<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>immateriblog.de &#187; Verlage</title>
	<atom:link href="http://immateriblog.de/category/verlage/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://immateriblog.de</link>
	<description>Matthias Spielkamp über Immaterialgüter in der digitalen Welt</description>
	<lastBuildDate>Fri, 11 Nov 2011 11:00:37 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Abschlussdiskussion der DJV-Fachkonferenz &#8220;Besser Online&#8221; &#8211; das Video</title>
		<link>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/abschlussdiskussion-der-djv-fachkonferenz-besser-online-das-video/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/abschlussdiskussion-der-djv-fachkonferenz-besser-online-das-video/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 07:54:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immateriblog.de/?p=2278</guid>
		<description><![CDATA[Philipp Ostrop hat für sein Blog ein Video der Abschlussdiskussion der DJV-Fachkonferenz &#8220;Besser Online&#8221; aufgezeichnet an der ich beteiligt war:

 ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/#!/PhilippOstrop">Philipp Ostrop</a> hat für <a href="http://ostrop.wordpress.com/2011/09/18/die-neue-schnelligkeit-der-news-erst-publizieren-dann-verifizieren/">sein Blog</a> ein Video der Abschlussdiskussion der DJV-Fachkonferenz &#8220;Besser Online&#8221; aufgezeichnet an der ich beteiligt war:</p>
<p><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://s0.videopress.com/player.swf?v=1.03" width="400" height="300" wmode="direct" seamlesstabbing="true" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" overstretch="true" flashvars="guid=QRLiCtr3&amp;isDynamicSeeking=true"></embed></p>
 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/abschlussdiskussion-der-djv-fachkonferenz-besser-online-das-video/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Er so: &#8220;Googles U-Boot!&#8221; Ich so: &#8220;Journalismus!&#8221; &#8211; Eine Antwort auf Christoph Keese</title>
		<link>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/er-so-googles-u-boot-ich-so-journalismus-eine-antwort-auf-christoph-keese/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/er-so-googles-u-boot-ich-so-journalismus-eine-antwort-auf-christoph-keese/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 08:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Regulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immateriblog.de/?p=2232</guid>
		<description><![CDATA[Christoph Keese, Absolvent der Henri-Nannen-Schule, Ex-Chefredakteur der FTD und der Welt am Sonntag, behauptet in seinem Online-Tagebuch presseschauder, ich engagiere mich &#8220;schwungvoll&#8221; in der Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL).
Offenbar trifft auf Keese zu, was Hans Leyendecker gern in Vorträgen etlichen seiner Kollegen unterstellt: Recherche bedeute für sie, sich von der Sekretärin eine Telefonnummer heraussuchen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2239" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><img class="wp-image-2239 size-full" title="boell-LSR" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2011/08/boell-LSR.jpg" alt="" width="450" height="137" /><p class="wp-caption-text">kleines Ratespiel: Wer wird hier von wem wofür bezahlt? Auflösung am Ende des Beitrags</p></div>
<p><a href="http://www.axelspringer.de/presse/Personalie-Christoph-Keese-wird-Konzerngeschaeftsfuehrer-Public-Affairs-der-Axel-Springer-AG_36400.html">Christoph Keese</a>, Absolvent der Henri-Nannen-Schule, Ex-Chefredakteur der FTD und der Welt am Sonntag, <a href="http://www.presseschauder.de/der-igel-und-seine-freunde/">behauptet</a> in seinem Online-Tagebuch presseschauder, ich engagiere mich &#8220;schwungvoll&#8221; in der Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (<a href="http://leistungsschutzrecht.info/">IGEL</a>).</p>
<p>Offenbar trifft auf Keese zu, was Hans Leyendecker gern in Vorträgen etlichen seiner Kollegen unterstellt: Recherche bedeute für sie, sich von der Sekretärin eine Telefonnummer heraussuchen zu lassen. Aber das muss den Ex-Journalisten Keese auch nicht mehr kümmern, denn er ist jetzt &#8220;<a href="http://www.scroogle.org/cgi-bin/nbbw.cgi?Gw=au%C3%9Fenminister+keese">Außenminister</a>&#8221; der Axel Springer AG, was offiziell Konzerngeschäftsführer Public Relations heißt.</p>
<p>Womöglich glaubt er jedenfalls, dass man es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlichkeitsarbeit">auf der anderen Seite des Schreibtischs</a> mit den Fakten nicht so genau nehmen muss. Ich tue das allerdings, daher<strong> möchte ich hier feststellen, dass ich mich nie in der Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht engagiert habe, weder schwungvoll noch schleppend. Ferner beabsichtige ich auch nicht, das zu tun.</strong> Sollte Keese einen Beleg für das Gegenteil haben, würde ich ihn gern sehen. Sein Online-Tagebuch-Eintrag wäre der richtige Platz gewesen, ihn zu veröffentlichen.</p>
<p><span id="more-2232"></span></p>
<p>Die Rede, deren Veröffentlichung Keese veranlasst hat, seinen Text zu verfassen, habe ich im Übrigen am 30. März dieses Jahres gehalten, also vor etwa fünf Monaten. Am selben Tag ist sie im <a href="http://irights.info/index.php?q=node/1851&amp;Kategorie=Leistungsschutzrecht">von deutschen Presseverlagen hoch geschätzten</a> Literaturmagazin <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6832.html">Perlentaucher erschienen</a>. Da hat wohl Keeses <a href="http://www.google.de/search?aq=0&amp;hl=de&amp;gl=de&amp;tbm=nws&amp;btnmeta_news_search=1&amp;q=leistungsschutzrecht&amp;oq=leistu#q=leistungsschutzrecht&amp;hl=de&amp;gl=de&amp;tbm=nws&amp;source=lnt&amp;tbs=sbd:1&amp;sa=X&amp;ei=qMFWTtbLLoPJswaCv5zaCg&amp;ved=0CBoQpwUoAQ&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&amp;fp=ea7fa889391fbb90&amp;biw=1092&amp;bih=645">Google-Alert</a> versagt.</p>
<p>Keese fragt: &#8220;zahlt ihm (mir, M.S.) Eco Geld für seine Rede gegen ein Leistungsschutzrecht und für kostenlose Snippets?&#8221;</p>
<p>Selbstverständlich. Ich bin freiberuflicher Journalist. Ich muss meinen Lebensunterhalt damit bestreiten, für meine Arbeit bezahlt zu werden &#8211; in Form von Artikeln, Seminaren, Beratungen oder eben Vorträgen. Problematisch wäre es gewesen, wenn ich mir meinen Vortrag vom Eco nicht hätte bezahlen lassen. Das wäre dann nämlich Aktivismus gewesen. Oder Lobbyismus, wenn mich jemand dafür bezahlt hätte, <em>eine bestimmte Ansicht zu vertreten</em>. So, wie das die Konzerngeschäftsführer Public Affairs dieser Welt tun.</p>
<p>Womit wir bei des Pudels Kern wären. Die Frage, die Keese insinuiert, ist natürlich eine andere: Hält Spielkamp eine Rede gegen das Leistungsschutzrecht, <strong><em>weil</em></strong> Eco ihn dafür bezahlt? Meine Antwort: Nein. Aber warum sollte man mir das glauben?</p>
<p>Ich will es mal so versuchen: Vielleicht hat Keese einfach nur vergessen (oder nie gewusst), was es bedeutet, journalistisch zu arbeiten: Ein Thema kommt auf (sagen mir mal so etwas wie, ähm, &#8220;Die Presseverleger fordern ein Leistungsschutzrecht&#8221;). Man klemmt sich vor den Rechner und ans Telefon, spricht mit Menschen, die sich damit besser auskennen als man selbst, und am Ende findet man (hoffentlich) heraus, was stimmt. Darüber schreibt man.</p>
<p>Hoppla, werden jetzt vielleicht einige Leser sagen, der Spielkamp glaubt, er kennt die Wahrheit! Nein, glaubt er nicht. Aber im Gegensatz zur <a href="http://www.huffingtonpost.com/jay-rosen/he-said-she-said-journali_b_187682.html">He-said-she-said-Berichterstattung</a> der (meisten) Mainstream-Medien hängt er auch nicht der Idee einer <em>falschen Mitte </em>an, die davon ausgeht, dass man zwei Leute fragt, die konträre Ansichten zum selben Thema haben, und dann berichtet, dass die Wahrheit in der Mitte liegt. Sondern dass, wenn man nur lange genug recherchiert, man <a href="http://blog.niemanwatchdog.org/?p=53">herausfinden und berichten kann (und muss)</a>, wer Recht hat.</p>
<p>Ich beschäftige mich jetzt seit acht Jahren mit dem Thema Urheberrecht und seit mehr als zwei Jahren mit dem Thema Leistungsschutzrecht, und ich bin zur Überzeugung gekommen, dass es eine schlechte Idee ist, Presseverlegern ein Leistungsschutzrecht zuzugestehen. Dafür nehme ich in Anspruch, bessere Argumente zu haben, als Keese und seine Mitstreiter, die im Gegensatz zu mir eigene Interessen verfolgen. Wer das überprüfen möchte, kann z.B. <a href="http://irights.info/index.php?q=node/2096&amp;Kategorie=Leistungsschutzrecht">hier nachlesen</a>, oder sich die <a href="http://carta.info/18287/leistungsschutzrecht-carta-live/">Podiumsdiskussion ansehen</a>, in der ich mich direkt mit Keese und seinen Argumenten auseinandersetze &#8211; und sich dann selbst ein Bild machen (und noch <a href="http://irights.info/?q=Leistungsschutzrecht&amp;Kategorie=Recht">viel ausführlicher hier</a>, für die Junkies).</p>
<p>Kann sein, dass Keese sagt, das sei alles längst veraltet, so wie er gerade auf die Stellungnahme der Bundesrechtsanwaltskammer <a href="http://www.presseschauder.de/leistungsschutzrecht-anmerkung-zur-stellungnahme-der-bundesrechtsanwaltskammer/">reagiert</a> hat, über die wir <a href="http://irights.info/index.php?q=node/2094&amp;Kategorie=Leistungsschutzrecht">bei iRights.info berichteten</a>. Aber das ist eben auch nur eine seiner Strategien: zu behaupten, die Verleger sind immer schon weiter als ihre Kritiker und haben deren Argumente widerlegt &#8211; in Dokumenten, die aber noch vertraulich sind, und die dann in sich zusammenfallen, wenn sie veröffentlicht werden, so dass die Verleger sagen, man sei schon weiter und habe die Argumente der Kritiker widerlegt, aber die Dokumente dazu sind vertraulich&#8230;</p>
<p>Keese schließt mit dem Postskriptum: &#8220;Ich selbst bin bei der Axel Springer AG beschäftigt. Jeder weiß das. Es ist absolut transparent.&#8221;</p>
<p>Abschließend daher ein längerer Auszug aus meinem Artikel <a href="http://irights.de/index.php?q=node/840&amp;Kategorie=Magazin">Die Lobbyisten der Unfreiheit</a>, in dem ich bereits 2009 für die <a href="http://www.message-online.com/">Message &#8211; Internationale Zeitschrift für Journalismus</a> nachgezeichnet habe, wie es um die Transparenz von Keeses Aktivitäten bestellt ist (Disclosure: die Message hat mich dafür bezahlt, diesen Beitrag zu recherchieren und zu schreiben):</p>
<blockquote><p>Döpfners Interviewaussage war nicht der Beginn dieser Kampagne. Bereits Monate zuvor hatte der Verlag öffentlich und hinter den Kulissen daran gearbeitet, dass das Leistungsschutzrecht seinen Platz auf der öffentlichen Agenda findet.</p>
<p>So lief Anfang April dieses Jahres in den Büros einiger Bundestagsabgeordneter ein Fax der Axel Springer AG ein. Absender war das Büro des »Konzerngeschäftsführers Public Affairs«, Christoph Keese. Der Inhalt: Neun Seiten »Memorandum« unter dem Betreff »Leistungsschutzrecht für Presseverleger«. Der Verfasser: Jan Hegemann, Partner der deutschen Dependance der weltweit tätigen Anwaltskanzlei »Hogan &amp; Hartson Raue L.L.P«. In Deutschland gehört die Firma zu den bekannteren Kanzleien, die sich mit Medienrecht beschäftigen.</p>
<p>Hegemann selbst ist Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin; zu seinen Klienten gehören große deutsche Verlage, darunter immer wieder die Axel Springer AG. In dem Papier argumentiert Hegemann, dass der Schutz nicht ausreicht, den Presseverleger durch das Urheberrecht derzeit erhalten. Daher müsse ein neues Recht eingeführt werden, das nicht vom Recht der Autoren abgeleitet ist und den Verlagen ein eigenes Recht an Veröffentlichungen einräumt. Veröffentlicht wurde dieses Gutachten nicht.</p>
<p><strong>FAZ-Autor als Lobbygutachter</strong></p>
<p>Am 9. April erschien unter der Überschrift »Kopierte Inhalte – Schutzlos ausgeliefert im Internet« in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein ausführliches Essay. Der Autor behauptet darin, dass eine Analyse des geltenden Zivil- und Urheberrechts zu der Erkenntnis führe, »dass es an einem durchsetzbaren originären Investitionsschutz für den Presseverleger fehlt. Ein Schutz der Leistungen des Presseverlegers in der digitalisierten Welt muss aber vom Gesetzgeber garantiert werden, da eine Demokratie ohne Presse und Pressevielfalt nicht lebensfähig ist. Dazu bedarf es eines Leistungsschutzrechts der Presseverlage.«</p>
<p>Unter dem Artikel wird der Verfasser vorgestellt: »Professor Dr. Jan Hegemann ist Rechtsanwalt in Berlin. Er lehrt als Honorarprofessor Urheber- und Medienrecht an der Freien Universität.« Kein Wort davon, dass Hegemann deutsche Großverlage vertritt und dass er Autor des Lobby-Gutachtens ist.</p>
<p>Reinhard Müller, Leiter des FAZ-Ressorts, in dem Hegemanns Text erschienen ist, erkennt kein Problem darin: »Jeder Autor hat Interessen oder vertritt welche. Der Versuch, darauf hinzuweisen, wird schnell zum uferlosen Unterfangen, so das denn überhaupt möglich ist: So verschweigen auch renommierte Hochschullehrer gelegentlich ihre bezahlten Gutachtertätigkeiten. Letztlich steht ein Artikel für sich; man muss sich mit seinen Argumenten auseinandersetzen. Und man kann natürlich widersprechen.«</p>
<p>Hegemann selbst ist der Ansicht, dass informierte Leser von Qualitätszeitungen gut einschätzen können, vor welchem Hintergrund derartige Stellungnahmen gedruckt werden: »Wenn die FAZ meine Funktion als Rechtsanwalt nennt, dann weiß jeder kundige Leser der Seite „Staat und Recht“, dass ein Rechtsanwalt Parteiinteressen wahrnimmt. Das fand ich eigentlich ausreichend deutlich.«</p>
<p>[...]</p>
<p><strong>Kein Hinweis auf die Tätigkeit für den Verlag</strong></p>
<p>Bevor ein Gesetzesvorschlag erarbeitet werden kann, muss dem Justizministerium und der interessierten Öffentlichkeit klar sein, dass ein solches Gesetz notwendig ist. Das führt zurück zu Springers Gutachter Hegemann. Am 10. Mai veröffentlichte Die Welt ein Interview mit ihm unter dem Titel »Die wichtigsten zehn Fragen zum Urheberrecht«.</p>
<p>Auf die Frage »Wie sollte das geistige Eigentum künftig geschützt werden?«, antwortete Hegemann: »Die Leistung des Presseverlegers ist nach geltendem Recht unzureichend geschützt. Musiklabels, Sendeunternehmen und Konzertveranstalter gewährt das Urheberrecht eigene Leistungsschutzrechte. Dahinter steht der Gedanke, dass diese Firmen organisatorische, wirtschaftliche und kreative Leistungen erbringen, die für sich genommen schutzwürdig sind.«</p>
<p>Und weiter heißt es: »Die Tätigkeit der Presseverleger steht dem in nichts nach. Es ist deshalb nicht einsichtig, dass das Urheberrecht ihnen Leistungsschutz vorenthält. Ein eigenes Leistungsschutzrecht der Verleger ist gerade wegen der digitalen Vervielfältigungsmöglichkeiten für den Erhalt der Presselandschaft unabdingbar.« Mit den »Leistungen der Presseverleger« ist gemeint, dass sie unter anderem eine Themenauswahl treffen, Beiträge in Auftrag geben, sie redigieren, gestalten, veröffentlichen oder das finanzielle Risiko übernehmen.</p>
<p>Der Autorenhinweis unter dem Text: »Antworten stammen von Professor Jan Hegemann. Er ist Anwalt bei der Kanzlei Hogan &amp; Hartson in Berlin«. Kein Hinweis darauf, dass er als Gutachter für den Springer-Verlag tätig ist, in dem die Welt erscheint.</p>
<p>Konzerngeschäftsführer Keese gesteht ein, dass es angebracht gewesen wäre, hält das Fehlen aber nicht für problematisch: »Das hätte man drunter schreiben können, aber das ist sicher nicht mit bösem Willem geschehen, denn Hegemann ist einer der fünf bis zehn Leute, die man fragt, wenn man etwas zum Urheberrecht wissen will.«</p>
<p>Es müsste wohl heißen: Leute, die Springer fragt, wenn es ums Urheberrecht geht. Hegemann ist zwar ein bekannter Medien- und Presserechtler. Er gehört aber nicht zum Kreis der Juristen, die regelmäßig das Urheberrecht kommentieren. Seine Selbstdarstellung auf den Seiten von Hogan &amp; Hartson Raue verzeichnet eine einzige Publikation zum Thema: »Für ein Leistungsschutzrecht der Presseverleger«, erschienen im August 2009 in AfP, einer Fachzeitschrift für Medien- und Kommunikationsrecht. Darin: die selben Argumente, die er auch schon im Springer-Gutachten ausgearbeitet hat.</p></blockquote>
<p>Zu weiteren Fehlschlüssen Keeses s. auch <a href="http://sixtus.cc/christoph-keese-sie-haben-jehova-gesagt">Sixtus</a>.</p>
<p><em>Auflösung des Ratespiels: Keese (2.v.l.), Außenminister der Axel Springer AG, wird von der Axel Springer AG dafür bezahlt, das Leistungsschutzrecht gut zu finden. Spielkamp (m.), freier Journalist, wird von der Heinrich-Böll-Stiftung dafür bezahlt, eine <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/01/21/googles-beitrag-podiumsdiskussion-leistungsschutzrecht/">Podiumsdiskussion</a> zu moderieren.</em></p>
 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/er-so-googles-u-boot-ich-so-journalismus-eine-antwort-auf-christoph-keese/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Interview zum Urheberrecht bei DCTP-TV</title>
		<link>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/interview-zum-urheberrecht-bei-dctp-tv/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/interview-zum-urheberrecht-bei-dctp-tv/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 13:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[AGB]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[E-Books]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Regulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[angemessene Vergütung]]></category>
		<category><![CDATA[digitales Publizieren]]></category>
		<category><![CDATA[eBook]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immateriblog.de/?p=2211</guid>
		<description><![CDATA[Philip Banse hatte mich während des Abschlussworkshops der dritten Initiative des Internet &#38; Gesellschaft Collaboratory gefragt, warum es einen so heftigen Streit ums Urheberrecht gibt. Nun ist das Video online:

 ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://philipbanse.de/wp/">Philip Banse</a> hatte mich während des Abschlussworkshops der <a href="http://collaboratory.de/initiative-03">dritten Initiative des Internet &amp; Gesellschaft Collaboratory</a> gefragt, warum es einen so heftigen Streit ums Urheberrecht gibt. Nun ist das Video online:</p>
<p><iframe width="512" scrolling="no" height="308" frameborder="0" src="http://www.dctp.tv/embed/c7ae535fa3634514b418c21ae65ed30b/" name="dctp-teaser" marginwidth="0" marginheight="0"><br /></iframe></p>
 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/interview-zum-urheberrecht-bei-dctp-tv/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verdi-Zeitschrift über Debatte zum Verdi-Urheberrechtspapier, ICOMP zu Microsoft und LSR, Offene Daten in Europa</title>
		<link>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/verdi-zeitschrift-uber-debatte-zum-verdi-urheberrechtspapier-icomp-zu-microsoft-und-lsr-offene-daten-in-europa/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/verdi-zeitschrift-uber-debatte-zum-verdi-urheberrechtspapier-icomp-zu-microsoft-und-lsr-offene-daten-in-europa/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 17:56:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Regulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immateriblog.de/?p=2181</guid>
		<description><![CDATA[Einige aktuelle Links:

Die Verdi-Zeitschrift &#8220;M &#8211; Menschen Machen Medien&#8221; berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über die Debatte über das Verdi-Positionspapier zum Urheberrecht, über die ich hier auch schon geschrieben hatte.
ICOMP antwortet zu Microsoft, SuMa und Leistungsschutzrecht 
Für Golem habe ich einen Artikel über ein wichtiges Urteil des (EuGH) geschrieben: Bürger brauchen &#8220;Zugang zu allen relevanten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige aktuelle Links:</p>
<ul>
<li>Die Verdi-Zeitschrift &#8220;M &#8211; Menschen Machen Medien&#8221; berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe <a href="http://mmm.verdi.de/archiv/2011/03/titelthema-medienkonferenzen/alles-gratis-oder-was">über die Debatte über das Verdi-Positionspapier zum Urheberrecht</a>, über die ich <a href="Verdi-Fachgruppe Medien will keine Internet-Überwachung">hier auch schon geschrieben hatte</a>.</li>
<li><a title="ICOMP antwortet zu Microsoft, SuMa und Leistungsschutzrecht" href="../in-eigener-sache/icomp-antwortet-zu-microsoft-suma-und-leistungsschutzrecht/">ICOMP antwortet zu Microsoft, SuMa und Leistungsschutzrecht </a></li>
<li>Für Golem habe ich einen Artikel über ein wichtiges Urteil des (EuGH) geschrieben: <a href="http://www.golem.de/1103/82276.html">Bürger brauchen &#8220;Zugang zu allen relevanten Informationen&#8221;</a></li>
</ul>
 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/verdi-zeitschrift-uber-debatte-zum-verdi-urheberrechtspapier-icomp-zu-microsoft-und-lsr-offene-daten-in-europa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Paywall der New York Times &#8220;geknackt&#8221;</title>
		<link>http://immateriblog.de/journalismus/paywall-der-new-york-times-geknackt/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/journalismus/paywall-der-new-york-times-geknackt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 08:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immateriblog.de/?p=2165</guid>
		<description><![CDATA[Am vergangenen Donnerstag hatte ich die Paywall der NYT beschrieben und darüber spekuliert, wann ein Hack kommen würde &#8211; die Vermutung, am 28. März sei es so weit, weil es ab dann auch die US-Leser betreffen würde (bisher surfen nur die Kanadier vor die Wand), war eher rhetorisch. Nun ist es so weit, wie Joshua [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Donnerstag <a href="http://immateriblog.de/journalismus/new-york-times-setzt-erneut-auf-bezahlschranke/">hatte ich die Paywall der NYT beschrieben</a> und darüber spekuliert, wann ein Hack kommen würde &#8211; die Vermutung, am 28. März sei es so weit, weil es ab dann auch die US-Leser betreffen würde (bisher surfen nur die Kanadier vor die Wand), war eher rhetorisch. Nun ist es so weit, wie <a href="http://www.niemanlab.org/2011/03/that-was-quick-four-lines-of-code-is-all-it-takes-for-the-new-york-times-paywall-to-come-tumbling-down-2/">Joshua Benton im Blog des Nieman Labs</a> beschreibt (via @<a href="http://twitter.com/medienstratege">medienstratege</a>).</p>
<p>Der Hack ist so simpel, das man ihn kaum einen Hack nennen kann:</p>
<blockquote><p>$(&#8217;overlay&#8217;).hide();<br />
$(&#8217;gatewayCreative&#8217;).hide();<br />
$(document.body).setStyle( { overflow:&#8217;scroll&#8217; } );</p></blockquote>
<p>Diese drei Zeilen Javascript sorgen dafür, dass die Bezahlaufforderung verschwindet und sich die Seite wieder scrollen lässt.</p>
<p>Hier wird es natürlich erst interessant:</p>
<ul>
<li>Warum macht es die NYT den Nutzern so leicht?</li>
<li>Kann das Prinzip der Durchlässigkeit auf Dauer funktionieren?</li>
<li>Was sagen die Times-Leute selber dazu?</li>
</ul>
<p>Analysen und Vermutungen dazu <a href="http://www.niemanlab.org/2011/03/that-was-quick-four-lines-of-code-is-all-it-takes-for-the-new-york-times-paywall-to-come-tumbling-down-2/">im Nieman-Blog</a>. Am besten gefällt mir:</p>
<blockquote><p>And that leakiness is actually a defensible choice, I think, on the Times’ part. Imagine a Venn diagram with two circles. One represents all the people on the Internet who might be convinced to pay for nytimes.com. The other represents all the people on the Internet who (a) know how to install a bookmarklet or (b) have read a Cory Doctorow novel. Do you really see a big overlap between the two?</p></blockquote>
 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immateriblog.de/journalismus/paywall-der-new-york-times-geknackt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Microsoft unterstützt (indirekt) Forderung nach einem Leistungsschutzrecht</title>
		<link>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/microsoft-unterstutzt-indirekt-forderung-nach-einem-leistungsschutzrecht/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/microsoft-unterstutzt-indirekt-forderung-nach-einem-leistungsschutzrecht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 11:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Regulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immateriblog.de/?p=2153</guid>
		<description><![CDATA[Beitrag aktualisiert am 21. März um 12.50 Uhr, s. Ende des Textes
Beitrag erneut aktualisiert am 23. März, s. Ende des Textes

Der Presseschauer macht mich auf einen Artikel aufmerksam, der bereits im Dezember 2010 veröffentlicht wurde, den ich aber leider übersehen habe: Dark forces gunning for Google von Milo Yiannopoulos bei telegraph.co.uk. Es geht um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Beitrag aktualisiert am 21. März um 12.50 Uhr, s. Ende des Textes</em></p>
<p><em>Beitrag erneut aktualisiert am 23. März, s. Ende des Textes<br />
</em></p>
<p>Der <a href="http://www.presseschauer.de/">Presseschauer</a> macht mich auf einen Artikel aufmerksam, der bereits im Dezember 2010 veröffentlicht wurde, den ich aber leider übersehen habe: <a href="http://www.telegraph.co.uk/technology/8184065/Dark-forces-gunning-for-Google.html">Dark forces gunning for Google</a> von <a href="http://www.telegraph.co.uk/journalists/milo-yiannopoulos/">Milo Yiannopoulos</a> bei telegraph.co.uk. Es geht um die Initiative <a href="http://i-comp.org/">ICOMP</a>, über die ich bereits 2009 berichtet hatte (s. unten). Milo schreibt:</p>
<blockquote><p>ICOMP is a organisation whose sole purpose appears to be to attack Google: it was set up to protest against Google&#8217;s DoubleClick acquisition and has spent the last few years churning out blog posts slamming the search giant and approaching journalists out of the blue with carefully primed stories. Why does this matter? Because ICOMP is almost entirely funded &#8211; and not always wholly transparently &#8211; by Microsoft, one of Google&#8217;s main competitors in search.</p></blockquote>
<p>Ein guter Artikel, der offenlegt, dass ICOMP nichts anderes ist als eine &#8220;Strohorganisation&#8221;, die übernimmt, was Microsoft nicht offen tun möchte: Google zu attackieren. Auf EU-Ebene geschieht das dadurch, dass Google vorgeworfen wird, eine Markt beherrschende Stellung auszunutzen.</p>
<p>Für uns in Deutschland ist interessant, dass ICOMP die Forderung nach dem <a href="http://immateriblog.de/category/leistungsschutzrecht/">Leistungsschutzrecht</a> unterstützt  und Verlagen wie der Axel Springer AG und seinem Cheflobbyisten Christoph Keese ein Podium bietet. In meinem Artikel <a href="http://www.message-online.com/94/spielkamp.html">Die Lobbyisten der Unfreiheit</a> im September 2009 in der <em>Message &#8211; internationale Zeitschrift für Journalismus</em> hatte ich geschrieben:</p>
<blockquote><p>Beim Bundesjustizministerium ist zu diesem Zeitpunkt die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht bereits bekannt. Der Springer-Verlag hatte sie wiederholt ins Spiel gebracht, etwa bei der Tagung »Digitale Revolution – Chance oder Bedrohung für die Kreativwirtschaft« am 5. Februar 2009. Veranstaltet wurde die Konferenz von der Europa-Union, einer Organisation zur Förderung der europäischen Idee, und ICOMP, der »Initiative for a Competitive Online Marketplace« (Initiative für einen wettbewerbsfähigen Online-Markt).</p>
<p>Als Sekretariat der ICOMP agiert PR-Agentur Burson Marsteller, die bereits die Belange der Regierungen Nigerias während des Biafra-Kriegs vertrat, Indonesien nach den Massakern in Ost-Timor beriet und für Rumänien während der Ceausescu-Diktatur arbeitete. ICOMP ist nach eigenen Angaben »eine Industrie-Initiative für Organisationen und Unternehmen, die im Internet-Geschäft tätig sind, vor allem Online-Verlage und -Werbetreibende, Internet-Service- und Netzwerk-Provider und Agenturen für Online-Werbung«.</p></blockquote>
<p>Wie erfolgreich das Lobbying war, ist inzwischen allen klar, die sich <a href="http://leistungsschutzrecht.info/">mit dem Thema beschäftigen</a>. Auch <a href="http://wuv.wuv.de/nachrichten/digital/bdzv_begruesst_bing_angriff_auf_google">BDZV und VDZ</a>, <a href="http://www.presseschauer.de/?p=1027">Keese</a> und <a href="http://carta.info/18559/fair-share-verlage-leistungsschutzrecht-robert-schweizer/">Burda-Lobbyist Robert Schweizer</a> berufen sich bei vielen Gelegenheiten auf &#8220;Fair Search&#8221; und &#8220;Fair Share&#8221; als Bewertungsmaßstäbe einer &#8220;gerechten&#8221; Funktion von Suchmaschinen, speziell natürlich Google. Und wo werden diese Maßstäbe definiert? In einem White Paper von ICOMP (<a href="../wp-content/uploads/2010/07/ICOMP_IP_German.PDF">Deutsch</a> – PDF, 1,4 MB | <a href="http://www.i-comp.org/%7Eicomppsb/ICOMP_IP_English_v8_HIRES%20FINAL.pdf">English</a> – PDF, 952 kb). Inzwischen gibt es auch die Organisation <a href="http://www.fairsearch.org/">FairSearch.org</a>, die die Interessen zwar transparenter macht, die aber erst im Dezember 2010 gegründet wurde. Hier übrigens die sehr lesenswerten Entgegnungen von Googles <em>Vice President of Search Products &amp; User Experience</em> Marissa Mayer (<a href="http://googlepublicpolicy.blogspot.com/2010/07/our-op-ed-regulating-what-is-best-in.html">Do not neutralise the web’s endless search</a>) und Suchmaschinenguru Danny Sullivan (<a href="http://searchengineland.com/regulating-the-new-york-times-46521">The New York Times Algorithm &amp; Why It Needs Government Regulation</a>) auf die Forderung nach &#8220;Fair Search&#8221;.</p>
<p>Ich stimme Milo zu, dass Google eine Menge Dinge tut, die untersucht werden sollten und bin selber erfreut darüber, dass die <a href="http://www.golem.de/1011/79773.html">EU sich das Geschäftsgebaren der Firma näher ansieht</a>. Und selbstverständlich sind die Google-Lobbyisten keine Altruisten, auch wenn sie so auftreten. Dennoch schließe ich mich Milo auch in seiner Schlussfolgerung an:</p>
<blockquote><p>if Microsoft wants to have an open, honest debate on the merits of privacy &#8211; not to mention anti-trust &#8211; it should do so in the public square, and not hide behind &#8220;initiatives&#8221; that fail to adequately disclose their relationship with the mother ship.</p></blockquote>
<p>Das gleich gilt für Springer, Burda, Holtzbrinck und all die anderen, die ein Leistungsschutzrecht fordern und sich dabei von Microsoft via ICOMP/Marson Bursteller bereitwillig unter die Arme greifen lassen.</p>
<p><strong>Aktualisierung (21.3., 12.50 Uhr):</strong> Ebenfalls übersehen hatte ich, dass Detlef Borchers die Rolle von ICOMP in der Januarausgabe der <a href="http://www.heise.de/ix/artikel/Bruecken-bauen-Bruecken-abbrechen-1153263.html">IX näher beleuchtet</a> hatte. Wolfgang Sander-Beuermann, Vorsitzender des Suma e.V. und ICOMP-Beiratsmitglied, hatte daraufhin eine <a href="http://www.i-comp.org/blog/?p=391">Entgegnung im ICOMP-Blog</a> geschrieben. Den Blogeintrag, den ich begonnen hatte zu schreiben, als ICOMP den <a href="http://www.google.com/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CBMQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.i-comp.org%2Fresources%2Fview%2F559%2Ffile&amp;rct=j&amp;q=SUma%20ICOMp&amp;ei=KDuHTbrPAseSswbjmbytAw&amp;usg=AFQjCNFJkaqBh9PEuhDdXZAUIww93vaCjA&amp;cad=rja">Beitritt des Suma e.V. zu ICOMP</a> (PDF) verkündet hatte, habe ich leider nie beendet. Schade.</p>
<p><strong>Aktualisierung (23.3., 18.50 Uhr): </strong><a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/icomp-antwortet-zu-microsoft-suma-und-leistungsschutzrecht/">ICOMP antwortet zu Microsoft, SuMa und Leistungsschutzrecht</a></p>
 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/microsoft-unterstutzt-indirekt-forderung-nach-einem-leistungsschutzrecht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Qualitätsprobleme im Journalismus und ihre Ursachen: Protokoll veröffentlicht</title>
		<link>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/qualitatsprobleme-im-journalismus-und-ihre-ursachen-protokoll-veroffentlicht/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/qualitatsprobleme-im-journalismus-und-ihre-ursachen-protokoll-veroffentlicht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 10:04:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[angemessene Vergütung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immateriblog.de/?p=2149</guid>
		<description><![CDATA[
Zum öffentlichen Expertengespräch &#8220;Qualitätsprobleme im Journalismus und ihre Ursachen&#8221; des Bundestags-Ausschusses für Kultur und Medien, an dem ich am 23. Februar 2011 teilgenommen habe, steht seit einiger Zeit bereits das Video zur Verfügung, nun auch das Wortprotokoll (PDF,193 kb).
Ich veröffentliche hier nicht mein Eingangsstatement, sondern meine Antwort zur Frage nach dem Leistungsschutzrecht, weil das der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" width="400" height="255" id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;"><param name="movie" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf"/><param name="menu" value="true" /><param name="quality" value="high" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="swliveconnect" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="scalemode" value="showall" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=1011774$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" /></object></p>
<p>Zum öffentlichen Expertengespräch &#8220;<a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/33462205_kw08_pa_kultur_medien/index.html">Qualitätsprobleme im Journalismus und ihre Ursachen</a>&#8221; des Bundestags-Ausschusses für Kultur und Medien, an dem ich am 23. Februar 2011 teilgenommen habe, steht seit einiger Zeit bereits das Video zur Verfügung, nun auch das <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a22/oeffentliche_Sitzungen/31_journalismus/protokoll.pdf">Wortprotokoll</a> (PDF,193 kb).</p>
<p>Ich veröffentliche hier nicht mein Eingangsstatement, sondern meine Antwort zur Frage nach dem Leistungsschutzrecht, weil das der konkretere und wahrscheinlich für viele Leser interessantere Teil ist:</p>
<p><span id="more-2149"></span></p>
<p><strong>Abg. Herbert Behrens (DIE LINKE.):</strong> Meine Frage geht an Herrn Spielkamp. Es geht auch noch einmal um die Frage der wirtschaftlichen Situation der handelnden Akteure. Ich würde ganz gerne einmal die Seite wechseln und die Verlegerseite von Ihnen beleuchtet sehen angesichts der Tatsache, dass in den vergangenen Jahren von dieser Seite immer wieder Entscheidungen getroffen worden sind, die sehr zu Lasten des Journalismus und der Qualität gegangen sind. Ob es nun um den Tagesspiegel ging oder um Outsourcing in Redaktionen oder ob wir uns vor Augen führen, dass aktuell Redakteure und Journalisten bei den Tageszeitungen um ihre Tarife kämpfen und die Verleger sagen: „Es darf aber nur ein bisschen weniger sein.“ Über Zuwächse wird gar nicht mehr diskutiert. Das deutet darauf hin, dass die Verleger gegenüber den Akteuren eine ungemeine Macht zu haben scheinen. Nun gehören Sie zu den herausragenden Kritikern des Leistungsschutzrechtes, was ja quasi noch ein neuer Punkt ist, um den Verlegern weitere Einnahmemöglichkeiten zu schaffen.Was sind eigentlich die zentralen Kritikpunkte, die zu beachten sind? Wie Sie wissen, befinden wir uns ja gerade in einer Diskussion, in der es unter anderem um Leistungsschutzrechte der Zeitungsverlage geht.</p>
<p><strong>Matthias Spielkamp (Projektleiter iRights.info):</strong> Ich danke Herrn Abg. Behrens für seine Frage zum Leistungsschutzrecht, denn diese Frage gibt mir die Möglichkeit, noch einmal auf einen wichtigen Konflikt hinzuweisen. Ebenfalls möchte ich in meine Antwort den Beitrag von Herrn Dr. Wolfgang Storz und die Frage von Frau Abg. Dr. Lukrezia Jochimsen mit einbeziehen.</p>
<p>Es ist tatsächlich der Fall, dass sich die wirtschaftliche Lage der freiberuflichen Journalisten zunehmend verschlechtert. Die wirtschaftliche Lage der festangestellten Journalisten ist noch nicht abzusehen, da gerade die Tarifverhandlungen laufen. Die zuständigen Verbände haben errechnet, dass danach ein Journalist, der heute einen Vertrag unterschreibt, im Alter von 40 Jahren mit entsprechender Berufserfahrung, ungefähr 30 bis 35 Prozent weniger verdienen wird als ein Journalist, der heute in der gleichen Situation ist.Wenn dies in anderen Branchen geschehen würde, wäre mit Protesten zu rechnen.</p>
<p>Auch möchte ich darauf hinweisen, dass es für freiberufliche Journalisten gemeinsame Vergütungsregeln gibt. Ich selbst bin seit 15 Jahren Mitglied bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Fachgruppe dju. Meiner Meinung nach ist es eine Katastrophe, was die dju gemeinsam mit dem DJV ausgehandelt hat. Die sogenannte angemessene Vergütung, die sichergestellt werden soll, beginnt bei 47 Cent pro Zeile. Wenn man ausrechnet, was Journalisten für eine saubere Recherche an Zeit benötigen und diese dann auch noch zu Papier gebracht werden muss, sind das Arbeitsbedingungen, die schwer vorstellbar sind. Es ist meiner Meinung nach offensichtlich, dass unter diesen Bedingungen keine Qualität entstehen kann.</p>
<p>Explizit möchte ich nochmals anführen, da dies in engem Zusammenhang mit dem Leistungsschutzrecht steht, dass auf der anderen Seite die Presseverleger stehen, die für sich ein zusätzliches Recht beanspruchen wollen. Im Koalitionsvertrag ist dies bereits festgehalten, dass dieses Leistungsschutzrecht geschaffen werden soll. Das Gesetz bringt meiner Meinung nach verschiedene Gefahren mit sich, aber keine Verbesserungen. Selbst Christoph Keese, der sozusagen der Botschafter in Politik und Öffentlichkeit war, sagt, dass, wenn das Leistungsschutzrecht käme, dies die Verlage nicht retten werde. Ich frage mich aber, warum dafür so hart gekämpft wird. Denn es ist ja so, wenn ein Leistungsschutzrecht eingeführt werden würde, müsste für das gewerbliche Lesen von Informationen, die von den Verlagen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, eine Abgabe gezahlt werden. Zum Beispiel ist Welt Online ein Angebot, das der Axel Springer Verlag kostenlos zur Verfügung stellt. Das müsste der Verlag nicht tun, er könnte dieses Angebot auch einfach hinter eine Paywall stellen. Doch obwohl er das nicht tut, müssten für das Lesen der kostenlos angebotenen Artikel dann, auch vom Deutschen Bundestag, Gebühren gezahlt werden. Diese Gebühren würden über Verwertungsgesellschaften an die Verlage und nicht an die Journalisten ausgeschüttet. Die Journalisten hätten, solange sie Freiberufler sind, ein doppeltes Problem, denn sie wären nicht mehr in der Lage, weiterhin über ihre eigenen Werke zu verfügen. Das Leistungsschutzrecht ginge über das hinaus, was das Urheberrecht vorsieht, nämlich, dass man seine eigenen Werke lizenzieren kann. Als Journalist habe ich das Recht, einem Verlag aufzuerlegen, meinen Artikel nach meinen Vorstellungen zu nutzen. Gäbe es das Leistungsschutzrecht, würde der Verlag ein eigenes Recht an diesem Artikel bekommen. Mir als Journalist würde untersagt, diesen Artikel weiter zu lizenzieren, also an weitere Anbieter weiter zu verkaufen und ein Honorar dafür zu erhalten, während den Verlagen dieses Recht eingeräumt würde. Ich bin der Meinung, dass dies unter Berücksichtigung der aktuellen Verhandlungsposition, in der sich die Journalisten befinden, nicht möglich sein kann.</p>
<p>Ich möchte noch darauf hinweisen, dass keine Untersuchung vorliegt, welches Problem mit dem Leistungsschutzrecht gelöst werden sollte oder gelöst werden könnte, wenn es denn eingeführt werden sollte.</p>
<p>Ein weitaus dringenderes Problem, was noch auf die Gesellschaft zukommen könnte, ist, dass sogenannte Snippets unter ein Schutzrecht gestellt werden würden. Snippets sind kurze Ausschnitte, die bisher nicht urheberrechtlich geschützt werden, weil sie keine sogenannte Schöpfungshöhe haben. Durch das Leistungsschutzrecht würden sie allerdings geschützt. Damit bestünde die Gefahr zumindest einer Teilmonopolisierung der Sprache. Davor kann nicht genug gewarnt werden.</p>
 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/qualitatsprobleme-im-journalismus-und-ihre-ursachen-protokoll-veroffentlicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>New York Times setzt (erneut) auf Bezahlschranke</title>
		<link>http://immateriblog.de/journalismus/new-york-times-setzt-erneut-auf-bezahlschranke/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/journalismus/new-york-times-setzt-erneut-auf-bezahlschranke/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 16:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Economics]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Publizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[digitales Publizieren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immateriblog.de/?p=2131</guid>
		<description><![CDATA[Arthur Ochs Sulzberger Jr., Herausgeber der The New York Times, kündigt in einem &#8220;Brief an unsere Leser&#8221; an, dass die Times von heute an wieder hinter einer Bezahlschranke verschwinden wird. Zuerst in Kanada, damit die Times &#8220;das Kundenerlebnis feiner abstimmen kann&#8221; (&#8221;will enable us to fine-tune the customer experience&#8221; &#8211; auch die NYT ist sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Arthur Ochs Sulzberger Jr., Herausgeber der The New York Times, kündigt in einem &#8220;<a href="http://www.nytimes.com/2011/03/18/opinion/l18times.html">Brief an unsere Leser</a>&#8221; an, dass die Times von heute an wieder hinter einer Bezahlschranke verschwinden wird. Zuerst in Kanada, damit die Times &#8220;das Kundenerlebnis feiner abstimmen kann&#8221; (&#8221;will enable us to fine-tune the customer experience&#8221; &#8211; auch die NYT ist sich leider längst nicht mehr für dieses Brechreiz hervorrufende PR-Gefasel zu schade), bevor dann am 28. März alle Leser weltweit zur Kasse gebeten bzw. ausgesperrt werden, sobald sie mehr als eine bestimmte Anzahl Artikel gelesen haben. Das bedeutet:</p>
<ul>
<li>Auf der Website NYTimes.com kann man pro Monat 20 Artikel kostenlos lesen (das beinhaltet Slideshows, Videos und andere Inhalte). Danach muss man &#8220;digitaler Abonnent&#8221; werden und zahlen.</li>
<li>Auf den Smartphone- und Tablet-Apps wird die &#8220;Top News&#8221;-Rubrik kostenfrei bleiben. Für alle anderen Inhalte muss man &#8220;digitaler Abonnent&#8221; werden.</li>
<li>Alle, die ein Printabo der NYT oder der International Herald Tribune haben, lesen weiter das komplette Angebot kostenfrei.</li>
<li>Leser, die durch Links bei Suchmaschinen, Blogs und Social Media wie Facebook und Twitter zu einem Artikel kommen, können ihn weiterhin lesen, auch wenn sie bereits ihr Kontingent ausgeschöpft haben. Bei einigen Suchmaschinen wird es ein tägliches Kontingent an Artikeln geben, auf die man über die Suchmaschine zugreifen kann.</li>
<li>Die Startseite und alle Ressortseiten werden kostenfrei lesbar bleiben.</li>
</ul>
<p>Drei Gedanken dazu:</p>
<p>1. Es wird spannend sein zu sehen, ob ein Angebot, das auch im Web wirklich einflussreich und gut gemacht ist, seine Leser davon überzeugen kann, für Inhalte zu bezahlen. Der letzte Versuch, Leser davon zu überzeugen, <a href="http://paidcontent.org/article/419-new-york-times-to-close-timesselect-effective-wednesday/">war 2007 gründlich gescheitert</a>.  Seitdem ist eine Menge geschehen, aber die Diskussion darüber, ob die  Nutzer bereit sind, für Inhalte zu zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie  damals.</p>
<p>2. Die Differenziertheit, mit der die NYT Inhalte anbietet (z.B. für Nutzer von Social Networks die Artikel weiter lesbar zu halten), zeugt einerseits davon, wie gut die Times die Dynamiken des Webs verstanden hat. Auf der anderen Seite beruht das Modell dadurch auf einer Art Soli-Prinzip, denn viele Leser werden die Artikel, die sie wirklich dringend lesen wollen, weiter lesen können &#8211; z.B. indem sie den Umweg über eine Suchmaschine oder Twitter gehen. Sulzberger schreibt  denn auch in seiner Begründung:</p>
<blockquote><p>Das ist ein wichtiger Schritt, von dem ich hoffe, dass die Leser ihn als eine Investition in die Times sehen &#8211; ein Schritt, der unsere Möglichkeiten stärken wird, allen Lesern weltweit auf allen Plattformen hochqualitativen Journalismus anzubieten.</p></blockquote>
<p>Aber getroffen werden natürlich genau die Stammleser:</p>
<blockquote><p>Der Umbau wir in erster Linie diejenigen betreffen, die die Inhalte der Times sehr stark nutzen.</p></blockquote>
<p>Ob gerade diese Stammleser das gut finden und sich so solidarisch zeigen, wie Sulzberger sich das wünscht, ist der spannende, aber auch heikle Kern des Experiments.</p>
<p>3. Wie ausgefeilt ist die Technik? Wenn allein über IP-Adresse und/oder Cookies bestimmt wird, wie viele Artikel bereits gelesen wurden, ist die Kontingentierung leicht zu umgehen. Ich wüsste im Moment nicht, wie es anders funktionieren sollte. Das ist zwar dennoch nervig und aufwändig, aber wann werden die ersten Tools erhältlich sein, die einen die NYT vollständig kostenlos lesen lassen, ohne sich um den Krams selbst kümmern zu müssen? Am 28. März?</p>
 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immateriblog.de/journalismus/new-york-times-setzt-erneut-auf-bezahlschranke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Interview mit den Netzpiloten: Leistungsschutzrecht, Verlage, Wikileaks</title>
		<link>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/interview-mit-den-netzpiloten-leistungsschutzrecht-verlage-wikileaks/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/interview-mit-den-netzpiloten-leistungsschutzrecht-verlage-wikileaks/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 16:10:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Regulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immateriblog.de/?p=2128</guid>
		<description><![CDATA[Vor fast genau einem Jahr, zur re:publica10, hat mich Meike Laaff für die Netzpiloten zu den Themen Leistungsschutrecht, Zukunft der Verlage, Wikileaks etc. befragt. Irgendwie ist das dort wohl liegen geblieben, so dass es erst jetzt veröffentlicht wurde. Ich bette es hier dennoch ein, denn es ist durchaus spannend zu sehen, wie wenig die Diskussion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor fast genau einem Jahr, zur re:publica10, hat mich Meike Laaff für die <a href="http://www.netzpiloten.de/2011/03/17/m-spielkamp-zum-thema-leistungsschutzrecht/">Netzpiloten</a> zu den Themen Leistungsschutrecht, Zukunft der Verlage, Wikileaks etc. befragt. Irgendwie ist das dort wohl liegen geblieben, so dass es erst jetzt veröffentlicht wurde. Ich bette es hier dennoch ein, denn es ist durchaus spannend zu sehen, wie wenig die Diskussion vorangekommen ist in den letzten 11 Monaten. An anderen Stellen wiederum ist interessant, was sich dann doch getan hat. Wenn ich z.B. sage, dass ich gespannt bin zu erfahren, wie die FDP sich verhielte, wenn sich ein wichtiger Industrieverband gegen das Leistungsschutzrecht positioniert, dann kann man das <a href="http://leistungsschutzrecht.info/stimmen-zum-lsr/presseartikel/fdp-staatssekretaer-fordert-von-den-verlagen-vermitteln-sie-ihr-anliegen-praegnanter">nun beobachten</a>, denn der <a href="http://leistungsschutzrecht.info/stimmen-zum-lsr/stellungnahme/gemeinsame-erklaerung-zum-vorhaben-eines-leistungsschutzrechts-fuer-presseverleger">BDI hat inzwischen genau das getan</a>. Es sieht natürlich etwas dumm aus, wenn ich von Wikileaks und ihrem Scoop mit dem Irak-Video spreche, aber genau deshalb erläutere ich hier die Hintergründe.</p>
<p>(Der Vimeo-Embed zerschießt mein Blog und ich kann den Grund dafür nicht finden &#8211; daher Klick auf das Bild und ab geht&#8217;s zu den Netzpiloten.)</p>
<p><a href="http://www.netzpiloten.de/2011/03/17/m-spielkamp-zum-thema-leistungsschutzrecht/"><img class="wp-image-2146 size-medium" title="Video-Interview Matthias Spielkamp bei den Netzpiloten" src="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2011/03/netzpiloten-300x171.png" alt="" width="300" height="171" /></a></p>
 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/interview-mit-den-netzpiloten-leistungsschutzrecht-verlage-wikileaks/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Expertenliste zum Gespräch über die “Zukunft des Qualitätsjournalismus”</title>
		<link>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/expertenliste-zum-gesprach-uber-die-%e2%80%9czukunft-des-qualitatsjournalismus%e2%80%9d/</link>
		<comments>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/expertenliste-zum-gesprach-uber-die-%e2%80%9czukunft-des-qualitatsjournalismus%e2%80%9d/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 09:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Citizen Journalism]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Regulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Publizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[User Generated Content]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[digitales Publizieren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immateriblog.de/?p=2098</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe nun die Liste der Eingeladenen zum Öffentlichen Expertengespräch des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien zur &#8220;Zukunft des Qualitätsjournalismus&#8221; bekommen. Außer mir sind dabei:

Wolfgang Blau, Chefredakteur ZEIT ONLINE
Katharina Borchert, Geschäftsführerin SPIEGEL ONLINE
Ulrike Kaiser, stell vertretende Vorsitzende Deutscher Journalisten-Verband, Initiative Qualität im Journalismus
Hans Leyendecker, zweiter Vorsitzender netzwerk recherche e.V.
Prof. Dr. Volker Lilienthal, Institut für Journalistik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe nun die Liste der Eingeladenen zum <a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/offentliches-expertengesprach-des-bundestagsausschusses-fur-kultur-und-medien-zur-zukunft-des-qualitatsjournalismus/">Öffentlichen Expertengespräch des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien zur &#8220;Zukunft des Qualitätsjournalismus&#8221;</a> bekommen. Außer mir sind dabei:</p>
<ul>
<li>Wolfgang Blau, Chefredakteur ZEIT ONLINE</li>
<li>Katharina Borchert, Geschäftsführerin SPIEGEL ONLINE</li>
<li>Ulrike Kaiser, stell vertretende Vorsitzende Deutscher Journalisten-Verband, Initiative Qualität im Journalismus</li>
<li>Hans Leyendecker, zweiter Vorsitzender netzwerk recherche e.V.</li>
<li>Prof. Dr. Volker Lilienthal, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, Universität Hamburg</li>
<li>Dr. Wolfgang Storz, Publizist</li>
</ul>
<p>Erfreulich daran finde ich, dass Teilnehmer mit großer Online-Kompetenz dabei sind, die auch den Mut haben, neue Ideen zu verfolgen. Schön wäre es allerdings gewesen, auch andere Geschäftsmodelle als traditionelle Verlagshäuser vertreten zu sehen.</p>
 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immateriblog.de/in-eigener-sache/expertenliste-zum-gesprach-uber-die-%e2%80%9czukunft-des-qualitatsjournalismus%e2%80%9d/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

