wundern soll: Über die Frechheit, mit der der BDZV agiert (wobei einen eigentlich nichts wundern sollte bei einem Verband von Zeitungsverlegern, <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/05/bdzv-dietmar-wolff-leistungsschutzrecht/">der aktiv gegen die Pressefreiheit eintritt</a>),  oder die Dummheit/Frechheit/Käuflichkeit der dpa, die diesen Unsinn einfach weiter verbreitet.</p>
<p>Ach ja, das ist natürlich der von den Verlagen unter so großen Schwierigkeiten finanzierte Qualitätsjournalismus, mit dem wir es hier zu tun haben, und der geschützt werden muss, indem ein Leistungsschutzrecht eingeführt wird. Oder ein Leistungsrechtsschutz. Oder so. Aber Moment &#8211; haben wir den nicht schon? Oder das? Äh&#8230;</p>
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		<title>Perlentaucher: Jetzt gilt&#8217;s</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 20:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen (Donnerstag) entscheidet der Bundesgerichtshof in der Causa Perlentaucher. Dabei geht es in erster Linie darum, ob der Perlentaucher aus Rezensionen der FAZ und der Südeutschen Zeitung Zusammenfassungen schreiben und sie weiter lizenzieren darf. Aber es geht hier um wesentlich mehr als den Einzelfall Perlentaucher vs. FAZ/SZ. Es geht darum, wie weit das Urheberrecht reicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen (Donnerstag) entscheidet der Bundesgerichtshof in der Causa <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/4417.html">Perlentaucher</a>. Dabei geht es in erster Linie darum, ob der Perlentaucher aus Rezensionen der FAZ und der Südeutschen Zeitung Zusammenfassungen schreiben und sie weiter lizenzieren darf. Aber es geht hier um wesentlich mehr als den Einzelfall Perlentaucher vs. FAZ/SZ. Es geht darum, wie weit das Urheberrecht reicht &#8211; ob es einzig die konkrete Ausformung, also einen Text, schützt, oder auch Inhalte &#8211; also Informationen &#8211; unter Schutz stellen kann.</p>
<p>Mein iRights.info-Kollege Till Kreutzer argumentiert in seinem <a href="http://irights.info/index.php?q=node/1851">Text bei iRights.info</a> (und in der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung), dass das nicht passieren darf und kritisiert zugleich, wie das Oberlandesgericht Frankfurt in zweiter Instanz begründet hat, warum es für den Perlentaucher entschieden hat:</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 81px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Warum die Frankfurter Gerichte den für die Entscheidung maßgeblichen Grundsatz von der Trennung von Inhalt und Form nicht einmal thematisiert haben, ist ebenso erstaunlich wie bedenklich. Sich an den Grundregeln des Urheberrechts zu orientieren wäre so einfach gewesen: „Einen Text in eigenen Worten wiederzugeben ist keine Urheberrechtsverletzung“, hätte der Tenor schlicht lauten können.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 81px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Dem Gemeinwohl wäre sehr damit gedient, wenn sich der BGH darauf besinnen würde. Denn es geht hier um die Frage, welchen Sinn und Zweck das Urheberrecht hat, was soll es schützen und wo Freiheiten gewähren? Über diese Fragen wird der BGH in seinem Urteil zwangsläufig mitentscheiden. Über Tatsachen und Inhalte frei berichten zu können, ist (oder war) nicht nur ein Grundsatz der Urheberrechtsordnung, sondern auch wesentliche Basis der Informationslandschaft – on- und offline. Wenn ohne Lizenz nicht mehr auf Quellen verwiesen oder darüber berichtet werden kann, was andere schreiben, komponieren oder programmieren, werden bedeutende Informationsquellen austrocknen. News-Aggregatoren und Suchmaschinen können nicht funktionieren, wenn Monopolrechte auf kurze Textausschnitte, Überschriften oder gar Inhalte von Texten reklamiert werden. Für Presseschauen müssten Rechte eingeholt werden, was bedeutet, dass sie nur möglich wären, wenn derjenige, über dessen Inhalte berichtet wird, nichts dagegen hat. So kann eine Informationsgesellschaft nicht funktionieren.</div>
<blockquote><p>Warum die Frankfurter Gerichte den für die Entscheidung maßgeblichen Grundsatz von der Trennung von Inhalt und Form nicht einmal thematisiert haben, ist ebenso erstaunlich wie bedenklich. Sich an den Grundregeln des Urheberrechts zu orientieren wäre so einfach gewesen: „Einen Text in eigenen Worten wiederzugeben ist keine Urheberrechtsverletzung“, hätte der Tenor schlicht lauten können.</p>
<p>Dem Gemeinwohl wäre sehr damit gedient, wenn sich der BGH darauf besinnen würde. Denn es geht hier um die Frage, welchen Sinn und Zweck das Urheberrecht hat, was soll es schützen und wo Freiheiten gewähren? Über diese Fragen wird der BGH in seinem Urteil zwangsläufig mitentscheiden. Über Tatsachen und Inhalte frei berichten zu können, ist (oder war) nicht nur ein Grundsatz der Urheberrechtsordnung, sondern auch wesentliche Basis der Informationslandschaft – on- und offline. Wenn ohne Lizenz nicht mehr auf Quellen verwiesen oder darüber berichtet werden kann, was andere schreiben, komponieren oder programmieren, werden bedeutende Informationsquellen austrocknen. News-Aggregatoren und Suchmaschinen können nicht funktionieren, wenn Monopolrechte auf kurze Textausschnitte, Überschriften oder gar Inhalte von Texten reklamiert werden. Für Presseschauen müssten Rechte eingeholt werden, was bedeutet, dass sie nur möglich wären, wenn derjenige, über dessen Inhalte berichtet wird, nichts dagegen hat. So kann eine Informationsgesellschaft nicht funktionieren.</p></blockquote>
<p>Ich drücke dem Perlentaucher die Daumen, denn er streitet stellvertretend für alle, die weiter der Ansicht sind, dass das Urheberrecht (auch) dazu da ist, eine gesellschaftliche Balance zu finden, und nicht in erster Linie, Rechteverwerter und ihre Geschäftsmodelle zu schützen.</p>
<p>Natürlich ist der Fall äußerst komplex, weshalb ich hier auf einige Hintergrundinfos verweisen möchte:</p>
<p>Henning Krieg: <a href="http://www.kriegs-recht.de/olg-frankfurt-am-urteilt-abstracts-auf-perlentaucherde-zulaessig/">OLG Frankfurt a.M. urteilt: Abstracts auf Perlentaucher.de zulässi</a>g (Analyse des OLG-Urteils)</p>
<p>Julia Schulz: <a href="http://carta.info/30619/fazsz-gegen-perlentaucher-was-darf-eine-kurzzusammenfassung/">FAZ/SZ gegen Perlentaucher: Was darf eine Kurzzusammenfassung?</a> (Analyse des Falls und der Frage, wie er mit der Forderung nach einem Leistungsschutzrecht zusammenhängt)</p>
<p>Breitband: <a href="http://breitband.dradio.de/perlentaucher-enquete-kommission-daten-fusball-und-einzelkampfermusik/">Perlentaucher vs FAZ/SZ</a> (Mit einem Gespräch mit Perlentaucher-Gründer Thierry Chervel)</p>
<p>Medienradio 25: <a href="http://medienradio.org/mr/mr025-perlentaucher/">Perlentaucher</a> (Jana Wuttke und Philip Banse im Gespräch mit Thierry Chervel)</p>
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		<title>ICOMP veröffentlicht White Paper zum Schutz geistigen Eigentums</title>
		<link>http://immateriblog.de/lobbyismus/icomp-veroffentlicht-white-paper-zum-schutz-geistigen-eigentums/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/lobbyismus/icomp-veroffentlicht-white-paper-zum-schutz-geistigen-eigentums/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 12:19:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Lobbying-Gruppe ICOMP (Selbstbeschreibung: &#8220;die Initiative für einen wettbewerbsfähigen Online-Markt&#8221;) hat ein neues White Paper veröffentlicht. Titel: Geistiges Eigentum im Internet: Die Suche nach nachhaltigen Geschäftspraktiken. Nach eigener Auskunft  handelt es von den &#8220;Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft zum Schutz der Anreize für Kreativität und Handel im Internet&#8221;. (Deutsch &#8211; PDF, 1,4 MB &#124; English [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Lobbying-Gruppe <a href="http://www.i-comp.org/">ICOMP</a> (Selbstbeschreibung: &#8220;die Initiative für einen wettbewerbsfähigen Online-Markt&#8221;) hat ein neues White Paper veröffentlicht. Titel: <em>Geistiges Eigentum im Internet: Die Suche nach nachhaltigen Geschäftspraktiken. </em>Nach eigener Auskunft  handelt es von den &#8220;Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft zum Schutz der Anreize für Kreativität und Handel im Internet&#8221;. (<a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/07/ICOMP_IP_German.PDF">Deutsch</a> &#8211; PDF, 1,4 MB | <a href="http://www.i-comp.org/~icomppsb/ICOMP_IP_English_v8_HIRES%20FINAL.pdf">English</a> &#8211; PDF, 952 kb).</p>
<p>Bereits seit einigen Jahren mischt ICOMP in der Debatte mit, als Sprachrohr der Content-Industrie. Ich hatte darüber in meinem Artikel <a href="http://www.message-online.com/94/spielkamp.html">Die Lobbyisten der Unfreiheit</a> berichtet (Message &#8211; Internationale Zeitschrift für Journalismus, 4/2009):</p>
<blockquote><p>Beim Bundesjustizministerium ist zu diesem Zeitpunkt die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht bereits bekannt. Der Springer-Verlag hatte sie wiederholt ins Spiel gebracht, etwa bei der Tagung »Digitale Revolution – Chance oder Bedrohung für die Kreativwirtschaft« am 5. Februar 2009. Veranstaltet wurde die Konferenz von der Europa-Union, einer Organisation zur Förderung der europäischen Idee, und ICOMP, der »Initiative for a Competitive Online Marketplace« (Initiative für einen wettbewerbsfähigen Online-Markt).</p>
<p>Als Sekretariat der ICOMP agiert die PR-Agentur Burson Marsteller, die bereits die Belange der Regierungen Nigerias während des Biafra-Kriegs vertrat, Indonesien nach den Massakern in Ost-Timor beriet und für Rumänien während der Ceausescu-Diktatur arbeitete. ICOMP ist nach eigenen Angaben »eine Industrie-Initiative für Organisationen und Unternehmen, die im Internet-Geschäft tätig sind, vor allem Online-Verlage und -Werbetreibende, Internet-Service- und Netzwerk-Provider und Agenturen für Online-Werbung«.</p></blockquote>
<p>Das zur Einordnung. Ich habe das Papier noch nicht gelesen, aber es ist sicher ganz gut zu wissen, woher es kommt, damit man die Argumente entsprechend einordnen kann.</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 69px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Als Sekretariat der ICOMP agiert PR-Agentur Burson Marsteller, die bereits die Belange der Regierungen Nigerias während des Biafra-Kriegs vertrat, Indonesien nach den Massakern in Ost-Timor beriet und für Rumänien während der Ceausescu-Diktatur arbeitete. ICOMP ist nach eigenen Angaben »eine Industrie-Initiative für Organisationen und Unternehmen, die im Internet-Geschäft tätig sind, vor allem Online-Verlage und -Werbetreibende, Internet-Service- und Netzwerk-Provider und Agenturen für Online-Werbung«</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutschlandradio Breitband über &#8220;Die Nachricht&#8221;</title>
		<link>http://immateriblog.de/journalismus/deutschlandradio-breitband-uber-die-nachricht/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 17:01:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Im Mittelpunkt der Sendung standen heute Nachrichten und der Umgang mit Meldungen. Dabei ging es auch um die so genannte Berliner Rede zum Urheberrecht der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, in der sie sich am Montag zum Leistungsschutzrecht geäußert hatte, und das Strategiepapier der Verlegerverbände, das gestern seinen Weg zu netzpolitik.org gefunden hat. Moderator Philip Banse fragte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-1529" href="http://immateriblog.de/journalismus/deutschlandradio-breitband-uber-die-nachricht/attachment/breitband/"><img class="alignleft size-full wp-image-1529" title="breitband" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/06/breitband.jpg" alt="breitband" width="425" height="369" /></a></p>
<p>Im Mittelpunkt der <a href="http://breitband.dradio.de/der-neue-umgang-mit-nachrichten/">Sendung</a> standen heute Nachrichten und der Umgang mit Meldungen. Dabei ging es auch um die so genannte <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/06/14/berliner-rede-zum-urheberrecht-von-sabine-leutheusser-schnarrenberger/">Berliner Rede zum Urheberrecht</a> der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, in der sie sich am Montag zum Leistungsschutzrecht geäußert hatte, und das Strategiepapier der Verlegerverbände, das gestern seinen Weg zu <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/verleger-leistungsschutzrecht-soll-sprache-monopolisieren/">netzpolitik.org</a> gefunden hat. Moderator Philip Banse fragte mich, was ich davon halte. Die komplette Sendung steht als <a href="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/06/19/drk_20100619_1405_7247b576.mp3">MP3</a> (25 MB) zur Verfügung; das Segment zum Leistungsschutzrecht beginnt bei Minute 21:45. Das Interview mit mir als Einzelstück gibt&#8217;s <a href="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/06/19/drk_20100619_1425_b24c1559.mp3">hier</a> (MP3, 3,1 MB).</p>
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		<title>Medienradio 025: Perlentaucher</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 23:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Woche hat Sabine “SLS” Leutheusser-Schnarrenberger eine als grundsätzlich angekündigte Rede zum Urheberrecht gehalten (Volltext). Besonders gespannt wurden ihre Ausführungen zum geplanten Leistungsschutzrecht (LSR) für Presseverlage erwartet. Im Medienradio kommentiert und kritisiert Thierry Chervel vom Perlentaucher die SLS-Rede. Aggregatoren wie der Perlentaucher sind vom geplanten Leistungsschutzrecht vermutlich besonders betroffen. Ich war kurz per Skype in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-1516" href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/medienradio-025-perlentaucher/attachment/medienradio/"><img class="alignleft size-full wp-image-1516" title="medienradio" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/06/medienradio.jpg" alt="medienradio" width="425" height="198" /></a>Diese Woche hat Sabine “SLS” Leutheusser-Schnarrenberger eine als grundsätzlich angekündigte Rede zum Urheberrecht gehalten (<a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/06/14/berliner-rede-zum-urheberrecht-von-sabine-leutheusser-schnarrenberger/">Volltext</a>). Besonders gespannt wurden ihre Ausführungen zum geplanten Leistungsschutzrecht (LSR) für Presseverlage erwartet. Im <a href="http://medienradio.org/mr/mr025-perlentaucher/">Medienradio</a> kommentiert und kritisiert <a href="http://twitter.com/chervel">Thierry Chervel</a> vom <a href="http://perlentaucher.de/">Perlentaucher</a> die SLS-Rede. Aggregatoren wie der Perlentaucher sind vom geplanten Leistungsschutzrecht vermutlich besonders betroffen. Ich war kurz per Skype in der Sendung und habe <a href="http://immateriblog.de/urheberrecht/berliner-rede-zum-urheberrecht-meine-2-cent/">meine Sicht auf die SLS-Rede</a> erläutert.</p>
<p>Es geht um Fragen, wie ein LSR trennen will zwischen auf der einen Seite Links und Snippets großer Plattformen wie Google, die dafür zahlen sollen, und auf der anderen Seite Links und Snippets kleiner Publikationen wie Perlentaucher, die tendenziell eher nicht zahlen sollen. Auch die Einlassungen von SLS zum Verhältnis Urheber-Verwerter-Nutzer stoßen auf Kritik.</p>
<p>Thierry Chervel erzählt von den Anfängen des Perlentauchers, erläutert das Projekt heute und wirft einen Blick in die Zukunft – vor allem auf den <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/4417.html">Prozess vor dem BGH gegen die FAZ</a>.</p>
<p><a href="http://medienradio.org/audio/100616_MR025_Perlentaucher.mp3">Die Sendung als MP3</a> (79 MB)</p>
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		<title>Berliner Rede zum Urheberrecht &#8211; meine 2 Cent</title>
		<link>http://immateriblog.de/urheberrecht/berliner-rede-zum-urheberrecht-meine-2-cent/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 21:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[angemessene Vergütung]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei IUWIS &#8211; Infrastruktur Urheberrecht für Wissenschaft und Bildung gibt es nicht nur einen Artikel zur Berliner Rede der Bundesjustizminsterin von Ben Kaden, sondern auch eine umfasende Zusammenstellung der Reaktionen auf die Rede.
Da ich derzeit wieder unterrichte, komme ich leider nicht dazu, ebenfalls eine fundierte Einschätzung abzugeben. Aber so viel kann ich sagen: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei IUWIS &#8211; Infrastruktur Urheberrecht für Wissenschaft und Bildung gibt es nicht nur <a href="http://iuwis.de/blog/kaum-wissenschaft-kaum-bildung-die-berliner-rede-zum-urheberrecht">einen Artikel</a> zur Berliner Rede der Bundesjustizminsterin von Ben Kaden, sondern auch eine <a href="http://iuwis.de/infopool?name=Berliner+Rede+zum+Urheberrecht&amp;date_filter_op=%3D&amp;date_filter[value][year]=&amp;date_filter[value][hour]=0&amp;date_filter[value][minute]=0&amp;date_filter[value][second]=0&amp;date_filter[value][month]=&amp;date_filter[value][day]=&amp;date_filter[min][year]=&amp;date_filter[min][hour]=0&amp;date_filter[min][minute]=0&amp;date_filter[min][second]=0&amp;date_filter[min][month]=&amp;date_filter[min][day]=&amp;date_filter[max][year]=2010&amp;date_filter[max][hour]=0&amp;date_filter[max][minute]=0&amp;date_filter[max][second]=0&amp;date_filter[max][month]=6&amp;date_filter[max][day]=15">umfasende Zusammenstellung der Reaktionen</a> auf die Rede.</p>
<p>Da ich derzeit wieder unterrichte, komme ich leider nicht dazu, ebenfalls eine fundierte Einschätzung abzugeben. Aber so viel kann ich sagen: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat eine erschreckend rückwarts gewandte Rede gehalten, die mit keinem Wort die drängendsten Probleme der Urheberrechtsgegenwart und -praxis erwähnte: zum einen das völlig aus der Balance geratene Verhältnis zwischen Urhebern und Verwertern. Dass die vertraglichen Regelungen, die Urheber mit  Verwertern treffen, eben genau nicht durch das Urheberrechtsgesetz angemessen reguliert werden (auch nicht durch das Stärkungsgesetz), sondern Total-Buyout-Verträge an der Tagesordnung sind, ist im Ministerium entweder nicht angekommen, oder es wird ignoriert. Ich weiß nicht, was ich schlimmer finden soll.</p>
<p>Durch Aussagen wie &#8220;Wenn man sich anschaut, wie über das Urheberrecht in der digitalen Welt gestritten wird, dann stelle ich fest, dass die Debatte leider von zwei Extremen bestimmt wird&#8221;, versucht die Ministerin den Eindruck zu erwecken, als sei die eine Seite ebenso ernst zu nehmen wie die andere. Damit verschleiert sie, dass es keine <em>ernstzunehmenden, einflussreichen</em> politischen Kräfte gibt, die eine Abschaffung des Urheberrechts fordern (&#8221;für die das Urheberrecht ein blanker Anachronismus geworden ist&#8221;, wie die Ministerin es ausdrückt), auf der anderen Seite aber Vorschläge wie das Leistungsschutzrecht für Presseverlage im Koalitionsvertrag stehen. Eine bewährte Strategie, um später sagen zu können, man habe einen Ausgleich gesucht und gefunden.</p>
<p>Das andere drängende Problem sind die Fragen von Wissenschaft und Forschung, die also offenbar auch im 3. Korb nicht adäquat adressiert werden. Aber dazu s. den Beitrag von Kaden.</p>
<p>Zum Schluss noch ein Wort zu Ulrich Wickert. Offenbar hatte man ihn eingeladen mit dem Hintersinn, dass nach seiner Einführung die Rede der Ministerin nur noch eine Steigerung sein konnte. Das Kalkül ist aufgegangen. Wickert hat genau die Bräsigkeit und Borniertheit demonstriert, die ihn seit Jahrzehnten charakterisiert hat (als er sich vom Journalisten zum Journalistendarsteller wandelte), und die so viele selbsternannte Alpha-Journalisten auszeichnet: Sie glauben, dass sie auch ohne weitere Recherche zu jedem sich bietenden Thema innerhalb einer Stunde etwas Sinnvolles sagen können. Und niemand hat hinterher die Chuzpe, ihnen zu sagen, dass sie damit leider völlig falsch liegen. Eine kenntnisfreiere Einlassung zum Urheberrecht habe ich selten gehört.</p>
<p>Aber sein Gefalsel von den genialischen Autoren, die vor den bösen Raubkopierern geschützt werden wollen, spielt dem BMJ und der Verwerterlobby natürlich perfekt in die Hände. Wickert (und die Ministerin) sollten sich zwei Dinge durchlesen: Jessica Litmans Essay <a href="http://heinonline.org/HOL/LandingPage?collection=journals&amp;handle=hein.journals/upitt53&amp;div=12&amp;id=&amp;page=">Copyright as Myth</a> und die <a href="http://www.bournemouth.ac.uk/about/people_at_bu/our_academic_staff/IBAL/profiles/mkretschmer.html">Studien von Martin Kretschmer</a> zur ökonomischen Bedeutung des Urheberrechts.</p>
<p>Ach ja (Nachtrag): und natürlich Till Kreutzers Analyse zu AGB: <a href="http://www.irights.info/?q=node/761">Freiwild oder Artenschutz: Ausbeutung durch AGB</a> und den von iRights.info im <a href="http://irights.info/?q=Branchenportraits">Projekt Arbeit2.0</a> erstellten Abschlussbericht: <a href="http://irights.info/fileadmin/texte/material/Abschlussbericht.pdf">Arbeit 2.0 &#8211; Urheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt</a> (PDF, 6,6 MB) mit meinem <em>Brancheportrait Journalismus</em>.</p>
<p>Man wird ja noch träumen dürfen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Über Brain Drain in Verlagen: &#8220;Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 07:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bürgerjournalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Mein Vortrag vom Publishers Forum am 26. April in Berlin ist jetzt bei Kress hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Es ist das gute Recht der Betreiber, damit so umzugehen, aber wie so oft zeigt sich, dass Autoren und Verlage nicht zwangsläufig die gleichen Interessen haben. Ich will ja, dass er gelesen werden kann (und ärgere mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Vortrag vom<span style="color: #e3007b ! important; text-decoration: none;"><a href="http://www.publishersforum.de/index.php" target="_blank"> Publishers Forum</a></span> am 26. April in Berlin ist jetzt bei Kress hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Es ist das gute Recht der Betreiber, damit so umzugehen, aber wie so oft zeigt sich, dass Autoren und Verlage nicht zwangsläufig die gleichen Interessen haben. Ich will ja, dass er gelesen werden kann (und ärgere mich darüber, dass alle Links jetzt zu Kress führen und man dort den Eindruck bekommt, der Vortrag steht nicht mehr zur Verfügung). Daher hier noch einmal der volle Text.</p>
<div id="attachment_1453" class="wp-caption alignleft" style="width: 435px"><a rel="attachment wp-att-1453" href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/uber-brain-drain-in-verlagen-journalisten-nicht-wie-bittsteller-behandeln-2/attachment/newspaperman_425/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1453" title="newspaper man" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/06/newspaperman_425.jpg" alt="Newspaper man" width="425" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Newspaper man at Germantown Ave and Creshiam Valley Drive. Early 90&#39;s. Scanned. (c) Ed Stevenson (http://www.flickr.com/people/estevenson/), CC by-nc 2.0</p></div>
<p>02.05.2010</p>
<p><strong>Eine Hand voller Content<br />
</strong><br />
Seit etwas mehr als zehn Jahren unterrichte ich an Journalistenschulen, in Volontärskursen und an Universitäten Journalismus. Und obwohl es dabei in den allermeisten Fällen nicht um Ethik des Journalismus oder vergleichbar Grundsätzliches geht, sondern um so profane, praxisrelevante Themen wie Recherche oder Online-Journalismus, kommt doch immer wieder die Frage auf, welche Aufgabe der Journalismus hat oder haben sollte, welche Motivation Journalisten antreibt, ihren Job zu machen.</p>
<p>Darauf gibt es viele schlaue Antworten: Man kann vom Journalismus als der vierten Gewalt im Staat sprechen, die die anderen drei kontrollieren soll, von der Wächterfunktion, die er übernimmt, um in einem System der Checks and Balances dafür zu sorgen, dass die Gewaltenteilung funktioniert.</p>
<p>Man kann aber auch sagen, und manchmal tue ich das: Lesen Sie <strong>Rafik Schamis </strong>Buch &#8220;<strong>Eine Hand voller Sterne</strong>&#8220;, dann wissen Sie es.<span id="more-1410"></span></p>
<p>Das Buch handelt vom Leben eines 14jährigen Bäckersjungen im Damaskus der – wahrscheinlich – 70er Jahre. Seinen Namen kennen wir nicht, denn er ist der Ich-Erzähler des Buches, es sind seine Tagebucheinträge, die wir lesen. Der Junge muss in der Bäckerei seines Vaters arbeiten, aber er schreibt lieber Gedichte und lernt im täglichen Leben sehr genau die kleinen und großen Ungerechtigkeiten kennen, die ihn umgeben. Irgendwann trifft er beim Brotaustragen auf Habib.</p>
<p>Habib ist der typische Journalist, wie wir ihn aus Büchern und Filmen kennen: er raucht zu viel, trinkt zu viel und pflegt ein eher distanziertes Verhältnis zur Körperhygiene. Aber im Gegensatz zu vielen Darstellungen in westlichen Büchern, liegt der Grund nicht darin, dass seine Frau ihn verlassen hat oder er ein einsamer Wolf ist, der in seiner Jugend &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/All_the_presidents_men" target="_blank">All the Presidents Men</a>&#8221; gelesen hat.</p>
<p>Sondern darin, dass er für eine Regierungszeitung arbeitet, um sich über Wasser zu halten – sich dafür aber verachtet, weil er sich irgendwann, gemeinsam mit einem Kollegen, geschworen hatte, nur die Wahrheit zu berichten. Dieser Kollege ist jetzt sein Chefredakteur und weigert sich, regierungskritische Texte abzudrucken.</p>
<p>Über eine ihrer ersten Begegnungen heißt es im Tagebuch des Jungen:</p>
<p>&#8220;Ich erzählte ihm, dass ich Journalist werden will, und bat ihn, mir etwas von diesem Beruf beizubringen. &#8216;Vergiß es, mein Junge! Lieber wäre ich Bäcker; der weiß zumindest, daß er etwas Nützliches tut.&#8217;&#8221;</p>
<p>Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.</p>
<p>Natürlich vergisst es der Junge nicht, sondern gründet mit Habib eine anonyme Zeitung, in der sie über die Ungerechtigkeit im Land berichten und die Regierung kritisieren. Das besondere an der Zeitung ist nicht nur der Inhalt, sondern auch der Vertrieb: sie vervielfältigen die Artikel mit einer Matrize und stecken sie in Socken, die sie für einen Schleuderpreis auf dem Basar verkaufen.</p>
<p><strong>Sie kämpfen für die Wahrheit<br />
</strong><br />
Für eine Weile läuft die Zeitung gut. Doch dann wird Habib festgenommen, weil ihm die Regierung auf die Schliche gekommen ist. Es wird angedeutet, dass er nicht mit dem Leben davon kommen wird. Aber, so fasst ein <strong>Wikipedia</strong>-Autor den Schluss zusammen, &#8220;der inzwischen Siebzehnjährige gibt nicht auf und führt mit seinen Freunden Mahmud und Nadia die Sockenzeitung weiter, um der Regierung zu demonstrieren, dass sie immer für die Wahrheit kämpfen werden und diese nie aufgeben.&#8221;</p>
<p>Sie kämpfen für die Wahrheit und geben diese nie auf. Sie sind Journalisten geworden. Dazu später mehr.</p>
<p>Wir leben in Deutschland, nicht in Syrien. Das bedauere ich bisweilen, wenn ich aufs Wetter schaue, aber ich hatte schon das Vergnügen, in Damaskus mit Journalisten zu arbeiten und kann sagen: Deutschland ist ein Paradies im Vergleich zu Syrien, wenn es um die negative Pressefreiheit geht.</p>
<p>Negative Pressefreiheit – was soll das sein?</p>
<p>Der Philosoph <strong>Isaiah Berlin</strong> unterscheidet zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Isaiah_Berlin" target="_blank">negativer und positiver Freiheit</a>. Das Konzept ist umstritten, aber gut geeignet deutlich zu machen, worum es hier geht. Negative Freiheit bedeutet Berlin zufolge &#8220;Freiheit von etwas&#8221; – also Freiheit von Zwang, Unterdrückung, Zensur, Gewalt. Ihr zur Seite steht die positive Freiheit, die &#8220;Freiheit zu etwas&#8221; – also einem selbst bestimmten Leben, Autonomie und ähnlichem.</p>
<p>Die negative Freiheit des Journalismus ist in Deutschland garantiert durch den <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html" target="_blank">Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes</a> und wurde gegen zahlreiche Angriffe, die auch in diesem Land immer wieder stattfinden, geschützt durch die Urteile des Bundesverfassungsgerichts, zuletzt das von vielen hoch gelobte Urteil im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cicero-Urteil" target="_blank">Fall &#8220;Cicero&#8221;</a>.</p>
<p><strong>Positive Pressefreiheit<br />
</strong><br />
Darauf darf man sich nicht ausruhen, denn die Angriffe auf diese negative Pressefreiheit durch Vorhaben wie die <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/149/423908/text/" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung</a> hören ja nicht auf. Aber mir soll es um die positive Pressefreiheit gehen – um die Freiheit zum Journalismus.</p>
<p>Womit wir beim Verhältnis zwischen Verlagen und Journalisten sind.</p>
<p>Vor einigen Wochen hat <a href="http://en.ejo.ch/?page_id=622" target="_blank">Stefan Ruß-Mohl</a>, Professor für Journalistik und Medienmanagement an der <strong>Universität Lugano</strong>, in der &#8220;<strong>Süddeutschen Zeitung</strong>&#8221; einen <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/542/501793/text/" target="_blank">Beitrag</a> in der Reihe mit dem paradigmatischen Titel &#8220;Wozu noch Journalismus?&#8221; veröffentlicht. Er war der erste und bisher einzige, der ein Thema ansprach, vor dem sich Verlage drücken wie ein Schulbub vor den Hausaufgaben: Die Bezahlung ihrer Mitarbeiter, und zwar nicht in erster Linie der Angestellten, sondern der freien Mitarbeiter.</p>
<p>&#8220;Zur Professionalität&#8221;, so Ruß-Mohl, &#8220;zum Beruf des Journalisten gehört Unabhängigkeit und – ja, auch: ein bisschen Stolz. Nicht zu verwechseln mit Arroganz und Dünkel, die leider in der Zunft ebenfalls sehr verbreitet sind. Unabhängigkeit und Stolz sind mit dem nicht vereinbar, was die Branche derzeit ihren fest angestellten Mitarbeitern zumutet und wie kümmerlich sie freie Journalisten honoriert. Wenn wir professionellen Journalismus erhalten wollen, gilt es deshalb, der Gratis-Kultur eine Kultur der Fairness entgegensetzen. Das ist kein leichtes, aber ein lohnendes Unterfangen.&#8221;</p>
<p>Wenn Ruß-Mohl hier von Gratiskultur spricht, dann meint er zum einen das, was in Verlagen darunter verstanden wird; wenn Verleger von ihren Lesern im Internet als von durch eine &#8220;Geiz-ist-geil&#8221;-Mentalität versauten Parasiten sprechen, die teuer produzierten so genannten &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; nur kostenlos haben wollen. Zugleich setzen sie ihnen von Rechtschreibfehlern über <a href="http://www.bildblog.de/16128/wie-sich-alle-mit-hartz-iv-verrechnen/" target="_blank">lausige Recherche</a> bis <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/gute-nachrichten-schlechte-nachrichten/" target="_blank">Kampagnenjournalismus</a> alles vor, was sie im Ärmel haben, um ihre eigenen Sonntagsreden Lügen zu strafen. Und dann kommen auch noch böse Blogger und weisen darauf hin.</p>
<p>Diese Gratiskultur also soll ein Ende haben, und auch Ruß-Mohl singt das hohe Lied der Bezahlinhalte. Was davon zu halten ist, können Sie im ausgezeichneten <a href="http://medialdigital.de/2010/04/23/inhalteproduzenten-brauchen-neue-wertschopfungsketten-meine-keynote-beim-cologne-web-content-forum/" target="_blank">Vortrag</a> von <strong>Ulrike Langer</strong> nachlesen, den sie vergangene Woche beim &#8220;<strong>Cologne web content forum</strong>&#8221; gehalten hat, und der mit zahlreichen weiter führenden Links versehen ist. In ihrem Weblog natürlich.</p>
<p><strong>Kümmerliche Honorierung freier Journalisten<br />
</strong><br />
Ich will mich darauf konzentrieren, was Ruß-Mohl auch angesprochen hat: auf die kümmerliche Honorierung freier Journalisten.</p>
<p>Im Selbstversuch mit der Stoppuhr hat Ruß-Mohl aufgezeichnet, dass er etwa zehn Stunden an dem Beitrag geschrieben hat, wobei er auf Textpassagen aus früheren Publikationen zurück greifen konnte. Eine weitere halbe Stunde lang hat er den Beitrag auf Wunsch der Redaktion überarbeitet. Er schreibt: &#8220;Hätte ein Journalist recherchiert und nicht ein Professor auf sein Wissen und seine eigenen Vorleistungen zugreifen können, wäre vielleicht ein ausgewogeneres Stück mit mehr Quellen entstanden, aber dies hätte vermutlich die Produktionszeit verdoppelt.&#8221;</p>
<p>Zum Honorar sagt Ruß-Mohl nur, dass es nicht der Rede wert sei und weit unter dem Satz liege, der bei der Printausgabe üblich ist.</p>
<p>Nun, ich kann das Geheimnis zumindest zum Teil lüften: Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; zahlt für einen Beitrag im Feuilleton etwa 1,50 Euro pro Zeile à 40 Anschläge. Ruß-Mohls Text hat 12.800 Anschläge, er hätte also 480 Euro dafür bekommen – wenn er in der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221; erschienen wäre.</p>
<p>Beim Online-Angebot dürfte es mindestens ein Drittel weniger sein, das wären dann 320 Euro. Bei einem Freiberufler gehen davon Steuern und Sozialversicherung ab, und natürlich die Arbeitsmittel, für die er selber zu sorgen hat, vom Computer, über das Telefon bis zum Büro. Das alles für eineinhalb bis zwei Tage Arbeit.</p>
<p>Nur: Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; zahlt vergleichsweise gut.</p>
<p>Auf <a href="http://www.mediafon.net/empfehlungen_honorare_text.php3?view=&amp;si=&amp;lang=1" target="_blank">mediafon.net</a>, einem Informationsangebot der Gewerkschaft <strong>verdi</strong>, kann man sich die Zeilenhonorare anderer deutscher Zeitungen anschauen.</p>
<p>Es zahlen<br />
• der &#8220;<strong>Mannheimer Morgen</strong>&#8220;: 46 Cent pro Zeile;<br />
• der &#8220;<strong>Münchner Merkur</strong>&#8220;: 41 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Augsburger Allgemeine</strong>&#8220;: 20 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Deister-Leine-Zeitung</strong>&#8220;: 15 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Westfälische Rundschau</strong>&#8220;: 15 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Offenbacher Post</strong>&#8220;: 12 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Norddeutsche Rundschau</strong>&#8220;: 11 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Marburger Neue Zeitung</strong>&#8220;: 10 Cent.</p>
<p>Ich zitiere aus dem <a href="http://www.irights.info/index.php?id=728" target="_blank">Eröffnungsvortrag</a>, den <strong>Tom Schimmeck</strong> beim Gründungskongress des Verbands freier Journalisten, <strong>Freischreiber</strong>, im November 2008 gehalten hat:</p>
<p>&#8220;Ja, da lacht der Freie: Da braucht er nur jeden Monat einen Text von ungefähr der Länge der Bibel zu verfassen, um auf einen anständigen Lebensunterhalt zu kommen.&#8221;</p>
<p>Zum Lachen ist vielen freien Journalisten schon lange nicht mehr zumute.</p>
<p>Womit wir wieder bei der positiven Pressefreiheit sind, bei der Freiheit dazu, Journalismus zu produzieren. Diese Freiheit ist bedroht. Nicht vom Staat, nicht von der Polizei, wild gewordenen Staatsanwälten oder größenwahnsinnigen Innenministern.</p>
<p>Sondern von den Verlagen selbst.</p>
<p>&#8220;Journalisten machen keine PR&#8221;, lautet Punkt 5 des <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/index.php?article_id=267" target="_blank">Medienkodex des Netzwerk Recherche</a>. Die Wahrheit ist nur: Natürlich machen viele Journalisten PR, weil sie sonst gleich ALG II beantragen könnten.</p>
<p><strong>Arroganz wohlfeiler Kodizes<br />
</strong><br />
Vor allem aber, und das zeigt die unglaubliche Ignoranz und Arroganz, die sich hinter solch wohlfeilen Kodizes verbirgt, die meist ausschließlich von Gehaltsempfängern gezimmert werden: alle Medien, auch die selbst ernannten Qualitätsmedien, von &#8220;FAZ&#8221; über &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; bis hin zu den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, lassen sich ihre Zeitungen und Sendungen verdeckt von den PR-Abteilungen von <strong>Daimler</strong> und <strong>Siemens</strong> subventionieren. Wie ich darauf komme?</p>
<p>Bei knapp der Hälfte der freiberuflichen Journalisten reichen die Einnahmen aus journalistischer Arbeit nicht aus, um <a href="http://www.dfjv.de/fileadmin/user_upload/pdf/DFJV_Studie_Freie_Journalisten.pdf" target="_blank">ihren Lebensunterhalt zu bestreiten</a>.</p>
<p>Wo kommt das Geld also her? Zu einem großen Teil aus PR-Aufträgen. Ohne sie könnten viele es sich überhaupt nicht mehr leisten, journalistisch zu arbeiten.</p>
<p>Die Verleger glauben an den Journalismus. Sie vergessen nicht, das bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu betonen. Denn irgendwer müsse ja auswählen für die Leser aus der alles überschwemmenden Flut der Nachrichten.</p>
<p>Beispielhaft <strong>Springer</strong>-Vorstand <a href="http://www.welt.de/print-welt/article215176/Der_Journalismus_lebt_Essay.html" target="_blank">Mathias Döpfner beim Weltkongress der Zeitungsverleger</a> vor vier Jahren: &#8220;Denn von einem bin ich überzeugt&#8221;, sagte Döpfner, &#8220;wenn jede Information für jedermann jederzeit überall verfügbar ist, dann wächst das Bedürfnis nach Orientierung, Auswahl oder dem, was den guten Zeitungsjournalisten ausmacht: Führung.&#8221;</p>
<p><strong>Schlag ins Gesicht: Total Buyout<br />
</strong><br />
Und – wer soll sie übernehmen, diese Führung? Die Journalisten, die einen Großteil von Döpfners Produkten mit Inhalten füllen, denen Springer aber einen Total-Buyout-Vertrag vorgelegt hat, der nicht nur ein Schlag in ihr Gesicht war, sondern anschließend auch <a href="http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4bacdf7e5a707&amp;akt=news_recht&amp;view=&amp;si=4bd3210bc7a65&amp;lang=1" target="_blank">vor Gericht für teilweise rechtswidrig</a> erklärt worden ist? Das gleiche gilt für Geschäftsbedingungen des <a href="http://www.djv.de/Aktuelle-News.2905+M50dc6baa0e2.0.html" target="_blank">Bauer-Verlags</a> und des <a href="http://www.pressebox.de/pressemeldungen/deutscher-journalisten-verband-e-vgewerkschaft-der-journalistinnen-und-journalisten/boxid/279946" target="_blank">Nordost-Mediahouse</a>, Herausgeber des &#8220;<strong>Nordkurier</strong>&#8220;.</p>
<p>Was die Geschäftsführung der &#8220;Zeit&#8221;, dieses heiligen Grals des Journalismus in Deutschland, nicht daran gehindert hat, vor einigen Wochen einen <a href="http://freischreiber.de/home/wann-wir-schreiten-zeit%E2%80%99-zeit%E2%80%99" target="_blank">vergleichbaren Vertrag</a> vorzulegen, mit dem sie ihre Autoren zwingen will, sämtliche Nutzungsrechte an ihren Werken für alle Zeiten, inklusive der Vergangenheit, abzutreten. Den meisten Juristen dürften sich die Haare sträuben.</p>
<p><strong>DJV</strong> und <strong>dju</strong> haben bereits beantragt, eine einstweilige Verfügung gegen die &#8220;Zeit&#8221; zu erlassen, mit der dem Verlag untersagt werden soll, Zitat: &#8220;von freien Journalistinnen und Journalisten die maßlose Einräumung der Rechte an ihren Texten zu verlangen&#8221;. Ich habe keinen Zweifel daran, dass diese Verfügung erlassen wird. Ich habe allerdings begründeten Zweifel an der Redlichkeit <a href="http://www.zeitverlag.de/" target="_blank">der Geschäftsführung der &#8220;Zeit&#8221;</a>.</p>
<p><strong>Gutsherrenart gegenüber Geschäftspartnern<br />
</strong><br />
Wenn man die Verlage darauf anspricht, ob sie nicht ein Problem darin sehen, die Menschen, die eigentlich ihre Geschäftspartner sein sollten, nach Gutsherrenart zu behandeln (manchen würde eher ein Vergleich mit sizilianischem Landadel einfallen), dann antworten sie regelmäßig: wir befinden uns in einem Markt, der regelt das dann schon über Angebot und Nachfrage.</p>
<p>Das ist ein interessantes Argument. Vor allem angesichts der <a href="../in-eigener-sache/gottes-werk-und-googles-beitrag-zeitungsverlage-und-die-herausforderungen-der-link-okonomie/" target="_blank">Forderung der Presseverlage nach einem Leistungsschutzrecht</a>. Da kann es mit einem Mal nicht mehr der Markt regeln, dass die Verlage ihre Oligopolstellung verlieren, dass sie sich einer Konkurrenz ausgesetzt sehen, die ihr Geschäftsmodell bedroht, und auf die sie bisher eher tölpelhaft als visionär reagiert haben. Da rufen sie dann nach dem Staat, der ihnen ein Leistungsschutzrecht verschaffen soll, damit ihre Investitionen geschützt bleiben.</p>
<p>Ein Leistungsschutzrecht übrigens, dass die Presse- und Ausdrucksfreiheit gefährden würde. Das das Zitatrecht einschränken, die Kommunikationsfreiheit im Internet behindern würde, das freiberufliche Journalisten noch einmal schlechter stellen würde in ihrer Rechtsposition gegenüber den Verlagen. Ein neues Schutzrecht, von dem der Dortmunder Medienrechtler <strong>Udo Branahl</strong> sagt, dass es &#8220;<a href="http://www.message-online.com/94/spielkamp.html" target="_blank">ein Bruch mit sämtlichen kontinentalen Freiheitstraditionen</a>&#8221; wäre.</p>
<p><strong>Leistungsschutzrecht hätte Kollateralschäden zur Folge<br />
</strong><br />
Woher ich das alles weiß? Nun, ich weiß es nicht, denn mehr als eineinhalb Jahre, nachdem die Forderung das erste Mal aufgekommen ist, nachdem die Verlagslobbyisten es geschafft haben, der schwarz-gelben Regierung die Forderung nach einem solchen Recht in den <a href="http://www.cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf" target="_blank">Koalitionsvertrag</a> zu diktieren, liegt kein Gesetzentwurf vor. Jeder unabhängige Urheberrechtler, den ich bisher gefragt habe, ob er sich vorstellen kann, dass ein solches Schutzrecht keinen Kollateralschaden anrichten würde, hat das verneint. Und es waren viele. Solange die Verlage keinen Gesetzentwurf vorgelegt haben, an dem man ihre gebetsmühlenartigen Beschwichtigungsformeln überprüfen kann, dass schon alles in Ordnung sein werde mit dem neuen Recht, muss man vom Gegenteil ausgehen.</p>
<p>Das Problem hätte sich längst erledigt, wenn nicht auch in vielen deutschen Journalisten wenigstens ein Quäntchen von dem steckte, was den Bäckersjungen in Damaskus antreibt: für sie ist Journalismus mehr Berufung als Beruf. Wenn es nicht so wäre, hätten sie etwas Anständiges lernen und nicht &#8220;irgendwas mit Medien&#8221; machen wollen, was dann darin endet, dass sie ihren Namen in der Zeitung lesen, aber ihre Miete nicht bezahlen können.</p>
<p>Oder, wie es der WDR-Journalist und Vorsitzende der ver.di-Bundeskommission Selbstständige, <strong>Ulli Schauen</strong>, <a href="http://www.schauen.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=88:interview-arbeiten-fuer-den-wdr&amp;catid=34&amp;Itemid=27" target="_blank">ausdrückt</a>: &#8220;Eines der großen Dilemmata im Bewusstsein der Medien- und Kulturschaffenden ist, dass sie so furchtbar berufsstolz sind. Ihre Veröffentlichungen haben für sie einen so großen Stellenwert, dass sie sich einen Teil ihrer Arbeit nicht mit Geld, sondern mit Autorenstolz abkaufen lassen. Dadurch ist das künstlerische oder journalistische Produkt billiger zu haben. Und die Medienindustrie, die Öffentlich-Rechtlichen inbegriffen, nutzt das wie jede andere Industrie schamlos aus.&#8221;</p>
<p><strong>Verweigerung von Wertschätzung<br />
</strong><br />
Nun, auch diese Motivation hat ihre Grenze. Mehr und mehr Journalisten entdecken, dass Berufsstolz nicht nur damit erzeugt wird, den eigenen Namen in der Zeitung zu lesen, sondern auch damit, nicht tagtäglich von seinen Kunden – den Verlagen – gedemütigt zu werden. Berufsstolz kann nur da entstehen, wo die eigene Arbeit Wertschätzung erfährt.</p>
<p>Sie suchen sich etwas anderes, wenn ihnen diese Wertschätzung verweigert wird.</p>
<p>Kürzlich war ich bei einem Treffen des <a href="http://freischreiber.de/" target="_blank">Freischreiber-Verbands</a>, bei dem es darum ging, Ideen für einen Kongress zu entwickeln, bei dem freiberuflichen Journalisten Wege in die Zukunft aufgezeigt werden sollen. Nach der Vorstellungsrunde war klar, dass von den etwa 20 Anwesenden ungefähr zwei Drittel ihr Geld nicht nur mit Journalismus verdienen. Nicht, weil sie nicht könnten, sondern weil sie nicht mehr wollen.</p>
<p>Denn die Verlage sollten und können davon ausgehen, dass es genau diese Kolleginnen und Kollegen sind, die Alternativen dazu haben, Journalisten zu sein. Die mit ihren Fähigkeiten in anderen Branchen reüssieren können, wo sie besser behandelt und besser bezahlt werden. Und die das nur deshalb bisher nicht getan haben, weil sie leidenschaftliche Journalisten und schlechte Geschäftsleute sind. Aber irgendwann ist auch bei ihnen das Maß voll. Was sich hier vollzieht ist das, was man einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Braindrain" target="_blank">Brain Drain</a> nennt. Und er hat gerade erst begonnen.</p>
<p><strong>Ausbeutung von &#8220;Content&#8221;<br />
</strong><br />
Das alles jedoch, so hat man den Eindruck, macht Verlagen keine Sorgen. Frohgemut werden Honorare bezahlt, die, auf einen Stundenlohn umgerechnet, in <a href="http://www.boeckler.de/pdf/ta_mindestloehne_aentg.pdf" target="_blank">der ostdeutschen Sicherheitsbranche</a> sittenwidrig wären. Es werden Verträge aufgesetzt, die den Autoren immer wieder aufs Neue demonstrieren, dass es um Ausbeutung ihres &#8220;Contents&#8221; und ihrer Arbeitskraft geht, nicht um Zusammenarbeit.</p>
<p>Es bereitet ihnen keine Sorgen. Doch es sollte ihnen Sorgen bereiten. Denn wenn es einen Weg gibt für sie zu überleben, jetzt, da ihre <a href="http://www.shirky.com/weblog/2009/03/newspapers-and-thinking-the-unthinkable/" target="_blank">Veröffentlichungsmonopole der Vergangenheit</a> angehören, dann liegt er darin, Lesern etwas zu bieten, was diese woanders nicht bekommen können, oder zumindest nicht so gut. Döpfner nennt es Führung, andere nennen es schlicht Mehrwert. Und damit meine ich keine Klickstrecken aus Tittenbildern. Sondern fesselnde Reportagen, Analysen, die die Augen öffnen, Recherchen, die zutage fördern, was mancher gerne verbergen würde.</p>
<p>Wie sie das schaffen wollen mit Mitarbeitern, denen sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Verachtung zeigen, ist mir zumindest nicht ganz klar.</p>
<p>Vor allem aber sollten sich die Verlage nicht zu sehr in Sicherheit wiegen.</p>
<p><strong>Der Markt wird es schon regeln<br />
</strong><br />
Journalismus, der seinen Namen verdient, wird sich immer seinen Weg suchen. Dass er in dem historisch begrenzten Zeitraum der letzten Jahrzehnte, in dem politisch begrenzten Raum, den demokratisch verfasste Länder darstellen, in Verlagen stattgefunden hat und zu einem großen Teil noch stattfindet, ist keine Notwendigkeit. Verlage haben einfach das beste Umfeld für Journalismus geboten.</p>
<p>Sobald sie das nicht mehr tun, wird Journalismus woanders stattfinden.</p>
<p>Was dem einen staatliche Zensur und Überwachung, also der Mangel an negativer Pressefreiheit, ist dem anderen ein lachhaftes Honorar, gekoppelt mit einem Total-Buyout-Vertrag, also ein Mangel an positiver Pressefreiheit.</p>
<p>Was also dem einen seine Socke, ist dem anderen sein Weblog. Oder sein <a href="http://spot.us/" target="_blank">Spot.us</a>, sein <a href="http://www.tagesschau.de/kultur/pulitzer106.html" target="_blank">ProPublica</a>, sein <a href="http://www.perlentaucher.de/" target="_blank">Perlentaucher</a>.</p>
<p>Wenn Verlage wollen, dass Journalismus bei ihnen stattfindet, dann müssen sie Journalisten wie Partner behandeln, nicht wie Bittsteller. Ob sie das wollen oder nicht, ist egal. Der Markt, da bin ich ganz zuversichtlich, wird es tatsächlich regeln.</p>
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		<title>Wenn die Verleger doch nur lesen würden, was ihre AutorInnen schreiben&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 09:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch, wenn ich schon zahllose gute Texte von ihr gelesen habe (unter anderem diesen genialen Evergreen), finde ich es doch immer wieder erstaunlich, mit welch eleganter Genauigkeit Kathrin Passig Phänomene der sich rasant ändernden Welt Digitaliens beschreibt, analysiert und erklärt. In ihrer aktuellen Internetkolumne für den Merkur hat sie sich des Themas Empfehlungssyteme / kollaboratives [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch, wenn ich schon zahllose gute Texte von ihr gelesen habe (unter anderem diesen <a href="http://www.kulturindustrie.com/struebelundpassig/2003_09_18.html">genialen Evergreen</a>), finde ich es doch immer wieder erstaunlich, mit welch eleganter Genauigkeit Kathrin <a href="http://twitter.com/kathrinpassig">Passig</a> Phänomene der sich rasant ändernden Welt Digitaliens beschreibt, analysiert und erklärt. In ihrer aktuellen <a href="http://www.online-merkur.de/seiten/lp201005bma.htm">Internetkolumne für den Merkur</a> hat sie sich des Themas Empfehlungssyteme / kollaboratives Filtern angenommen. Und schreibt (unter andere in ihrem langen, lesenswerten Text):</p>
<blockquote><p>Auch für den Einzelnen ist das Verallgemeinern des eigenen Geschmacks verlockend. Der Song, der mich so glücklich macht, muss diesen Effekt doch sicher auch für alle anderen haben. Selbst erfahrene Nutzer von Empfehlungssystemen, die genau wissen müssten, dass es zwischen ihren Geschmacksnachbarn und Freunden keine nennenswerten Überschneidungen gibt, sitzen dieser Illusion immer wieder auf und lassen sich zum Aussprechen von Kauf-, Lese- oder Anhörbefehlen »an alle« hinreißen. Schließlich geht ein Teil des Problems auch schlicht auf das Festhalten an vertrauten Modellen zurück. »Das Netz quillt über mit Informationen – wir organisieren die Rangreihenfolge. Das ist die Leistung, die wir bringen«, erklärte Christoph Keese, Journalist und Lobbyist der Axel Springer AG, im März 2010. Es gibt diese allgemeingültige Rangreihenfolge nicht, und dass Redaktionen eine Weile so tun durften, als gebe es sie, beruhte auf einem Mangel an besseren Lösungen, der mittlerweile behoben ist.</p></blockquote>
<p>Dann hätte man zwar noch immer keine Lösung, würde aber einer <a href="http://irights.info/index.php?id=880">Pseudolösung</a> weniger hinterher rennen und könnte die dabei <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/05/14/zeitungsverleger-werfen-irights-info-urheberrechtsverletzung-vor/">verschwendete Energie</a> sinnvoller einsetzen.</p>
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		<title>Zeitungsverleger werfen iRights.info Urheberrechtsverletzung vor</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 17:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für einen Freiberufler wie mich ist es selbstverständlich schön, viel zu tun zu haben, aber der Nachteil daran ist, dass ich einige Entwicklungen nicht so gut verfolgen kann, wie ich es gern täte. Der gestrige Tag ist ein solches Beispiel. Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), hat gegen iRights.info, das Info-Portal zum Urheberrecht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen Freiberufler wie mich ist es selbstverständlich schön, viel zu tun zu haben, aber der Nachteil daran ist, dass ich einige Entwicklungen nicht so gut verfolgen kann, wie ich es gern täte. Der gestrige Tag ist ein solches Beispiel. Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), hat gegen <a href="http://iRights.info">iRights.info</a>, das Info-Portal zum Urheberrecht in der digitalen Welt, das ich mit ins Leben gerufen habe, <a href="http://breitband.dradio.de/„warten-auf-das-bmj“/">den Vorwurf erhoben</a>, wir hätten das Urheberrecht verletzt. Wolff bezieht sich dabei auf unsere Veröffentlichung des bislang geheim gehaltenen Entwurfs für ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger, erstellt von den Verlegern und kommentiert von ver.di und dem DJV, <a href="http://irights.info/index.php?id=880">der seit dem 7.  Mai bei iRights.info nachzulesen ist</a>.</p>
<p>Das ist natürlich ein ungeheuerlicher (und ungeheurlich dummer) Vorwurf aus dem Mund des Geschäftsführers eines Verbands, der sich für die Pressefreiheit einsetzen sollte, und das auch <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zeitungsverleger-fordern-besseren-Quellenschutz-989070.html">bei vielen Gelegenheiten tut</a> &#8211; bzw. eben bisweilen auch nur vorgibt zu tun, wie man jetzt feststellen muss. <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/05/bdzv-dietmar-wolff-leistungsschutzrecht/">Thomas Knüwer schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Die Gefühlsregungen, die  einen ergreifen sind kaum zu beschreiben. Entsetzen? Ekel? Wut? Irights bleibt da schon bemerkenswert nüchtern.</p></blockquote>
<p>Da hat er Recht. Denn im Gespräch mit Vera Linß, der Breitband-Redakteurin, die ihn befragt hat, war  Wolff sogar noch einen erheblichen Schritt weiter gegangen. Ihr hatte er gesagt:</p>
<blockquote><p>Das Ganze habe auch eine strafrechtliche Dimension, man wolle aber von Konsequenzen in dieser Hinsicht absehen.</p></blockquote>
<p>Da diese Aussage im Audio, das auf der Seite zur Verfügung steht, nicht enthalten ist, sind wir auf diesen Teil seiner Aussage nicht eingegangen. Dass aber im BDZV tatsächlich erwogen worden ist, strafrechtlich gegen ein journalistisches Angebot vorzugehen, ist selbstverständlich ein handfester Skandal &#8211; und das einzige, was der BDZV in dieser Sache richtig gemacht hat ist, dem keine Taten folgen zu lassen. Wobei die Aussage an sich bereits eine recht unverholene Drohung ist &#8211; und damit eine Tat gegen die Pressefreiheit. iRights.info wird nicht Wolffs Rücktritt fordern, wie es Thomas Knüwer in seinem Beitrag getan hat (&#8221;Man kann nur hoffen, dass der BDZV sich schnellstmöglich von Dietmar Wolff trennt.&#8221;). Ich persönlich würde das aber für durchaus angemessen halten.</p>
<p>Reaktionen der anderen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Veroeffentlichung-des-Entwurfs-fuer-Leistungsschutzrecht-sorgt-fuer-Unmut-1000723.html">Veröffentlichung des Entwurfs für Leistungsschutzrecht sorgt für Unmut</a> — heise.de</li>
<li><a href="http://www.perlentaucher.de/feuilletons/2010-05-14.html">Aus den Blogs</a> — perlentaucher.de</li>
<li><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/zeitungsverleger-werfen-irights-info-urheberrechtsverletzung-vor/">Zeitungsverleger werfen iRights.info Urheberrechtsverletzung vor</a> — netzpolitik.org</li>
<li><a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/leistungsschutzrecht-als-urheberrechtsverletzung/">Leistungsschutzrecht als Urheberrechtsverletzung</a> — DIGITALE LINKE</li>
<li><a href="http://carta.info/27417/zeitungsverleger-werfen-irights-info-urheberrechtsverletzung-vor/">Zeitungsverleger werfen iRights.info Urheberrechtsverletzung vor</a> — CARTA</li>
<li><a href="http://winfuture.de/news,55399.html">Zeitungs-Lobby wirft iRights.info Rechtsverstoß vor</a> — winfuture</li>
<li><a href="http://opalkatze.wordpress.com/2010/05/14/zeitungsverleger-fischen-im-truben/">Zeitungsverleger fischen im Trüben</a> — &#8230;Kaffee bei mir?</li>
<li><a href="http://www.neunetz.com/2010/05/14/irights-info-reagiert-auf-vorwurf-des-urheberrechtsverstosses/">irights.info reagiert auf Vorwurf des Urheberrechtsverstosses</a> — neunetz.com</li>
<li><a href="http://blog.fefe.de/?ts=b5131bc6">Lacher des Tages: Bundesverband der Zeitungsverleger &#8230;</a> — Fefes Blog</li>
<li><a href="http://www.piksa.info/blog/2010/05/15/1494/">Wie erwünscht ist beim BDZV eine aufgeklärte Öffentlichkeit?</a> — Blog vom Karpfenweg</li>
</ul>
<p>Bei Rivva war <a href="http://rivva.de/http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/05/14/zeitungsverleger-werfen-irights-info-urheberrechtsverletzung-vor/">die Meldung</a> eine Zeit lang die Top-Story. Bin gespannt, was noch folgt.</p>
<p><a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/05/Rivva_iRights.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1432" title="Rivva_iRights" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/05/Rivva_iRights.png" alt="Rivva_iRights" width="425" height="835" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>iRights.info-Enthüllung zum Leistungsschutzrecht: Reaktionen</title>
		<link>http://immateriblog.de/journalismus/irights-info-enthullung-zum-leistungsschutzrecht-reaktionen/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 08:07:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Freitag haben wir bei iRights.info die Entwürfe der Verleger und Journalistengewerkschaften dju und DJV zum Leistungsschutzrecht veröffentlicht, inklusive einer ausführlichen Analyse. Inzwischen gibt es etliche Reaktionen:

Heise Online: Entwurf für neues Leistungsschutzrecht durchgesickert
Focus Online: Leistungsschutzrecht soll Verlagsinhalte schützen
Zeit Online: Erlösmodell Leistungsschutzrecht
Deutschlandradio Breitband: Nie da gewesene Rechtsverwirrung



taz: Verlage wollen neue Einnahmequelle &#8211; Leistung soll sich lohnen
turi2: Gesetzesentwurf zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag haben wir bei iRights.info die Entwürfe der Verleger und Journalistengewerkschaften dju und DJV zum <a href="http://irights.info/index.php?id=880">Leistungsschutzrecht</a> veröffentlicht, inklusive einer ausführlichen Analyse. Inzwischen gibt es etliche Reaktionen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Entwurf-fuer-neues-Leistungsschutzrecht-durchgesickert-995700.html">Heise Online: Entwurf für neues Leistungsschutzrecht durchgesickert</a></li>
<li><a href="http://www.focus.de/digital/internet/medien-leistungsschutzrecht-soll-verlagsinhalte-schuetzen_aid_505931.html">Focus Online: Leistungsschutzrecht soll Verlagsinhalte schützen</a></li>
<li><a href="http://blog.zeit.de/kulturkampf/2010/05/07/leistungsschutzrecht/">Zeit Online: Erlösmodell Leistungsschutzrecht</a></li>
<li><a href="http://breitband.dradio.de/nie-da-gewesene-rechtsverwirrung/">Deutschlandradio Breitband: Nie da gewesene Rechtsverwirrung</a></li>
</ul>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="600" height="20" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="FlashVars" value="mp3=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/05/08/drk_20100508_1410_6b0cc322.mp3&amp;configxml=http://breitband.dradio.de/player.xml" /><param name="src" value="http://breitband.dradio.de/player.swf" /><param name="flashvars" value="mp3=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/05/08/drk_20100508_1410_6b0cc322.mp3&amp;configxml=http://breitband.dradio.de/player.xml" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="600" height="20" src="http://breitband.dradio.de/player.swf" flashvars="mp3=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/05/08/drk_20100508_1410_6b0cc322.mp3&amp;configxml=http://breitband.dradio.de/player.xml" bgcolor="#ffffff"></embed></object></p>
<ul>
<li><a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/leistung-soll-sich-lohnen/">taz: Verlage wollen neue Einnahmequelle &#8211; Leistung soll sich lohnen</a></li>
<li><a href="http://www.turi2.de/2010/05/07/heute2-gesetzesentwurf-leistungsschutzrecht-durchgesickert-8535513/">turi2: Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht durchgesickert</a></li>
<li><a href="http://www.perlentaucher.de/feuilletons/2010-05-08.html">perlentaucher: Aus den Blogs</a></li>
<li><a href="http://www.presseschauer.de/?p=1144">presseschauer: Sind Blogger Presseverleger?</a></li>
<li><a href="http://www.neunetz.com/2010/05/07/gesetzesentwurf-zu-leistungsschutzrecht-geleakt-befuerchtungen-bestaetigt/">Gesetzesentwurf zu Leistungsschutzrecht geleakt, Befürchtungen bestätigt</a></li>
<li><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/geleakt-gesetzentwurf-fuer-das-leistungsschutzrecht-fuer-presseverleger/">netzpolitik.org: Geleakt: Gesetzentwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger</a></li>
<li><a href="http://www.teczilla.de/leistungsschutzrecht-organisierter-angriff-auf-die-informationsfreiheit/11202/comment-page-1">Teczilla: Leistungsschutzrecht: Organisierter Angriff auf die Informationsfreiheit</a></li>
<li><a href="http://www.urheberrecht.org/news/p/1/i/3945/">Institut für Urheber- und Medienrecht: Entwurf des neuen Leistungsschutzrechtes für Verleger &#8211; Grundsätzliche Zustimmung der Gewerkschaften</a></li>
<li><a href="http://opalkatze.wordpress.com/2010/03/15/leistungsschutzrecht-fur-blogger/">Kaffee bei mir: Leistungsschutzrecht für Blogger!</a></li>
</ul>
<p>Auch zwei Interessenverbände haben sich zu Wort gemeldet:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.freischreiber.de/home/gesetzentwurf-zum-leistungsschutzrecht-best%C3%A4tigt-bef%C3%BCrchtungen">Freischreiber: Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht bestätigt Befürchtungen</a></li>
<li><a href="http://www.djv.de/Diskussion.2995+M5255afceb1a.0.html">DJV: Es geht um die Urheber</a> (natürlich ohne Quellenangabe, wie es sich für einen Journalistenverband gehört)</li>
</ul>
<p>In Österreich ist die Diskussion inzwischen ebenfalls angekommen:</p>
<ul>
<li><a href="http://futurezone.orf.at/stories/1646854/">futurezone@orf.at: Verleger fordern Leistungsschutzrecht</a></li>
<li><a href="http://derstandard.at/1271376107667/Uneinigkeit-Verleger-fordern-Leistungsschutzrecht-fuer-Onlineangebote">derStandard.at: Verleger fordern Leistungsschutzrecht für Onlineangebote</a></li>
</ul>
<p>Eine ausführliche Linkliste mit älteren Beiträgen zum Leistungsschutzrecht &#8211; Verlegerpsositionen, Gutachten, Interviews etc. &#8211; gibt&#8217;s im <a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/gottes-werk-und-googles-beitrag-zeitungsverlage-und-die-herausforderungen-der-link-okonomie/">Beitrag zur Podiumsdiskussion zum LSR bei der Böll-Stiftung</a>.</p>
<p>Hier noch die Video-Aufzeichnung der <a href="http://irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews[tt_news]=467&amp;cHash=522c6d4d6a">Diskussion ums Leistungsschutzrecht bei der re:publica</a>:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/7SaGY9i2Wrk&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/7SaGY9i2Wrk&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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