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	<title>immateriblog.de &#187; Publizieren</title>
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	<description>Matthias Spielkamp über Immaterialgüter in der digitalen Welt</description>
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		<title>Berliner Rede zum Urheberrecht &#8211; meine 2 Cent</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 21:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei IUWIS &#8211; Infrastruktur Urheberrecht für Wissenschaft und Bildung gibt es nicht nur einen Artikel zur Berliner Rede der Bundesjustizminsterin von Ben Kaden, sondern auch eine umfasende Zusammenstellung der Reaktionen auf die Rede.
Da ich derzeit wieder unterrichte, komme ich leider nicht dazu, ebenfalls eine fundierte Einschätzung abzugeben. Aber so viel kann ich sagen: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei IUWIS &#8211; Infrastruktur Urheberrecht für Wissenschaft und Bildung gibt es nicht nur <a href="http://iuwis.de/blog/kaum-wissenschaft-kaum-bildung-die-berliner-rede-zum-urheberrecht">einen Artikel</a> zur Berliner Rede der Bundesjustizminsterin von Ben Kaden, sondern auch eine <a href="http://iuwis.de/infopool?name=Berliner+Rede+zum+Urheberrecht&amp;date_filter_op=%3D&amp;date_filter[value][year]=&amp;date_filter[value][hour]=0&amp;date_filter[value][minute]=0&amp;date_filter[value][second]=0&amp;date_filter[value][month]=&amp;date_filter[value][day]=&amp;date_filter[min][year]=&amp;date_filter[min][hour]=0&amp;date_filter[min][minute]=0&amp;date_filter[min][second]=0&amp;date_filter[min][month]=&amp;date_filter[min][day]=&amp;date_filter[max][year]=2010&amp;date_filter[max][hour]=0&amp;date_filter[max][minute]=0&amp;date_filter[max][second]=0&amp;date_filter[max][month]=6&amp;date_filter[max][day]=15">umfasende Zusammenstellung der Reaktionen</a> auf die Rede.</p>
<p>Da ich derzeit wieder unterrichte, komme ich leider nicht dazu, ebenfalls eine fundierte Einschätzung abzugeben. Aber so viel kann ich sagen: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat eine erschreckend rückwarts gewandte Rede gehalten, die mit keinem Wort die drängendsten Probleme der Urheberrechtsgegenwart und -praxis erwähnte: zum einen das völlig aus der Balance geratene Verhältnis zwischen Urhebern und Verwertern. Dass die vertraglichen Regelungen, die Urheber mit  Verwertern treffen, eben genau nicht durch das Urheberrechtsgesetz angemessen reguliert werden (auch nicht durch das Stärkungsgesetz), sondern Total-Buyout-Verträge an der Tagesordnung sind, ist im Ministerium entweder nicht angekommen, oder es wird ignoriert. Ich weiß nicht, was ich schlimmer finden soll.</p>
<p>Durch Aussagen wie &#8220;Wenn man sich anschaut, wie über das Urheberrecht in der digitalen Welt gestritten wird, dann stelle ich fest, dass die Debatte leider von zwei Extremen bestimmt wird&#8221;, versucht die Ministerin den Eindruck zu erwecken, als sei die eine Seite ebenso ernst zu nehmen wie die andere. Damit verschleiert sie, dass es keine <em>ernstzunehmenden, einflussreichen</em> politischen Kräfte gibt, die eine Abschaffung des Urheberrechts fordern (&#8221;für die das Urheberrecht ein blanker Anachronismus geworden ist&#8221;, wie die Ministerin es ausdrückt), auf der anderen Seite aber Vorschläge wie das Leistungsschutzrecht für Presseverlage im Koalitionsvertrag stehen. Eine bewährte Strategie, um später sagen zu können, man habe einen Ausgleich gesucht und gefunden.</p>
<p>Das andere drängende Problem sind die Fragen von Wissenschaft und Forschung, die also offenbar auch im 3. Korb nicht adäquat adressiert werden. Aber dazu s. den Beitrag von Kaden.</p>
<p>Zum Schluss noch ein Wort zu Ulrich Wickert. Offenbar hatte man ihn eingeladen mit dem Hintersinn, dass nach seiner Einführung die Rede der Ministerin nur noch eine Steigerung sein konnte. Das Kalkül ist aufgegangen. Wickert hat genau die Bräsigkeit und Borniertheit demonstriert, die ihn seit Jahrzehnten charakterisiert hat (als er sich vom Journalisten zum Journalistendarsteller wandelte), und die so viele selbsternannte Alpha-Journalisten auszeichnet: Sie glauben, dass sie auch ohne weitere Recherche zu jedem sich bietenden Thema innerhalb einer Stunde etwas Sinnvolles sagen können. Und niemand hat hinterher die Chuzpe, ihnen zu sagen, dass sie damit leider völlig falsch liegen. Eine kenntnisfreiere Einlassung zum Urheberrecht habe ich selten gehört.</p>
<p>Aber sein Gefalsel von den genialischen Autoren, die vor den bösen Raubkopierern geschützt werden wollen, spielt dem BMJ und der Verwerterlobby natürlich perfekt in die Hände. Wickert (und die Ministerin) sollten sich zwei Dinge durchlesen: Jessica Litmans Essay <a href="http://heinonline.org/HOL/LandingPage?collection=journals&amp;handle=hein.journals/upitt53&amp;div=12&amp;id=&amp;page=">Copyright as Myth</a> und die <a href="http://www.bournemouth.ac.uk/about/people_at_bu/our_academic_staff/IBAL/profiles/mkretschmer.html">Studien von Martin Kretschmer</a> zur ökonomischen Bedeutung des Urheberrechts.</p>
<p>Ach ja (Nachtrag): und natürlich Till Kreutzers Analyse zu AGB: <a href="http://www.irights.info/?q=node/761">Freiwild oder Artenschutz: Ausbeutung durch AGB</a> und den von iRights.info im <a href="http://irights.info/?q=Branchenportraits">Projekt Arbeit2.0</a> erstellten Abschlussbericht: <a href="http://irights.info/fileadmin/texte/material/Abschlussbericht.pdf">Arbeit 2.0 &#8211; Urheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt</a> (PDF, 6,6 MB) mit meinem <em>Brancheportrait Journalismus</em>.</p>
<p>Man wird ja noch träumen dürfen.</p>
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		<title>Einloggen13 &#8211; oder: Social Media und Journalismus</title>
		<link>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/einloggen13-oder-social-media-und-journalismus/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 11:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Citizen Journalism]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Publizieren]]></category>
		<category><![CDATA[digitales Publizieren]]></category>

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		<description><![CDATA[15 Volontärinnen und Volontäre der Evangelischen Journalistenschule haben ein Online-Magazin zum Thema Journalismus und Social Media produziert – in zweieinhalb Tagen.

Bis auf die automatisierte Twitterschau (die auch nicht immer zuverlässig funktioniert), ist es hier in den vergangenen Wochen recht still gewesen. Dafür gibt es einen Grund: Zum fünften Mal habe ich an der  evangelischen Journalistenschule [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>15 Volontärinnen und Volontäre der Evangelischen Journalistenschule haben ein <a href="http://ejs.ituj-training.de/">Online-Magazin zum Thema Journalismus und Social Media</a></strong><strong> produziert – in zweieinhalb Tagen.</strong></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/"><img class="alignleft size-full wp-image-1479" title="eiloggen13" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/06/eiloggen13.jpg" alt="eiloggen13" width="425" height="274" /></a></p>
<p>Bis auf die automatisierte Twitterschau (die auch nicht immer zuverlässig funktioniert), ist es hier in den vergangenen Wochen recht still gewesen. Dafür gibt es einen Grund: Zum fünften Mal habe ich an der  <a href="http://www.evangelische-journalistenschule.de/">evangelischen Journalistenschule</a> drei Wochen lang die so genannte „Lehrredaktion Online“ unterrichtet. (Dieses Mal zusammen mit dem großartigen Kollegen <a href="http://medienstratege.de">Peter Berger</a>.)<span id="more-1472"></span></p>
<p>Die Lehrredaktion online gehört zur 18monatigen Ausbildung der <a href="http://evangelische-journalistenschule.de/index.php?page=aktueller-jahrgang">Volontärinnen und Volontäre</a>. In dieser Zeit soll ihnen vermittelt werden, was „Journalismus online“ ist, sein kann und vielleicht sein wird.</p>
<p>Drei Wochen hört sich nach einer langen Zeit an, aber wenn man sich das <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/06/curriculum.pdf">Curriculum</a> (PDF, 96 kb) ansieht, dann stellt man fest, dass sie sehr knapp sind. Denn mein Anspruch ist es, zum einen das Handwerk (Schreiben fürs Web, Grundlagen der Fotobearbeitung, Audio-Slideshow etc.) und den Umgang mit Werkzeugen zu vermitteln (CMS, Social Media Tools etc.), zum anderen aber auch einen reflektierten Überblick über die Entwicklungen im Journalismus zu geben. Und diese Entwicklungen kristallisieren eben besonders in der Debatte über „das Internet“ – und was es mit „dem Journalismus“ macht.</p>
<p><strong>Das Internet und die Zukunft des Journalismus</strong></p>
<p>Eigentlich keine Frage, die auf eine Lehrredaktion online begrenzt sein sollte, aber ich kenne es nun seit mehr als zehn Jahren, dass Internet-Themen mit Online-Journalismus gleichgesetzt werden. Beste Beispiele sind Recherche online (welcher Print-, Radio- oder Fernsehjournalist kann darauf verzichten?) und die Debatte um die Internet-Regulierung, die als Online-Thema verstanden wird – was ungefähr so schlüssig ist, wie die Auseinandersetzung über die Gesundheitsreform ausschließlich im „Gesundheitsmagazin Praxis“ zu verhandeln.</p>
<p>Deutlich wird das an der Leseliste, die ich für die Lehrredaktion zusammengestellt habe. Ich habe sie nun vom (internen) Wiki <a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/leseliste/">hier auf eine Seite</a> gehoben und würde mich sehr über Anregungen und Kommentare dazu freuen.</p>
<p>Außerdem gab es zwei  Gastdozenten (<a href="http://persiel.com">Jan Persiel</a> zu Photoshop und <a href="http://irights.info/index.php?q=node/1478">Till Kreutzer</a> zu Online-Recht) und vier Gäste: <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/97.html">Thierry Chervel</a>, Mitgründer des <a href="http://www.perlentaucher.de/">Perlentauchers</a>, <a href="http://www.weltreporter.net/index.php?page=korrespondent&amp;lang=de&amp;id=9">Kai Schächtele</a>, freier Journalist und derzeit auf <a href="http://www.wintermaerchen2010.com/">Slideshow-Safari in Südafrika</a>, <a href="http://www.netbooknews.de/uber-nbn/">Sascha Pallenberg</a> von <a href="http://www.netbooknews.de/">netbooknews</a> (per IP-Telefonie aus San Francisco) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Beckedahl">Markus Beckedahl</a> von <a href="http://netzpolitik.org">netzpolitik.org</a>. Es waren spannende Diskussionen, die sich da entwickelt haben, und ich hätte es mir einerseits gewünscht, dass sie per Video dokumentiert wären. Andererseits hätte es sicher dazu geführt, dass der eine oder andere dann nicht mehr so frei von der Leber weg gefragt und geantwortet hätte.</p>
<p>Was Peter und mir gelegen kam ist, dass die Lehrredaktion die letzte der Ausbildung ist, d.h. die Volos haben schon Print in verschiedenen Variationen, Radio und Fernsehen hinter sich gebracht, außerdem ein eigenes, tolles Magazin produziert: <a href="http://www.einsichten13.de/download.html">Einsichten13</a> (inkl. <a href="http://www.facebook.com/pages/Berlin-Germany/Einsichten13/340932446655">Facebook-Seite</a>) &#8211; daher auch der nicht ganz selbsterklärende Name &#8220;Einloggen13&#8243; des Online-Magazins.</p>
<p><strong>Im Schweinsgalopp</strong></p>
<p>Ein eigenes Produkt sollte natürlich auch das Ergebnis der Lehrredaktion online sein. Im Gegensatz zum Printmagazin, wo vier oder sogar sechs Wochen dafür zur Verfügung standen, hatten die Volos in diesem Fall aber etwas weniger Zeit – zweieinhalb Tage, um genau zu sein. Von der Themenfindung über die Recherche bis zur Produktion.</p>
<p>Das schreibe ich deshalb so explizit, weil es einigen Teilnehmern schwer fiel, das Resultat mit ihrem (lobenswerten) journalistischen Anspruch und Perfektionismus in Einklang zu bringen und zwischenzeitlich sogar überlegt hatten, das produzierte Online-Magazin hinter einem Passwortschutz verschwinden zu lassen. Ich bin sehr froh, dass das dann doch nicht passiert ist – denn es wäre schade, wenn dieses fantastische Ergebnis jetzt nicht zu sehen wäre.</p>
<p>15 Beiträge sind in den drei Tagen entstanden, darunter drei Videos und einige Audiointerviews. Schon die Themenkonferenz hat Peter und mich begeistert: in null Komma nix waren 30 sehr gute Ideen für Geschichten gefunden, von denen dann 15 übrig geblieben sind. Darunter ein Interview mit Cynthia Typaldos, die den Bezahldienst Kachingle erfunden hat, und die von Autorin Christiane Hawranek auf dem Berliner Hauptbahnhof abgepasst wurde, ein Text dazu, was APIs für den Journalismus bedeuten, über dem Autorin Karola Kallweit fast zur Hackerin geworden ist (naja: fast <img src='http://immateriblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ). Nadine Ahr und Lilith Becker haben untersucht, was deutsche Zeitungsverlage bei Facebook treiben, Martin Rothe hat sich das Heddesheimblog &amp; Co. angeschaut, Vera Pache das Modemagazin I Like My Style, das aus einer Internet-Community entstanden ist, Jan Mölleken fragt, was denn Journalisten eigentlich mit Twitter anfangen sollen. Und so vieles  mehr. Unten Links zu allen Artikeln in der Ressortstruktur wie auf der Site.</p>
<p>Meiner Ansicht nach ist das Experiment, Journalisten ein Magazin zum Verhältnis von Social Media und Journalismus mit den Mitteln von Journalismus und Social Media produzieren zu lassen, aufgegangen. Schön ist, dass sich jeder davon selbst überzeugen kann. Und auch die Kommentarfunktion ist offen.</p>
<p><strong>Ressort Mensch</strong></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1684">Revolution an der Graswurzel</a> - Medienprojekte wie „InsightShare“ oder das Bloggerportal „Rising Voices“ glauben an die beste aller möglichen Welten: Eine Welt, in der die Entrechteten ihre Stimme erheben. <em>von Christina Felschen</em></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1455">„In den USA dreht sich alles um Geld, Geld, Geld“</a> - Cynthia Typaldos tourt zurzeit durch Deutschland. In einem großen blauen Rollkoffer transportiert die 59-Jährige Infos über ihren Bezahldienst Kachingle – und stapelweise Fotos von ihrem Hund Bunny. (mit Audio-Interviews) <em>von Christiane Hawranek</em></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1446">Glauben an die Nische</a> - Sie bloggen, wo die NPD aufmarschiert, laden Videos über Mikrokredite auf youtube und facebook. In Blogs, social networks oder bei twitter ist die Nische das Kapital. <em>von Tanja Tricarico</em></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1655">Konkurrent Blogger?</a> - Der Medienwissenschaftler Dr. Stefan Höltgen über Weblogs und Journalismus. (Video) <em>von Christoph Cöln</em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1381">Was ist eigentlich Social Media?</a> - <em><span style="font-style: normal;">Social Media: Eine Umfrage. (Video) </span>von Nadine Ahr und Lilith Becker</em></span></em></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1872">Köhler aus dem Amt gebloggt?</a> - Blogger feiern ihren Einfluss beim Rücktritt Köhlers. Den „etablierten Medien“ werfen sie vor, schnarchnasig zu sein oder sogar, unter Zensur zu stehen. Was ist dran an dem Vorwurf? <em>von Silke Kehl und Monika Konigorski</em></p>
<p><strong>Ressort Marke</strong></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><strong><span style="font-weight: normal;"><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1463">Trinkgeld für die digitale Kaffeekasse</a> - Noch spielen nur wenige Blogs Geld ein. Auch die Bezahldienste Flattr und Kachingle bringen nur Centbeträge. Doch die Zahl der Internetseiten, die die Online-Spendenbüchsen nutzen, wächst und wächst. <em>von Christiane Hawranek</em></span></strong></span></em></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1457">Feedback bei Facebook</a> - Immer mehr Zeitungen haben Fanseiten in sozialen Netzwerken. Leser können Artikel kommentieren und bewerten. Aber was bringt das? Wir haben nachgefragt bei Zeit, Welt und Taz.?<em>von Nadine Ahr und Lilith Becker</em></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1390">Lokalblogger statt Bratwurst-Journalist</a> - Heddesheimblog &amp; Co. sind die Schreckgespenster der Lokalzeitungen. Andere feiern sie als Wiedergeburt des kritischen Lokaljournalismus. Aber lässt sich damit Geld verdienen? <em>von Martin Rothe</em></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1385">Mein Stil, meine Fotos – Dein Magazin</a> - Erst im Netz und dann auf Papier. I Like My Style ist das erste Modemagazin, das aus eine Internet-Community entstanden ist. <em>von Vera Pache</em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1370">Marke werden – aber wie?</a> - <em><span style="font-style: normal;">Ein Chef, ein Job von neun bis fünf, ein festes Gehalt – das war gestern. Heute müssen Journalisten sich breit aufstellen und zu Unternehmern werden. Ein Besuch in der Zukunft. </span>von Jana Petersen und Adrian Pickshaus</em></span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><strong>Ressort Maschine</strong></span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1528">Zwitschern für Journalisten</a> - <em><span style="font-style: normal;">Verleger und Chefredakteure lieben es. In Redaktionen gilt es als das Ding der Zukunft. Aber mal im Vertrauen: Wissen Sie wirklich, was Twitter ist und wozu man es brauchen kann? </span>von Jan Mölleken</em></span></em></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1366">Die Speisung der Fünftausend – das Guardian-Experiment</a> - API statt Bezahlinhalt: Der Guardian stellt seine Inhalte kostenlos anderen Webseiten zur Verfügung. Porträt eines Konzepts, dass eine Erfolgsgeschichte werden könnte. <em>von Karola Kallweit</em></p>
<p><a href="http://ejs.ituj-training.de/?p=1632">Besser suchen bei Twitter</a> - Twitter kann für Journalisten auf Newssuche ein hilfreicher Freund sein – oder ein quälendes Ärgernis. Diese Tipps und Tools zur besseren Suche sparen Zeit und schonen die Nerven. <em>von Jan Mölleken</em></p>
<p>Und zur Unterhaltung gleich hier die Umfrage: Was ist eigentlich Social Media?</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="448" height="270" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/C37HBDoVT6k&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="448" height="270" src="http://www.youtube.com/v/C37HBDoVT6k&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Über Brain Drain in Verlagen: &#8220;Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln&#8221;</title>
		<link>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/uber-brain-drain-in-verlagen-journalisten-nicht-wie-bittsteller-behandeln-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 07:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Vortrag vom Publishers Forum am 26. April in Berlin ist jetzt bei Kress hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Es ist das gute Recht der Betreiber, damit so umzugehen, aber wie so oft zeigt sich, dass Autoren und Verlage nicht zwangsläufig die gleichen Interessen haben. Ich will ja, dass er gelesen werden kann (und ärgere mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Vortrag vom<span style="color: #e3007b ! important; text-decoration: none;"><a href="http://www.publishersforum.de/index.php" target="_blank"> Publishers Forum</a></span> am 26. April in Berlin ist jetzt bei Kress hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Es ist das gute Recht der Betreiber, damit so umzugehen, aber wie so oft zeigt sich, dass Autoren und Verlage nicht zwangsläufig die gleichen Interessen haben. Ich will ja, dass er gelesen werden kann (und ärgere mich darüber, dass alle Links jetzt zu Kress führen und man dort den Eindruck bekommt, der Vortrag steht nicht mehr zur Verfügung). Daher hier noch einmal der volle Text.</p>
<div id="attachment_1453" class="wp-caption alignleft" style="width: 435px"><a rel="attachment wp-att-1453" href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/uber-brain-drain-in-verlagen-journalisten-nicht-wie-bittsteller-behandeln-2/attachment/newspaperman_425/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1453" title="newspaper man" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/06/newspaperman_425.jpg" alt="Newspaper man" width="425" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Newspaper man at Germantown Ave and Creshiam Valley Drive. Early 90&#39;s. Scanned. (c) Ed Stevenson (http://www.flickr.com/people/estevenson/), CC by-nc 2.0</p></div>
<p>02.05.2010</p>
<p><strong>Eine Hand voller Content<br />
</strong><br />
Seit etwas mehr als zehn Jahren unterrichte ich an Journalistenschulen, in Volontärskursen und an Universitäten Journalismus. Und obwohl es dabei in den allermeisten Fällen nicht um Ethik des Journalismus oder vergleichbar Grundsätzliches geht, sondern um so profane, praxisrelevante Themen wie Recherche oder Online-Journalismus, kommt doch immer wieder die Frage auf, welche Aufgabe der Journalismus hat oder haben sollte, welche Motivation Journalisten antreibt, ihren Job zu machen.</p>
<p>Darauf gibt es viele schlaue Antworten: Man kann vom Journalismus als der vierten Gewalt im Staat sprechen, die die anderen drei kontrollieren soll, von der Wächterfunktion, die er übernimmt, um in einem System der Checks and Balances dafür zu sorgen, dass die Gewaltenteilung funktioniert.</p>
<p>Man kann aber auch sagen, und manchmal tue ich das: Lesen Sie <strong>Rafik Schamis </strong>Buch &#8220;<strong>Eine Hand voller Sterne</strong>&#8220;, dann wissen Sie es.<span id="more-1410"></span></p>
<p>Das Buch handelt vom Leben eines 14jährigen Bäckersjungen im Damaskus der – wahrscheinlich – 70er Jahre. Seinen Namen kennen wir nicht, denn er ist der Ich-Erzähler des Buches, es sind seine Tagebucheinträge, die wir lesen. Der Junge muss in der Bäckerei seines Vaters arbeiten, aber er schreibt lieber Gedichte und lernt im täglichen Leben sehr genau die kleinen und großen Ungerechtigkeiten kennen, die ihn umgeben. Irgendwann trifft er beim Brotaustragen auf Habib.</p>
<p>Habib ist der typische Journalist, wie wir ihn aus Büchern und Filmen kennen: er raucht zu viel, trinkt zu viel und pflegt ein eher distanziertes Verhältnis zur Körperhygiene. Aber im Gegensatz zu vielen Darstellungen in westlichen Büchern, liegt der Grund nicht darin, dass seine Frau ihn verlassen hat oder er ein einsamer Wolf ist, der in seiner Jugend &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/All_the_presidents_men" target="_blank">All the Presidents Men</a>&#8221; gelesen hat.</p>
<p>Sondern darin, dass er für eine Regierungszeitung arbeitet, um sich über Wasser zu halten – sich dafür aber verachtet, weil er sich irgendwann, gemeinsam mit einem Kollegen, geschworen hatte, nur die Wahrheit zu berichten. Dieser Kollege ist jetzt sein Chefredakteur und weigert sich, regierungskritische Texte abzudrucken.</p>
<p>Über eine ihrer ersten Begegnungen heißt es im Tagebuch des Jungen:</p>
<p>&#8220;Ich erzählte ihm, dass ich Journalist werden will, und bat ihn, mir etwas von diesem Beruf beizubringen. &#8216;Vergiß es, mein Junge! Lieber wäre ich Bäcker; der weiß zumindest, daß er etwas Nützliches tut.&#8217;&#8221;</p>
<p>Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.</p>
<p>Natürlich vergisst es der Junge nicht, sondern gründet mit Habib eine anonyme Zeitung, in der sie über die Ungerechtigkeit im Land berichten und die Regierung kritisieren. Das besondere an der Zeitung ist nicht nur der Inhalt, sondern auch der Vertrieb: sie vervielfältigen die Artikel mit einer Matrize und stecken sie in Socken, die sie für einen Schleuderpreis auf dem Basar verkaufen.</p>
<p><strong>Sie kämpfen für die Wahrheit<br />
</strong><br />
Für eine Weile läuft die Zeitung gut. Doch dann wird Habib festgenommen, weil ihm die Regierung auf die Schliche gekommen ist. Es wird angedeutet, dass er nicht mit dem Leben davon kommen wird. Aber, so fasst ein <strong>Wikipedia</strong>-Autor den Schluss zusammen, &#8220;der inzwischen Siebzehnjährige gibt nicht auf und führt mit seinen Freunden Mahmud und Nadia die Sockenzeitung weiter, um der Regierung zu demonstrieren, dass sie immer für die Wahrheit kämpfen werden und diese nie aufgeben.&#8221;</p>
<p>Sie kämpfen für die Wahrheit und geben diese nie auf. Sie sind Journalisten geworden. Dazu später mehr.</p>
<p>Wir leben in Deutschland, nicht in Syrien. Das bedauere ich bisweilen, wenn ich aufs Wetter schaue, aber ich hatte schon das Vergnügen, in Damaskus mit Journalisten zu arbeiten und kann sagen: Deutschland ist ein Paradies im Vergleich zu Syrien, wenn es um die negative Pressefreiheit geht.</p>
<p>Negative Pressefreiheit – was soll das sein?</p>
<p>Der Philosoph <strong>Isaiah Berlin</strong> unterscheidet zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Isaiah_Berlin" target="_blank">negativer und positiver Freiheit</a>. Das Konzept ist umstritten, aber gut geeignet deutlich zu machen, worum es hier geht. Negative Freiheit bedeutet Berlin zufolge &#8220;Freiheit von etwas&#8221; – also Freiheit von Zwang, Unterdrückung, Zensur, Gewalt. Ihr zur Seite steht die positive Freiheit, die &#8220;Freiheit zu etwas&#8221; – also einem selbst bestimmten Leben, Autonomie und ähnlichem.</p>
<p>Die negative Freiheit des Journalismus ist in Deutschland garantiert durch den <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html" target="_blank">Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes</a> und wurde gegen zahlreiche Angriffe, die auch in diesem Land immer wieder stattfinden, geschützt durch die Urteile des Bundesverfassungsgerichts, zuletzt das von vielen hoch gelobte Urteil im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cicero-Urteil" target="_blank">Fall &#8220;Cicero&#8221;</a>.</p>
<p><strong>Positive Pressefreiheit<br />
</strong><br />
Darauf darf man sich nicht ausruhen, denn die Angriffe auf diese negative Pressefreiheit durch Vorhaben wie die <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/149/423908/text/" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung</a> hören ja nicht auf. Aber mir soll es um die positive Pressefreiheit gehen – um die Freiheit zum Journalismus.</p>
<p>Womit wir beim Verhältnis zwischen Verlagen und Journalisten sind.</p>
<p>Vor einigen Wochen hat <a href="http://en.ejo.ch/?page_id=622" target="_blank">Stefan Ruß-Mohl</a>, Professor für Journalistik und Medienmanagement an der <strong>Universität Lugano</strong>, in der &#8220;<strong>Süddeutschen Zeitung</strong>&#8221; einen <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/542/501793/text/" target="_blank">Beitrag</a> in der Reihe mit dem paradigmatischen Titel &#8220;Wozu noch Journalismus?&#8221; veröffentlicht. Er war der erste und bisher einzige, der ein Thema ansprach, vor dem sich Verlage drücken wie ein Schulbub vor den Hausaufgaben: Die Bezahlung ihrer Mitarbeiter, und zwar nicht in erster Linie der Angestellten, sondern der freien Mitarbeiter.</p>
<p>&#8220;Zur Professionalität&#8221;, so Ruß-Mohl, &#8220;zum Beruf des Journalisten gehört Unabhängigkeit und – ja, auch: ein bisschen Stolz. Nicht zu verwechseln mit Arroganz und Dünkel, die leider in der Zunft ebenfalls sehr verbreitet sind. Unabhängigkeit und Stolz sind mit dem nicht vereinbar, was die Branche derzeit ihren fest angestellten Mitarbeitern zumutet und wie kümmerlich sie freie Journalisten honoriert. Wenn wir professionellen Journalismus erhalten wollen, gilt es deshalb, der Gratis-Kultur eine Kultur der Fairness entgegensetzen. Das ist kein leichtes, aber ein lohnendes Unterfangen.&#8221;</p>
<p>Wenn Ruß-Mohl hier von Gratiskultur spricht, dann meint er zum einen das, was in Verlagen darunter verstanden wird; wenn Verleger von ihren Lesern im Internet als von durch eine &#8220;Geiz-ist-geil&#8221;-Mentalität versauten Parasiten sprechen, die teuer produzierten so genannten &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; nur kostenlos haben wollen. Zugleich setzen sie ihnen von Rechtschreibfehlern über <a href="http://www.bildblog.de/16128/wie-sich-alle-mit-hartz-iv-verrechnen/" target="_blank">lausige Recherche</a> bis <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/gute-nachrichten-schlechte-nachrichten/" target="_blank">Kampagnenjournalismus</a> alles vor, was sie im Ärmel haben, um ihre eigenen Sonntagsreden Lügen zu strafen. Und dann kommen auch noch böse Blogger und weisen darauf hin.</p>
<p>Diese Gratiskultur also soll ein Ende haben, und auch Ruß-Mohl singt das hohe Lied der Bezahlinhalte. Was davon zu halten ist, können Sie im ausgezeichneten <a href="http://medialdigital.de/2010/04/23/inhalteproduzenten-brauchen-neue-wertschopfungsketten-meine-keynote-beim-cologne-web-content-forum/" target="_blank">Vortrag</a> von <strong>Ulrike Langer</strong> nachlesen, den sie vergangene Woche beim &#8220;<strong>Cologne web content forum</strong>&#8221; gehalten hat, und der mit zahlreichen weiter führenden Links versehen ist. In ihrem Weblog natürlich.</p>
<p><strong>Kümmerliche Honorierung freier Journalisten<br />
</strong><br />
Ich will mich darauf konzentrieren, was Ruß-Mohl auch angesprochen hat: auf die kümmerliche Honorierung freier Journalisten.</p>
<p>Im Selbstversuch mit der Stoppuhr hat Ruß-Mohl aufgezeichnet, dass er etwa zehn Stunden an dem Beitrag geschrieben hat, wobei er auf Textpassagen aus früheren Publikationen zurück greifen konnte. Eine weitere halbe Stunde lang hat er den Beitrag auf Wunsch der Redaktion überarbeitet. Er schreibt: &#8220;Hätte ein Journalist recherchiert und nicht ein Professor auf sein Wissen und seine eigenen Vorleistungen zugreifen können, wäre vielleicht ein ausgewogeneres Stück mit mehr Quellen entstanden, aber dies hätte vermutlich die Produktionszeit verdoppelt.&#8221;</p>
<p>Zum Honorar sagt Ruß-Mohl nur, dass es nicht der Rede wert sei und weit unter dem Satz liege, der bei der Printausgabe üblich ist.</p>
<p>Nun, ich kann das Geheimnis zumindest zum Teil lüften: Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; zahlt für einen Beitrag im Feuilleton etwa 1,50 Euro pro Zeile à 40 Anschläge. Ruß-Mohls Text hat 12.800 Anschläge, er hätte also 480 Euro dafür bekommen – wenn er in der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221; erschienen wäre.</p>
<p>Beim Online-Angebot dürfte es mindestens ein Drittel weniger sein, das wären dann 320 Euro. Bei einem Freiberufler gehen davon Steuern und Sozialversicherung ab, und natürlich die Arbeitsmittel, für die er selber zu sorgen hat, vom Computer, über das Telefon bis zum Büro. Das alles für eineinhalb bis zwei Tage Arbeit.</p>
<p>Nur: Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; zahlt vergleichsweise gut.</p>
<p>Auf <a href="http://www.mediafon.net/empfehlungen_honorare_text.php3?view=&amp;si=&amp;lang=1" target="_blank">mediafon.net</a>, einem Informationsangebot der Gewerkschaft <strong>verdi</strong>, kann man sich die Zeilenhonorare anderer deutscher Zeitungen anschauen.</p>
<p>Es zahlen<br />
• der &#8220;<strong>Mannheimer Morgen</strong>&#8220;: 46 Cent pro Zeile;<br />
• der &#8220;<strong>Münchner Merkur</strong>&#8220;: 41 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Augsburger Allgemeine</strong>&#8220;: 20 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Deister-Leine-Zeitung</strong>&#8220;: 15 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Westfälische Rundschau</strong>&#8220;: 15 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Offenbacher Post</strong>&#8220;: 12 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Norddeutsche Rundschau</strong>&#8220;: 11 Cent;<br />
• die &#8220;<strong>Marburger Neue Zeitung</strong>&#8220;: 10 Cent.</p>
<p>Ich zitiere aus dem <a href="http://www.irights.info/index.php?id=728" target="_blank">Eröffnungsvortrag</a>, den <strong>Tom Schimmeck</strong> beim Gründungskongress des Verbands freier Journalisten, <strong>Freischreiber</strong>, im November 2008 gehalten hat:</p>
<p>&#8220;Ja, da lacht der Freie: Da braucht er nur jeden Monat einen Text von ungefähr der Länge der Bibel zu verfassen, um auf einen anständigen Lebensunterhalt zu kommen.&#8221;</p>
<p>Zum Lachen ist vielen freien Journalisten schon lange nicht mehr zumute.</p>
<p>Womit wir wieder bei der positiven Pressefreiheit sind, bei der Freiheit dazu, Journalismus zu produzieren. Diese Freiheit ist bedroht. Nicht vom Staat, nicht von der Polizei, wild gewordenen Staatsanwälten oder größenwahnsinnigen Innenministern.</p>
<p>Sondern von den Verlagen selbst.</p>
<p>&#8220;Journalisten machen keine PR&#8221;, lautet Punkt 5 des <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/index.php?article_id=267" target="_blank">Medienkodex des Netzwerk Recherche</a>. Die Wahrheit ist nur: Natürlich machen viele Journalisten PR, weil sie sonst gleich ALG II beantragen könnten.</p>
<p><strong>Arroganz wohlfeiler Kodizes<br />
</strong><br />
Vor allem aber, und das zeigt die unglaubliche Ignoranz und Arroganz, die sich hinter solch wohlfeilen Kodizes verbirgt, die meist ausschließlich von Gehaltsempfängern gezimmert werden: alle Medien, auch die selbst ernannten Qualitätsmedien, von &#8220;FAZ&#8221; über &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; bis hin zu den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, lassen sich ihre Zeitungen und Sendungen verdeckt von den PR-Abteilungen von <strong>Daimler</strong> und <strong>Siemens</strong> subventionieren. Wie ich darauf komme?</p>
<p>Bei knapp der Hälfte der freiberuflichen Journalisten reichen die Einnahmen aus journalistischer Arbeit nicht aus, um <a href="http://www.dfjv.de/fileadmin/user_upload/pdf/DFJV_Studie_Freie_Journalisten.pdf" target="_blank">ihren Lebensunterhalt zu bestreiten</a>.</p>
<p>Wo kommt das Geld also her? Zu einem großen Teil aus PR-Aufträgen. Ohne sie könnten viele es sich überhaupt nicht mehr leisten, journalistisch zu arbeiten.</p>
<p>Die Verleger glauben an den Journalismus. Sie vergessen nicht, das bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu betonen. Denn irgendwer müsse ja auswählen für die Leser aus der alles überschwemmenden Flut der Nachrichten.</p>
<p>Beispielhaft <strong>Springer</strong>-Vorstand <a href="http://www.welt.de/print-welt/article215176/Der_Journalismus_lebt_Essay.html" target="_blank">Mathias Döpfner beim Weltkongress der Zeitungsverleger</a> vor vier Jahren: &#8220;Denn von einem bin ich überzeugt&#8221;, sagte Döpfner, &#8220;wenn jede Information für jedermann jederzeit überall verfügbar ist, dann wächst das Bedürfnis nach Orientierung, Auswahl oder dem, was den guten Zeitungsjournalisten ausmacht: Führung.&#8221;</p>
<p><strong>Schlag ins Gesicht: Total Buyout<br />
</strong><br />
Und – wer soll sie übernehmen, diese Führung? Die Journalisten, die einen Großteil von Döpfners Produkten mit Inhalten füllen, denen Springer aber einen Total-Buyout-Vertrag vorgelegt hat, der nicht nur ein Schlag in ihr Gesicht war, sondern anschließend auch <a href="http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4bacdf7e5a707&amp;akt=news_recht&amp;view=&amp;si=4bd3210bc7a65&amp;lang=1" target="_blank">vor Gericht für teilweise rechtswidrig</a> erklärt worden ist? Das gleiche gilt für Geschäftsbedingungen des <a href="http://www.djv.de/Aktuelle-News.2905+M50dc6baa0e2.0.html" target="_blank">Bauer-Verlags</a> und des <a href="http://www.pressebox.de/pressemeldungen/deutscher-journalisten-verband-e-vgewerkschaft-der-journalistinnen-und-journalisten/boxid/279946" target="_blank">Nordost-Mediahouse</a>, Herausgeber des &#8220;<strong>Nordkurier</strong>&#8220;.</p>
<p>Was die Geschäftsführung der &#8220;Zeit&#8221;, dieses heiligen Grals des Journalismus in Deutschland, nicht daran gehindert hat, vor einigen Wochen einen <a href="http://freischreiber.de/home/wann-wir-schreiten-zeit%E2%80%99-zeit%E2%80%99" target="_blank">vergleichbaren Vertrag</a> vorzulegen, mit dem sie ihre Autoren zwingen will, sämtliche Nutzungsrechte an ihren Werken für alle Zeiten, inklusive der Vergangenheit, abzutreten. Den meisten Juristen dürften sich die Haare sträuben.</p>
<p><strong>DJV</strong> und <strong>dju</strong> haben bereits beantragt, eine einstweilige Verfügung gegen die &#8220;Zeit&#8221; zu erlassen, mit der dem Verlag untersagt werden soll, Zitat: &#8220;von freien Journalistinnen und Journalisten die maßlose Einräumung der Rechte an ihren Texten zu verlangen&#8221;. Ich habe keinen Zweifel daran, dass diese Verfügung erlassen wird. Ich habe allerdings begründeten Zweifel an der Redlichkeit <a href="http://www.zeitverlag.de/" target="_blank">der Geschäftsführung der &#8220;Zeit&#8221;</a>.</p>
<p><strong>Gutsherrenart gegenüber Geschäftspartnern<br />
</strong><br />
Wenn man die Verlage darauf anspricht, ob sie nicht ein Problem darin sehen, die Menschen, die eigentlich ihre Geschäftspartner sein sollten, nach Gutsherrenart zu behandeln (manchen würde eher ein Vergleich mit sizilianischem Landadel einfallen), dann antworten sie regelmäßig: wir befinden uns in einem Markt, der regelt das dann schon über Angebot und Nachfrage.</p>
<p>Das ist ein interessantes Argument. Vor allem angesichts der <a href="../in-eigener-sache/gottes-werk-und-googles-beitrag-zeitungsverlage-und-die-herausforderungen-der-link-okonomie/" target="_blank">Forderung der Presseverlage nach einem Leistungsschutzrecht</a>. Da kann es mit einem Mal nicht mehr der Markt regeln, dass die Verlage ihre Oligopolstellung verlieren, dass sie sich einer Konkurrenz ausgesetzt sehen, die ihr Geschäftsmodell bedroht, und auf die sie bisher eher tölpelhaft als visionär reagiert haben. Da rufen sie dann nach dem Staat, der ihnen ein Leistungsschutzrecht verschaffen soll, damit ihre Investitionen geschützt bleiben.</p>
<p>Ein Leistungsschutzrecht übrigens, dass die Presse- und Ausdrucksfreiheit gefährden würde. Das das Zitatrecht einschränken, die Kommunikationsfreiheit im Internet behindern würde, das freiberufliche Journalisten noch einmal schlechter stellen würde in ihrer Rechtsposition gegenüber den Verlagen. Ein neues Schutzrecht, von dem der Dortmunder Medienrechtler <strong>Udo Branahl</strong> sagt, dass es &#8220;<a href="http://www.message-online.com/94/spielkamp.html" target="_blank">ein Bruch mit sämtlichen kontinentalen Freiheitstraditionen</a>&#8221; wäre.</p>
<p><strong>Leistungsschutzrecht hätte Kollateralschäden zur Folge<br />
</strong><br />
Woher ich das alles weiß? Nun, ich weiß es nicht, denn mehr als eineinhalb Jahre, nachdem die Forderung das erste Mal aufgekommen ist, nachdem die Verlagslobbyisten es geschafft haben, der schwarz-gelben Regierung die Forderung nach einem solchen Recht in den <a href="http://www.cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf" target="_blank">Koalitionsvertrag</a> zu diktieren, liegt kein Gesetzentwurf vor. Jeder unabhängige Urheberrechtler, den ich bisher gefragt habe, ob er sich vorstellen kann, dass ein solches Schutzrecht keinen Kollateralschaden anrichten würde, hat das verneint. Und es waren viele. Solange die Verlage keinen Gesetzentwurf vorgelegt haben, an dem man ihre gebetsmühlenartigen Beschwichtigungsformeln überprüfen kann, dass schon alles in Ordnung sein werde mit dem neuen Recht, muss man vom Gegenteil ausgehen.</p>
<p>Das Problem hätte sich längst erledigt, wenn nicht auch in vielen deutschen Journalisten wenigstens ein Quäntchen von dem steckte, was den Bäckersjungen in Damaskus antreibt: für sie ist Journalismus mehr Berufung als Beruf. Wenn es nicht so wäre, hätten sie etwas Anständiges lernen und nicht &#8220;irgendwas mit Medien&#8221; machen wollen, was dann darin endet, dass sie ihren Namen in der Zeitung lesen, aber ihre Miete nicht bezahlen können.</p>
<p>Oder, wie es der WDR-Journalist und Vorsitzende der ver.di-Bundeskommission Selbstständige, <strong>Ulli Schauen</strong>, <a href="http://www.schauen.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=88:interview-arbeiten-fuer-den-wdr&amp;catid=34&amp;Itemid=27" target="_blank">ausdrückt</a>: &#8220;Eines der großen Dilemmata im Bewusstsein der Medien- und Kulturschaffenden ist, dass sie so furchtbar berufsstolz sind. Ihre Veröffentlichungen haben für sie einen so großen Stellenwert, dass sie sich einen Teil ihrer Arbeit nicht mit Geld, sondern mit Autorenstolz abkaufen lassen. Dadurch ist das künstlerische oder journalistische Produkt billiger zu haben. Und die Medienindustrie, die Öffentlich-Rechtlichen inbegriffen, nutzt das wie jede andere Industrie schamlos aus.&#8221;</p>
<p><strong>Verweigerung von Wertschätzung<br />
</strong><br />
Nun, auch diese Motivation hat ihre Grenze. Mehr und mehr Journalisten entdecken, dass Berufsstolz nicht nur damit erzeugt wird, den eigenen Namen in der Zeitung zu lesen, sondern auch damit, nicht tagtäglich von seinen Kunden – den Verlagen – gedemütigt zu werden. Berufsstolz kann nur da entstehen, wo die eigene Arbeit Wertschätzung erfährt.</p>
<p>Sie suchen sich etwas anderes, wenn ihnen diese Wertschätzung verweigert wird.</p>
<p>Kürzlich war ich bei einem Treffen des <a href="http://freischreiber.de/" target="_blank">Freischreiber-Verbands</a>, bei dem es darum ging, Ideen für einen Kongress zu entwickeln, bei dem freiberuflichen Journalisten Wege in die Zukunft aufgezeigt werden sollen. Nach der Vorstellungsrunde war klar, dass von den etwa 20 Anwesenden ungefähr zwei Drittel ihr Geld nicht nur mit Journalismus verdienen. Nicht, weil sie nicht könnten, sondern weil sie nicht mehr wollen.</p>
<p>Denn die Verlage sollten und können davon ausgehen, dass es genau diese Kolleginnen und Kollegen sind, die Alternativen dazu haben, Journalisten zu sein. Die mit ihren Fähigkeiten in anderen Branchen reüssieren können, wo sie besser behandelt und besser bezahlt werden. Und die das nur deshalb bisher nicht getan haben, weil sie leidenschaftliche Journalisten und schlechte Geschäftsleute sind. Aber irgendwann ist auch bei ihnen das Maß voll. Was sich hier vollzieht ist das, was man einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Braindrain" target="_blank">Brain Drain</a> nennt. Und er hat gerade erst begonnen.</p>
<p><strong>Ausbeutung von &#8220;Content&#8221;<br />
</strong><br />
Das alles jedoch, so hat man den Eindruck, macht Verlagen keine Sorgen. Frohgemut werden Honorare bezahlt, die, auf einen Stundenlohn umgerechnet, in <a href="http://www.boeckler.de/pdf/ta_mindestloehne_aentg.pdf" target="_blank">der ostdeutschen Sicherheitsbranche</a> sittenwidrig wären. Es werden Verträge aufgesetzt, die den Autoren immer wieder aufs Neue demonstrieren, dass es um Ausbeutung ihres &#8220;Contents&#8221; und ihrer Arbeitskraft geht, nicht um Zusammenarbeit.</p>
<p>Es bereitet ihnen keine Sorgen. Doch es sollte ihnen Sorgen bereiten. Denn wenn es einen Weg gibt für sie zu überleben, jetzt, da ihre <a href="http://www.shirky.com/weblog/2009/03/newspapers-and-thinking-the-unthinkable/" target="_blank">Veröffentlichungsmonopole der Vergangenheit</a> angehören, dann liegt er darin, Lesern etwas zu bieten, was diese woanders nicht bekommen können, oder zumindest nicht so gut. Döpfner nennt es Führung, andere nennen es schlicht Mehrwert. Und damit meine ich keine Klickstrecken aus Tittenbildern. Sondern fesselnde Reportagen, Analysen, die die Augen öffnen, Recherchen, die zutage fördern, was mancher gerne verbergen würde.</p>
<p>Wie sie das schaffen wollen mit Mitarbeitern, denen sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Verachtung zeigen, ist mir zumindest nicht ganz klar.</p>
<p>Vor allem aber sollten sich die Verlage nicht zu sehr in Sicherheit wiegen.</p>
<p><strong>Der Markt wird es schon regeln<br />
</strong><br />
Journalismus, der seinen Namen verdient, wird sich immer seinen Weg suchen. Dass er in dem historisch begrenzten Zeitraum der letzten Jahrzehnte, in dem politisch begrenzten Raum, den demokratisch verfasste Länder darstellen, in Verlagen stattgefunden hat und zu einem großen Teil noch stattfindet, ist keine Notwendigkeit. Verlage haben einfach das beste Umfeld für Journalismus geboten.</p>
<p>Sobald sie das nicht mehr tun, wird Journalismus woanders stattfinden.</p>
<p>Was dem einen staatliche Zensur und Überwachung, also der Mangel an negativer Pressefreiheit, ist dem anderen ein lachhaftes Honorar, gekoppelt mit einem Total-Buyout-Vertrag, also ein Mangel an positiver Pressefreiheit.</p>
<p>Was also dem einen seine Socke, ist dem anderen sein Weblog. Oder sein <a href="http://spot.us/" target="_blank">Spot.us</a>, sein <a href="http://www.tagesschau.de/kultur/pulitzer106.html" target="_blank">ProPublica</a>, sein <a href="http://www.perlentaucher.de/" target="_blank">Perlentaucher</a>.</p>
<p>Wenn Verlage wollen, dass Journalismus bei ihnen stattfindet, dann müssen sie Journalisten wie Partner behandeln, nicht wie Bittsteller. Ob sie das wollen oder nicht, ist egal. Der Markt, da bin ich ganz zuversichtlich, wird es tatsächlich regeln.</p>
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		<title>Über eBooks, DRM und Urheberrecht: Interview bei e-book-news.de</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 19:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ansgar Warner hat mich heute Vormittag zu vielen Fragen rund um eBooks befragt. Und nun steht das Interview bereits online:
Warum kann man ein Hörbuch kopieren, ein E-Book aber nicht? Darf Amazon die Bücher auf dem Kindle löschen? Wozu braucht Aristoteles DRM-Schutz? Urheberrecht im virtuellen Zeitalter gibt selbst Juristen so manches Rätsel auf. Die Macher von irights.info [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ansgar Warner hat mich heute Vormittag zu vielen Fragen rund um eBooks befragt. Und nun steht das Interview bereits online:</p>
<blockquote><p>Warum kann man ein Hörbuch kopieren, ein E-Book aber nicht? Darf Amazon die Bücher auf dem Kindle löschen? Wozu braucht Aristoteles DRM-Schutz? Urheberrecht im virtuellen Zeitalter gibt selbst Juristen so manches Rätsel auf. Die Macher von <a style="color: #3c78a7; text-decoration: none; padding: 0px; margin: 0px;" href="http://www.irights.info/">irights.info</a> sind angetreten, eine Schneise durch den digitalen Rechte-Dschungel zu schlagen. E-Book-News sprach mit Projektleiter Matthias Spielkamp über alltägliche Risiken und Nebenwirkungen des elektronischen Lesens.</p></blockquote>
<p>Hier ein Ausschnitt, in dem es darum geht, warum Nutzer Kopierschutz hassen, warum DRM mehr ist als Kopierschutz und welche ungeklärten Fragen sich beim Einsatz digitaler Wasserzeichen stellen. Den Rest gibt&#8217;s bei <a href="http://www.e-book-news.de/urheber-wollen-niemanden-verprellen-irights-experte-matthias-spielkamp-im-gesprach-uber-drmkopierschutz/">e-book-news.de</a>.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="448" height="272" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PO9VhlpXriw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="448" height="272" src="http://www.youtube.com/v/PO9VhlpXriw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Über Brain Drain in Verlagen: &#8220;Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 20:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Montag habe ich einen Vortrag beim Publishers&#8217; Forum gehalten; heute ist er nun &#8211; leicht überarbeitet und mit Links versehen &#8211; bei kress online erschienen. Es geht darum, wie Verlage ihre freien Mitarbeiter behandeln, und dass das zu einem Brain Drain führen kann:
Eine Hand voller Content
Seit etwas mehr als zehn Jahren unterrichte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Montag habe ich einen Vortrag beim Publishers&#8217; Forum gehalten; heute ist er nun &#8211; leicht überarbeitet und mit Links versehen &#8211; bei kress online erschienen. Es geht darum, wie Verlage ihre freien Mitarbeiter behandeln, und dass das zu einem Brain Drain führen kann:</p>
<blockquote><p><b>Eine Hand voller Content</b></p>
<p>Seit etwas mehr als zehn Jahren unterrichte ich an Journalistenschulen, in Volontärskursen und an Universitäten Journalismus. Und obwohl es dabei in den allermeisten Fällen nicht um Ethik des Journalismus oder vergleichbar Grundsätzliches geht, sondern um so profane, praxisrelevante Themen wie Recherche oder Online-Journalismus, kommt doch immer wieder die Frage auf, welche Aufgabe der Journalismus hat oder haben sollte, welche Motivation Journalisten antreibt, ihren Job zu machen.</p>
<p>Darauf gibt es viele schlaue Antworten: Man kann vom Journalismus als der vierten Gewalt im Staat sprechen, die die anderen drei kontrollieren soll, von der Wächterfunktion, die er übernimmt, um in einem System der Checks and Balances dafür zu sorgen, dass die Gewaltenteilung funktioniert.</p>
<p>Man kann aber auch sagen, und manchmal tue ich das: Lesen Sie Rafik Schamis Buch &#8220;Eine Hand voller Sterne&#8221;, dann wissen Sie es.</p></blockquote>
<p><a href="http://kress.de/print/detail/beitrag/103883-matthias-spielkamp-ueber-brain-drain-in-verlagen-journalisten-nicht-wie-bittsteller-behandeln.html">Hier geht&#8217;s weiter</a>.</p>
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		<title>Mathias Döpfner: That&#8217;s the problem of the creator, not the consumer</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 08:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[User Generated Content]]></category>
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		<description><![CDATA[Matze Döpfner war zu Gast bei Charlie Rose, der USA ihr berühmtester Fernseh-Befrager. Eine große Ehre. Er schwärmt vom iPad (&#8221;habe ich mit meinem Sohn im Apple Store in Miami in der Soundso-Straße gekauft&#8221; &#8211; so reden wohl nur Sektenangehörige) und sagt, dass Verleger weltweit Gott dafür danken sollten, dass Steve Jobs das iPad geschaffen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Matze Döpfner war zu Gast bei <a href="http://www.charlierose.com/view/interview/10952">Charlie Rose</a>, der USA ihr berühmtester Fernseh-Befrager. Eine große Ehre. Er schwärmt vom iPad (&#8221;habe ich mit meinem Sohn im Apple Store in Miami in der Soundso-Straße gekauft&#8221; &#8211; so reden wohl nur Sektenangehörige) und sagt, dass Verleger weltweit Gott dafür danken sollten, dass Steve Jobs das iPad geschaffen hat. Ist wohl nur noch ein kleiner Schritt dahin, The Jobs dafür zu danken, dass es einen Gott gibt, der ihn &#8211; Steve &#8211; möglich gemacht hat.</p>
<p>Döpfner singt ausführlich das Loblied auf den User Generated Content (als wenn irgendein Redakteur der WELT  schon mal auf einen Leserkommentar reagiert hätte). Und dann sagt er etwas sehr Interessantes. Rose zitiert Walt Mossberg (WSJ) und David Carr (NYT), die in seiner  Sendung gesagt haben, das iPad sei für den Konsum gemacht, nicht fürs selber Schöpfen (&#8221;consumption, not creation&#8221;). Döpfner antwortet darauf: &#8220;<strong>That&#8217;s the problem of the creator, not the consumer &#8211; and we should care about the consumer</strong>&#8220;. Und ein wenig später: &#8220;Die Konsumentenperspektive ist wichtig für uns.&#8221; Bumm. So weit ist&#8217;s also her mit Döpfners Verständnis von User Generated Content&#8230;</p>
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		<title>Natan Dubowizki über Vergangenheit, Gegenwart (und Zukunft?) des Lesens</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 07:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über Ostern war Nahe Null dran, der Roman des geheimnisumwitterten Autors Natan Dubowizki. Und siehe da: Auch übers Lesen hat er Interessantes zu sagen:
Im vorigen Jahrtausend, als sich seine literarischen Gewohnheiten herausbildeten, war es noch üblich, Romane zu lesen. Das sind so dicke Papierbücher, bis zum Anschlag mit Myriaden von Buchstaben vollgestopft. In jenen fast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über Ostern war <a href="http://www.berlinverlage.de/bucher/bucherDetails.asp?isbn=9783827009470">Nahe Null</a> dran, der Roman des <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&amp;dig=2010%2F03%2F23%2Fa0021&amp;cHash=2fb6fe1862">geheimnisumwitterten Autors</a> Natan Dubowizki. Und siehe da: Auch übers Lesen hat er Interessantes zu sagen:</p>
<blockquote><p>Im vorigen Jahrtausend, als sich seine literarischen Gewohnheiten herausbildeten, war es noch üblich, Romane zu lesen. Das sind so dicke Papierbücher, bis zum Anschlag mit Myriaden von Buchstaben vollgestopft. In jenen fast sagenhaften Jahren gab es in Russland noch Wunderleser, die <em>Krieg und Frieden</em>, <em>Das Leben des Klim Samgin</em> bewältigten, ja sogar <em>Das Glasperlenspiel</em> in beliebiger Übersetzung. Allerdings – womit sollten sich die rechtgläubigen, kostenlos zu Bildung gekommenen und von den lethargischen Partei-Partys gut ausgeschlafenen Marxianer auch sonst beschäftigen? Die Freizeit ließ sich noch irgendwie ausfüllen, aber was sollte man auf der Arbeitsstelle tun? Da konnte man ja nicht einmal richtig trinken.</p></blockquote>
<p>Was das wohl für die Zukunft des Buches in unserer mit Freizeitvergnügen und Arbeittstress ausgefüllten Welt bedeutet?</p>
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		<title>iRights.info: Was kauft man, wenn man ein E-Book kauft?</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 08:06:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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Ilja Braun hat sich der Frage angenommen, was Verlage E-Book-Käufern (sind es überhaupt &#8220;Käufer&#8221;?) vorschreiben wollen, was davon rechtens ist, wie&#8217;s in der Frage weitergeht. Hier sein Ergebnis.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/03/06_07.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1277" title="06_07" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2010/03/06_07.gif" alt="06_07" width="365" height="150" /></a></p>
<p>Ilja Braun hat sich der Frage angenommen, was Verlage E-Book-Käufern (sind es überhaupt &#8220;Käufer&#8221;?) vorschreiben wollen, was davon rechtens ist, wie&#8217;s in der Frage weitergeht. <a href="http://irights.info/index.php?id=870">Hier sein Ergebnis.</a></p>
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		<title>Geld für Texte im Internet: Die VG Wort stellt sich taub</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 11:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Verwertungsgesellschaft Wort versucht zum dritten Mal, Geld für Texte im Internet auszuschütten. Freiberufliche Autoren werden dabei unter Umständen doppelt übergangen – zugunsten der Verlage. Die VG Wort hat es in der Hand, das zu ändern. Doch sie tut es nicht. Ilja Brauns Text bei iRights.info: Die VG Wort stellt sich taub
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			<content:encoded><![CDATA[<p><span>Die Verwertungsgesellschaft Wort versucht zum dritten Mal, Geld für Texte im Internet auszuschütten. Freiberufliche Autoren werden dabei unter Umständen doppelt übergangen – zugunsten der Verlage. Die VG Wort hat es in der Hand, das zu ändern. Doch sie tut es nicht. Ilja Brauns Text bei iRights.info: </span><a href="http://www.irights.info/index.php?id=852" onfocus="blurLink(this);">Die VG Wort stellt sich taub</a></p>
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		<title>Open Access fördern oder das Urheberrecht wahren?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 21:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer die Überschrift liest und einen Schrecken bekommt, weil er denkt, ich habe jetzt auch den Heidelberger Appell unterzeichnet, der kann beruhigt sein. Ich habe die sinnlose Gegenüberstellung nur verwendet, weil die WELT es auch macht:

Beam me up, Scotty, there&#8217;s no intelligent life on this planet.
Eigentlich hatte Hendrik Werner einen erstaunlich differenzierten Artikel über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer die Überschrift liest und einen Schrecken bekommt, weil er denkt, ich habe jetzt auch den Heidelberger Appell unterzeichnet, der kann beruhigt sein. Ich habe die sinnlose Gegenüberstellung nur verwendet, weil die WELT es auch macht:</p>
<p><a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2009/11/umfrage-WELT.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1144" title="umfrage-WELT" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2009/11/umfrage-WELT.png" alt="umfrage-WELT" /></a></p>
<p>Beam me up, Scotty, there&#8217;s no intelligent life on this planet.</p>
<p>Eigentlich hatte Hendrik Werner einen erstaunlich differenzierten <a href="http://www.welt.de/kultur/article5244476/Akademisches-Wissen-soll-im-Netz-kostenlos-sein.html">Artikel</a> über die Petition zu Open Access geschrieben &#8211; und dann haut ihm die (Online-)Redaktion diese idiotische Umfrage in die Seite. Klick mich oder ich schlag Dich. An Werners Stelle würde ich die Kollegen mal schnell ins Gebet nehmen.</p>
<p>Ich erspare mir jetzt zu erläutern, warum niemandes Urheberrechte in Gefahr sind, der seine Werke Open Access zugänglich macht. Das habe ich oft genug getan. Wer&#8217;s nicht weiß, aber interessiert ist, der lese den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access">Wikipedia-Eintrag</a>.</p>
<p>Ach ja: <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922">Hier geht&#8217;s zur Petition</a>.</p>
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