Sep
2
When you click on these links from Twitter.com or a Twitter application, Twitter will log that click.
Filed Under Datenschutz, Datensicherheit, Publizieren, Social Media, User Generated Content | Leave a Comment
Aha. Und wie es aussieht, wird es schwer sein, diesem “Service”, von dem Twitter auch schreibt: “We hope to use this data to provide better and more relevant content to you over time”, zu entkommen. Eine schöne Formulierung: “we hope to use this data…”
Es wird auch interessant sein zu sehen, was das für Dienste wie Bit.ly und Ow.ly bedeutet.
Das Zitat stammt aus einer Mail, die Twitter letzte Nacht (CET) an seine Nutzer verschickt hat. Hier komplett:
Hi @spielkamp,
Over the coming weeks, we will be making two important updates that will impact how you interact with Twitter applications. We are sending this notice to all Twitter users to make sure you are aware of these changes.
What are applications?
There are over 250,000 applications built using the Twitter API. To use most applications, you first authorize the application to access your Twitter account, after which you can use it to read and post Tweets, discover new users and more. Applications come in many varieties, including desktop applications like TweetDeck, Seesmic, or EchoFon, websites such as TweetMeme, fflick, or Topsy, or mobile applications such as Twitter for iPhone, Twitter for Blackberry, or Foursquare.
Update 1: New authorization rules for applications
Starting August 31, all applications will be required to use “OAuth” to access your Twitter account.
What’s OAuth?
- OAuth is a technology that enables applications to access Twitter on your behalf with your approval without asking you directly for your password.
- Desktop and mobile applications may still ask for your password once, but after that request, they are required to use OAuth in order to access your timeline or allow you to tweet.
What does this mean for me?
- Applications are no longer allowed to store your password.
- If you change your password, the applications will continue to work.
- Some applications you have been using may require you to reauthorize them or may stop functioning at the time of this change.
- All applications you have authorized will be listed at http://twitter.com/settings/connections.
- You can revoke access to any application at any time from the list.
Update 2: t.co URL wrapping
In the coming weeks, we will be expanding the roll-out of our link wrapping service t.co, which wraps links in Tweets with a new, simplified link. Wrapped links are displayed in a way that is easier to read, with the actual domain and part of the URL showing, so that you know what you are clicking on. When you click on a wrapped link, your request will pass through the Twitter service to check if the destination site is known to contain malware, and we then will forward you on to the destination URL. All of that should happen in an instant.
You will start seeing these links on certain accounts that have opted-in to the service; we expect to roll this out to all users by the end of the year. When this happens, all links shared on Twitter.com or third-party apps will be wrapped with a t.co URL.
What does this mean for me?
- A really long link such as http://www.amazon.com/Delivering-Happiness-Profits-Passion-Purpose/dp/0446563048 might be wrapped as http://t.co/DRo0trj for display on SMS, but it could be displayed to web or application users as amazon.com/Delivering- or as the whole URL or page title.
- You will start seeing links in a way that removes the obscurity of shortened links and lets you know where each link will take you.
- When you click on these links from Twitter.com or a Twitter application, Twitter will log that click. We hope to use this data to provide better and more relevant content to you over time.
Thanks for reading this important update. Come and check what’s new at http://twitter.com.
Thanks,
The Twitter Team
Jun
15
Berliner Rede zum Urheberrecht – meine 2 Cent
Filed Under Leistungsschutzrecht, Lobbyismus, Publizieren, Urheberrecht, Verlage, angemessene Vergütung | 19 Comments
Bei IUWIS – Infrastruktur Urheberrecht für Wissenschaft und Bildung gibt es nicht nur einen Artikel zur Berliner Rede der Bundesjustizminsterin von Ben Kaden, sondern auch eine umfasende Zusammenstellung der Reaktionen auf die Rede.
Da ich derzeit wieder unterrichte, komme ich leider nicht dazu, ebenfalls eine fundierte Einschätzung abzugeben. Aber so viel kann ich sagen: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat eine erschreckend rückwarts gewandte Rede gehalten, die mit keinem Wort die drängendsten Probleme der Urheberrechtsgegenwart und -praxis erwähnte: zum einen das völlig aus der Balance geratene Verhältnis zwischen Urhebern und Verwertern. Dass die vertraglichen Regelungen, die Urheber mit Verwertern treffen, eben genau nicht durch das Urheberrechtsgesetz angemessen reguliert werden (auch nicht durch das Stärkungsgesetz), sondern Total-Buyout-Verträge an der Tagesordnung sind, ist im Ministerium entweder nicht angekommen, oder es wird ignoriert. Ich weiß nicht, was ich schlimmer finden soll.
Durch Aussagen wie “Wenn man sich anschaut, wie über das Urheberrecht in der digitalen Welt gestritten wird, dann stelle ich fest, dass die Debatte leider von zwei Extremen bestimmt wird”, versucht die Ministerin den Eindruck zu erwecken, als sei die eine Seite ebenso ernst zu nehmen wie die andere. Damit verschleiert sie, dass es keine ernstzunehmenden, einflussreichen politischen Kräfte gibt, die eine Abschaffung des Urheberrechts fordern (”für die das Urheberrecht ein blanker Anachronismus geworden ist”, wie die Ministerin es ausdrückt), auf der anderen Seite aber Vorschläge wie das Leistungsschutzrecht für Presseverlage im Koalitionsvertrag stehen. Eine bewährte Strategie, um später sagen zu können, man habe einen Ausgleich gesucht und gefunden.
Das andere drängende Problem sind die Fragen von Wissenschaft und Forschung, die also offenbar auch im 3. Korb nicht adäquat adressiert werden. Aber dazu s. den Beitrag von Kaden.
Zum Schluss noch ein Wort zu Ulrich Wickert. Offenbar hatte man ihn eingeladen mit dem Hintersinn, dass nach seiner Einführung die Rede der Ministerin nur noch eine Steigerung sein konnte. Das Kalkül ist aufgegangen. Wickert hat genau die Bräsigkeit und Borniertheit demonstriert, die ihn seit Jahrzehnten charakterisiert hat (als er sich vom Journalisten zum Journalistendarsteller wandelte), und die so viele selbsternannte Alpha-Journalisten auszeichnet: Sie glauben, dass sie auch ohne weitere Recherche zu jedem sich bietenden Thema innerhalb einer Stunde etwas Sinnvolles sagen können. Und niemand hat hinterher die Chuzpe, ihnen zu sagen, dass sie damit leider völlig falsch liegen. Eine kenntnisfreiere Einlassung zum Urheberrecht habe ich selten gehört.
Aber sein Gefalsel von den genialischen Autoren, die vor den bösen Raubkopierern geschützt werden wollen, spielt dem BMJ und der Verwerterlobby natürlich perfekt in die Hände. Wickert (und die Ministerin) sollten sich zwei Dinge durchlesen: Jessica Litmans Essay Copyright as Myth und die Studien von Martin Kretschmer zur ökonomischen Bedeutung des Urheberrechts.
Ach ja (Nachtrag): und natürlich Till Kreutzers Analyse zu AGB: Freiwild oder Artenschutz: Ausbeutung durch AGB und den von iRights.info im Projekt Arbeit2.0 erstellten Abschlussbericht: Arbeit 2.0 – Urheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt (PDF, 6,6 MB) mit meinem Brancheportrait Journalismus.
Man wird ja noch träumen dürfen.
Jun
13
Einloggen13 – oder: Social Media und Journalismus
Filed Under Bürgerjournalismus, Citizen Journalism, In eigener Sache, Journalismus, Publizieren, digitales Publizieren | 7 Comments
15 Volontärinnen und Volontäre der Evangelischen Journalistenschule haben ein Online-Magazin zum Thema Journalismus und Social Media produziert – in zweieinhalb Tagen.
Bis auf die automatisierte Twitterschau (die auch nicht immer zuverlässig funktioniert), ist es hier in den vergangenen Wochen recht still gewesen. Dafür gibt es einen Grund: Zum fünften Mal habe ich an der evangelischen Journalistenschule drei Wochen lang die so genannte „Lehrredaktion Online“ unterrichtet. (Dieses Mal zusammen mit dem großartigen Kollegen Peter Berger.) Read more
Jun
5
Über Brain Drain in Verlagen: “Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln”
Filed Under AGB, Bürgerjournalismus, Citizen Journalism, In eigener Sache, Internet Governance, Internet-Regulierung, Journalismus, Leistungsschutzrecht, Lobbyismus, Publizieren, Urheberrecht, User Generated Content, Veranstaltungen, Verlage, angemessene Vergütung | 3 Comments
Mein Vortrag vom Publishers Forum am 26. April in Berlin ist jetzt bei Kress hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Es ist das gute Recht der Betreiber, damit so umzugehen, aber wie so oft zeigt sich, dass Autoren und Verlage nicht zwangsläufig die gleichen Interessen haben. Ich will ja, dass er gelesen werden kann (und ärgere mich darüber, dass alle Links jetzt zu Kress führen und man dort den Eindruck bekommt, der Vortrag steht nicht mehr zur Verfügung). Daher hier noch einmal der volle Text.

Newspaper man at Germantown Ave and Creshiam Valley Drive. Early 90's. Scanned. (c) Ed Stevenson (http://www.flickr.com/people/estevenson/), CC by-nc 2.0
02.05.2010
Eine Hand voller Content
Seit etwas mehr als zehn Jahren unterrichte ich an Journalistenschulen, in Volontärskursen und an Universitäten Journalismus. Und obwohl es dabei in den allermeisten Fällen nicht um Ethik des Journalismus oder vergleichbar Grundsätzliches geht, sondern um so profane, praxisrelevante Themen wie Recherche oder Online-Journalismus, kommt doch immer wieder die Frage auf, welche Aufgabe der Journalismus hat oder haben sollte, welche Motivation Journalisten antreibt, ihren Job zu machen.
Darauf gibt es viele schlaue Antworten: Man kann vom Journalismus als der vierten Gewalt im Staat sprechen, die die anderen drei kontrollieren soll, von der Wächterfunktion, die er übernimmt, um in einem System der Checks and Balances dafür zu sorgen, dass die Gewaltenteilung funktioniert.
Man kann aber auch sagen, und manchmal tue ich das: Lesen Sie Rafik Schamis Buch “Eine Hand voller Sterne“, dann wissen Sie es. Read more
Mai
25
Über eBooks, DRM und Urheberrecht: Interview bei e-book-news.de
Filed Under Bücher, DRM, E-Books, In eigener Sache, Publizieren, Urheberrecht, Verbraucherschutz, Verlage, digitales Publizieren, eBook | 3 Comments
Ansgar Warner hat mich heute Vormittag zu vielen Fragen rund um eBooks befragt. Und nun steht das Interview bereits online:
Warum kann man ein Hörbuch kopieren, ein E-Book aber nicht? Darf Amazon die Bücher auf dem Kindle löschen? Wozu braucht Aristoteles DRM-Schutz? Urheberrecht im virtuellen Zeitalter gibt selbst Juristen so manches Rätsel auf. Die Macher von irights.info sind angetreten, eine Schneise durch den digitalen Rechte-Dschungel zu schlagen. E-Book-News sprach mit Projektleiter Matthias Spielkamp über alltägliche Risiken und Nebenwirkungen des elektronischen Lesens.
Hier ein Ausschnitt, in dem es darum geht, warum Nutzer Kopierschutz hassen, warum DRM mehr ist als Kopierschutz und welche ungeklärten Fragen sich beim Einsatz digitaler Wasserzeichen stellen. Den Rest gibt’s bei e-book-news.de.
Mai
2
Über Brain Drain in Verlagen: “Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln”
Filed Under In eigener Sache, Leistungsschutzrecht, Publizieren, Urheberrecht, Veranstaltungen, Verlage, angemessene Vergütung | 2 Comments
Am vergangenen Montag habe ich einen Vortrag beim Publishers’ Forum gehalten; heute ist er nun – leicht überarbeitet und mit Links versehen – bei kress online erschienen. Es geht darum, wie Verlage ihre freien Mitarbeiter behandeln, und dass das zu einem Brain Drain führen kann:
Eine Hand voller Content
Seit etwas mehr als zehn Jahren unterrichte ich an Journalistenschulen, in Volontärskursen und an Universitäten Journalismus. Und obwohl es dabei in den allermeisten Fällen nicht um Ethik des Journalismus oder vergleichbar Grundsätzliches geht, sondern um so profane, praxisrelevante Themen wie Recherche oder Online-Journalismus, kommt doch immer wieder die Frage auf, welche Aufgabe der Journalismus hat oder haben sollte, welche Motivation Journalisten antreibt, ihren Job zu machen.
Darauf gibt es viele schlaue Antworten: Man kann vom Journalismus als der vierten Gewalt im Staat sprechen, die die anderen drei kontrollieren soll, von der Wächterfunktion, die er übernimmt, um in einem System der Checks and Balances dafür zu sorgen, dass die Gewaltenteilung funktioniert.
Man kann aber auch sagen, und manchmal tue ich das: Lesen Sie Rafik Schamis Buch “Eine Hand voller Sterne”, dann wissen Sie es.
Apr
9
Mathias Döpfner: That’s the problem of the creator, not the consumer
Filed Under Journalismus, Publizieren, User Generated Content, Verlage | 2 Comments
Matze Döpfner war zu Gast bei Charlie Rose, der USA ihr berühmtester Fernseh-Befrager. Eine große Ehre. Er schwärmt vom iPad (”habe ich mit meinem Sohn im Apple Store in Miami in der Soundso-Straße gekauft” – so reden wohl nur Sektenangehörige) und sagt, dass Verleger weltweit Gott dafür danken sollten, dass Steve Jobs das iPad geschaffen hat. Ist wohl nur noch ein kleiner Schritt dahin, The Jobs dafür zu danken, dass es einen Gott gibt, der ihn – Steve – möglich gemacht hat.
Döpfner singt ausführlich das Loblied auf den User Generated Content (als wenn irgendein Redakteur der WELT schon mal auf einen Leserkommentar reagiert hätte). Und dann sagt er etwas sehr Interessantes. Rose zitiert Walt Mossberg (WSJ) und David Carr (NYT), die in seiner Sendung gesagt haben, das iPad sei für den Konsum gemacht, nicht fürs selber Schöpfen (”consumption, not creation”). Döpfner antwortet darauf: “That’s the problem of the creator, not the consumer – and we should care about the consumer“. Und ein wenig später: “Die Konsumentenperspektive ist wichtig für uns.” Bumm. So weit ist’s also her mit Döpfners Verständnis von User Generated Content…
Apr
6
Natan Dubowizki über Vergangenheit, Gegenwart (und Zukunft?) des Lesens
Filed Under Publizieren, Verlage | 2 Comments
Über Ostern war Nahe Null dran, der Roman des geheimnisumwitterten Autors Natan Dubowizki. Und siehe da: Auch übers Lesen hat er Interessantes zu sagen:
Im vorigen Jahrtausend, als sich seine literarischen Gewohnheiten herausbildeten, war es noch üblich, Romane zu lesen. Das sind so dicke Papierbücher, bis zum Anschlag mit Myriaden von Buchstaben vollgestopft. In jenen fast sagenhaften Jahren gab es in Russland noch Wunderleser, die Krieg und Frieden, Das Leben des Klim Samgin bewältigten, ja sogar Das Glasperlenspiel in beliebiger Übersetzung. Allerdings – womit sollten sich die rechtgläubigen, kostenlos zu Bildung gekommenen und von den lethargischen Partei-Partys gut ausgeschlafenen Marxianer auch sonst beschäftigen? Die Freizeit ließ sich noch irgendwie ausfüllen, aber was sollte man auf der Arbeitsstelle tun? Da konnte man ja nicht einmal richtig trinken.
Was das wohl für die Zukunft des Buches in unserer mit Freizeitvergnügen und Arbeittstress ausgefüllten Welt bedeutet?
Mär
5
iRights.info: Was kauft man, wenn man ein E-Book kauft?
Filed Under AGB, DRM, E-Books, Publizieren, Urheberrecht, Verbraucherschutz, Verlage, digitales Publizieren | Leave a Comment
Ilja Braun hat sich der Frage angenommen, was Verlage E-Book-Käufern (sind es überhaupt “Käufer”?) vorschreiben wollen, was davon rechtens ist, wie’s in der Frage weitergeht. Hier sein Ergebnis.
Dez
17
Geld für Texte im Internet: Die VG Wort stellt sich taub
Filed Under AGB, Journalismus, Publizieren, Urheberrecht, Verlage, Verwertungsgesellschaften | 1 Comment
Die Verwertungsgesellschaft Wort versucht zum dritten Mal, Geld für Texte im Internet auszuschütten. Freiberufliche Autoren werden dabei unter Umständen doppelt übergangen – zugunsten der Verlage. Die VG Wort hat es in der Hand, das zu ändern. Doch sie tut es nicht. Ilja Brauns Text bei iRights.info: Die VG Wort stellt sich taub




