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	<title>immateriblog.de &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Matthias Spielkamp über Immaterialgüter in der digitalen Welt</description>
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		<title>Ist Kreativität die neue Steinkohle?</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 19:02:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein seltsames Erlebnis, bei der Jahreskonferenz der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft zu sein. Kaum einer der (vielen) vermeintlich kreativen Podiumsteilnehmer verzichtete auf den Appell an „den Staat“ oder „die Regierung“. Der eine versteht darunter, dass subventionierter Gewerberaum zur Verfügung gestellt wird, der nächste möchte gern, dass deutsche Kreativität im Ausland vermarktet wird (mit steuerfinanzierten Subventionen), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein seltsames Erlebnis, bei der <a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2009/06/2009-06-12-jahrestagung-kultur-und-kreativwirtschaft.html">Jahreskonferenz der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft</a> zu sein. Kaum einer der (vielen) vermeintlich kreativen Podiumsteilnehmer verzichtete auf den Appell an „den Staat“ oder „die Regierung“. Der eine versteht darunter, dass subventionierter Gewerberaum zur Verfügung gestellt wird, der nächste möchte gern, dass deutsche Kreativität im Ausland vermarktet wird (mit steuerfinanzierten Subventionen), der dritte will Kreativitätsausbildung an Schulen, und dann gibt es noch die, die gern neue Gesetze zum Schutz „geistigen Eigentums“ hätten. Schwer zu glauben, dass man sich in einem Raum voller „Kreativer“ befunden haben soll.</p>
<p>Ausnahmen wie der Designer <a href="http://www.michalsky.com/">Michael Michalsky</a> bestätigen die Regel, aber der kommt auch aus einer Industrie, die <a href="http://www.csmonitor.com/2003/0909/p09s01-coop.html">traditionell so gut wie überhaupt keinen Schutz genossen</a> hat, sondern sich immer gegen enorme Konkurrenz behaupten musste. Im Gegensatz zu den angeblich Not leidenden Unternehmen der Musikindustrie und, <em>the new kid on the block</em>, den Presseverlagen. Der allgegenwärtige Dieter „Musikindustrie“ Gorny war da, und fehlen durfte nicht Christoph Keese, der sich nicht entblödete, sich in den Tagungsunterlagen als „Außenminister“ (im Original ohne Anführungszeichen) der Axel Springer AG vorstellen zu lassen. Auf der einen Seite will er damit offenbar die grenzenlose Selbstsicherheit eines globalen Konzerns darstellen, der im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erzielt hat und in große Stil Expansionspläne schmiedet – der aber zugleich nicht nur staatlichen Schutz fordert (ein Leistungsschutzrecht für seine Produkte), sondern auch gerichtlich bestätigt bekommen hat, dass die Geschäftsbedingungen, mit denen er seine freien Journalisten knebeln will, <a href="http://irights.info/index.php?id=761">gegen geltendes Recht verstoßen</a>.</p>
<p>Bösewicht Google durfte natürlich nicht fehlen, und auch da geht der Appell an den Staat. Staatsminister Neumann will die EU in Anschlag bringen, um das Unternehmen in die Schranken zu weisen, das wie kein anderes mit unvorstellbarer Kreativität in den vergangenen Jahren neue Produkte und Dienste auf den Markt gebracht hat, nach denen sich die Kunden reißen. Und das im Internet, dem am härtesten umkämpften Wirtschaftsraum, den es je gegeben hat.</p>
<p>Moderatorin Amelie Fried ließ sich (und wahrscheinlich dem größten Teil des Publikums) erklären, was Browser-Games sind und konterte Andreas Steinhausers (<a href="http://txtr.com">txtr.com</a>) Begeisterung für E-Book-Reader mit der Bemerkung: „Ich habe das eigentlich ganz gern, wenn nach dem Urlaub Sand aus den Seiten rieselt.“ Das sei ihr ja unbenommen, aber wenn man den Eindruck bekommt, die deutschen Buchverleger finden das auch, dann weiß man ziemlich genau, wer als nächstes nach staatlicher Hilfe schreien wird.</p>
<p>1986 musste ich in der Schule mal in SoWi (Sozialwissenschaften) ein Berufsportrait schreiben. Das war der Versuch, Gymnasiasten in der 10. Klasse, als andere in den Arbeitsmarkt geschubst wurden, mit dem Berufsleben zu konfrontieren. Ich habe mir den Werbekaufmann rausgesucht, Schwerpunkt „Multimedia“ (ja, das gab’s damals schon!). Da habe ich genau das beschrieben, was in den Pausen geboten wurde: es gab Tanztheater, kombiniert mit Nebelschwaden, Laserstrahlen und in den Hintergrund projizierten Computergrafiken. Ein sehr kreativer (keine Ironie) Regisseur, Produzent und Unternehmer sagte in der Pause dann auch: „Hier ist alles irgendwie 80er – die Herangehensweise, die Haltungen, die Musik. Nur dass man in den 80ern da noch ein Streichquartett hingesetzt hätte. Und da sieht man dann doch, dass sich etwas geändert hat.“ Der Mann ist ganz offensichtlich unverbesserlicher Optimist. In 20 Jahren werden also die Gespräche in der heutigen Gegenwart angekommen sein. Man darf gespannt sein.</p>
<p>Einziger Lichtblick: Staatssekretärin Dagmar Wöhrl aus dem Bundeswirtschaftsministerium, die in ihrer Rede tatsächlich sagte, das „Verhältnis zwischen Urhebern und Verwertern ist ein wenig aus der Balance geraten“. Das kann man wohl sagen. Aber daher wurden wohl keine Vertreter von Autoren, Musikern, Programmierern auf die vier Podien eingeladen (ok, Olaf Zimmermann war da, Geschäftsführer des deutschen Kulturrats – nicht gerade ein großer Anteil bei 19 Podiumsteilnehmern).</p>
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		<title>Morgengrauen: zu Gast beim Medienradio 004</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 10:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Donnerstagabend war ich zwei Stunden (!) lang zu Gast beim Medienradio. Philip hat inzwischen eine sehr schöne Linkliste zu unserem mäandernden Gespräch (siehe die Kategorieneinordnung oben&#8230;) gemacht. Das MP3 (Achtung: 75 MB!) gibt&#8217;s hier.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstagabend war ich zwei Stunden (!) lang zu Gast beim <a href="http://medienradio.org/mr">Medienradio</a>. Philip hat inzwischen eine sehr schöne <a href="http://medienradio.org/mr/mr004-morgengrauen/">Linkliste</a> zu unserem mäandernden Gespräch (siehe die Kategorieneinordnung oben&#8230;) gemacht. Das MP3 (Achtung: 75 MB!) gibt&#8217;s <a href="http://medienradio.org/audio/090604_MR004.mp3">hier</a>.</p>
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		<title>Doller Service: Die Böll-Stiftung stellt die Diskussion mit Lessig online</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 15:42:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das wäre ja noch nix Besonderes, aber es gibt sie schön nach Fragen portioniert. Vorbildlich.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das wäre ja noch nix Besonderes, aber es gibt sie <a href="http://www.boell.de/bildungkultur/creative-economy-6807.html">schön nach Fragen portioniert</a>. Vorbildlich.</p>
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		<title>Meine Präsentation für die internationale Urheberrechtskonferenz des BMJ in Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 13:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Präsentation habe ich zwar nicht gezeigt, weil der Moderator keine Präsentationen vorgesehen hatte, aber ich habe sie dann natürlich als Grundlage meines Kurzvortrags genutzt.

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Auf vielfachen Wunsch jetzt auch als PDF (76 kb)  
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="__ss_1422822" style="width: 425px; text-align: left;">Die Präsentation habe ich zwar nicht gezeigt, weil der Moderator keine Präsentationen vorgesehen hatte, aber ich habe sie dann natürlich als Grundlage meines Kurzvortrags genutzt.</div>
<div style="width: 425px; text-align: left;"><object width="425" height="355" data="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=musik-final-090512085115-phpapp02&amp;stripped_title=prsentation-internationale-urheberrechtskonferenz-bundesministerium-der-justiz-bmj-berlin" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=musik-final-090512085115-phpapp02&amp;stripped_title=prsentation-internationale-urheberrechtskonferenz-bundesministerium-der-justiz-bmj-berlin" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></div>
<div style="width: 425px; text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">xx<br />
</span></div>
<div style="width: 425px; text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">xx</span></div>
<div style="width: 425px; text-align: left;">Auf vielfachen Wunsch jetzt auch als <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2009/05/musik-final.pdf">PDF</a> (76 kb) <img src='http://immateriblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </div>
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		<title>Ist doch klar.</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 22:38:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weil Peter Praschl es kann.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil Peter Praschl <a href="http://intrig.antville.org/stories/1889849/">es</a> kann.</p>
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		<title>Das Ende der Rocky Mountain News</title>
		<link>http://immateriblog.de/journalismus/das-ende-der-rocky-mountain-news/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 08:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 27. Februar 2009 erschien die letzte Ausgabe der Rocky Mountain News in Denver, nach 149 Jahren und 311 Tagen. Die Redaktion hat einen wunderschönen, traurigen Film gemacht über das Ende einer Institution.

Final Edition from Matthew Roberts on Vimeo.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 27. Februar 2009 erschien die letzte Ausgabe der Rocky Mountain News in Denver, nach 149 Jahren und 311 Tagen. Die Redaktion hat einen wunderschönen, traurigen Film gemacht über das Ende einer Institution.</p>
<p><object width="400" height="225" data="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=3390739&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=3390739&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" /></object><br />
<a href="http://vimeo.com/3390739">Final Edition</a> from <a href="http://vimeo.com/bluerogue">Matthew Roberts</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		<item>
		<title>Suuuper: die Wirtschaft als &#8220;natürlicher Partner&#8221; der Justiz (sagt die GVU)</title>
		<link>http://immateriblog.de/urheberrecht/suuuper-die-wirtschaft-als-naturlicher-partner-der-justiz-sagt-die-gvu/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 12:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn da mal nicht der Bock zum Gärtner gemacht wird:
Liebe Medienpartner,
bereits vergangene Woche fanden die 3. Berliner Sicherheitstage statt. Im Rahmen dieser Diskussionsrunde sprach sich die GVU für öffentliche-private Partnerschaften zur Etablierung von Kompetenzzentren für Internetkriminalität bei den Strafverfolgungsbehörden aus.
Das scheibt die GVU, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V., in einer Pressemitteilung. Und weiter:
Fehlende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn da mal nicht der Bock zum Gärtner gemacht wird:</p>
<blockquote><p>Liebe Medienpartner,</p>
<p>bereits vergangene Woche fanden die 3. Berliner Sicherheitstage statt. Im Rahmen dieser Diskussionsrunde sprach sich die GVU für öffentliche-private Partnerschaften zur Etablierung von Kompetenzzentren für Internetkriminalität bei den Strafverfolgungsbehörden aus.</p></blockquote>
<p>Das scheibt die <a href="http://gvu.de">GVU</a>, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V., in einer Pressemitteilung. Und weiter:</p>
<blockquote><p>Fehlende Mittel, zu wenig Mitarbeiter, zu viele unterschiedliche Aufgabenbereiche beklagten unisono die Teilnehmer der 3. Berliner Sicherheitsgespräche aus Polizei, Staatsanwaltschaft, Politik und Wirtschaft am 26. Januar. Bei Online-Straftaten seien zunehmende Reaktionsunfähigkeit des Rechtsstaats und reine Kriminalitätsverwaltung die Folgen, lautete die erschreckende Bilanz aus den Reihen der Strafverfolgungsbehörden. &#8220;Eine wirksame Bekämpfung der Internetkriminalität erfordert die Schaffung von Kompetenzzentren bei Polizei und Justiz sowie die feste Verankerung von Internet-Fachwissen in der dortigen Aus- und Weiterbildung&#8221;, resümiert daher auch Dr. Matthias Leonardy, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU), die Diskussionsrunde zum Thema Der virtuelle Tatort. Nur so könne die quantitative und qualitative Überlastung der Dienststellen bei Internetfällen aufgefangen werden, führt Leonardy weiter aus. Dafür erachtet der GVU-Geschäftsführer die Wirtschaft als natürlichen und notwendigen Partner und schlägt eine Public Private Partnership gegen Internetkriminalität vor.</p></blockquote>
<p>Wieso werde ich immer ganz furchtbar misstrauisch, wenn es ein &#8220;Public-Private-Partnership&#8221; bei der Strafverfolgung geben soll (ohnehin schon eine sehr zweifelhafte Einrichtung), und der &#8220;private&#8221; Parter ganz eindeutige Interessen vertritt, die nicht immer (nur) darin bestehen, das geltende Recht durchzusetzen?</p>
<p>Dass dabei nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht, <a href="http://www.heise.de/ct/06/22/102/">ist bekannt und dokumentiert</a>. Nun kann es immer mal vorkommen, dass Fehler passieren, wobei die GVU schon <a href="http://www.heise.de/newsticker/GVU-soll-Raubkopierer-gesponsert-haben--/meldung/68760">zu oft Mist gebaut</a> hat, um noch daran zu glauben, dass das alles nur Unachtsamkeiten sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Prinzip, eine private Interessenvetretung zu einem Gutachter in Strafverfahren zu machen, natürlich eine Aushöhlung des Rechtsstaats bedeutet. Das hat auch das <a href="http://www.heise.de/newsticker/Staatsanwaltschaft-darf-GVU-nicht-bei-Urheberrechtsermittlungen-beiziehen--/meldung/80286">Langericht Kiel erkannt</a>. Wollen wir hoffen, dass es Justizministerium und Strafverfolgungsbehörden auch so sehen.</p>
<p>(Und von dem unsäglichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biologismus">Bilogismus-Ideologie-Dummgeschwätz</a> der Mitteilung will ich gar nicht erst anfangen&#8230;)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie geht&#8217;s weiter mit der Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen?</title>
		<link>http://immateriblog.de/urheberrecht/wie-gehts-weiter-mit-der-schutzdauerverlangerung-fur-musikaufnahmen/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 16:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Kretschmer berichtet von der komplexen Auseiandersetzung um die Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen, die er ablehnt (mein Interview dazu hier). Besonders aufschlussreich: &#8220;Several MEP assistants told me that they had received offers for concert tickets of famous artists.&#8221; (&#8221;Einige Assistenten von MdEP haben mir erzählt, dass ihnen Karten für Konzerte berühmter Musiker angeboten wurden.&#8221;).
Was es schwierig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Kretschmer berichtet von der komplexen Auseiandersetzung um die Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen, die er ablehnt (mein Interview dazu <a href="http://immateriblog.de/?p=104">hier</a>). Besonders aufschlussreich: &#8220;Several MEP assistants told me that they had received offers for concert tickets of famous artists.&#8221; (&#8221;Einige Assistenten von MdEP haben mir erzählt, dass ihnen Karten für Konzerte berühmter Musiker angeboten wurden.&#8221;).</p>
<p>Was es schwierig mache, die MdEP davon zu überzeugen, dass die Schutzdauerverlängerung den Musikern nichts nützt, sei natürlich vor allem, dass sich Interessenverbände von Musikern dafür einsetzen. In England gab es sogar eine <a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/7749416.stm">Videobotschaft im Namen von  38.000 Musikern,</a> die die Verlängerung fordert. Das wirft auch ein bezeichnendes Licht auf die Probleme, die die Interessenvertreter mit der Empirie haben. Leider ist das in Deutschland oft nicht anders.</p>
<p>Martins eMail gewährt einen interessanten Einblick in das, was derzeit in Brüssel veranstaltet wird. Leider nur auf Englisch, aber ich habe keine Zeit, sie zu übersetzen.</p>
<p>Copyright Extension Directive</p>
<p>Dear colleagues,</p>
<p>Many of you have asked for an update. The process has become so complex that it is hard to provide a short summary.<span id="more-131"></span></p>
<p>Both European Parliament and Council of Ministers have to agree a joint text. The procedures run in parallel.</p>
<p>In the Council of Ministers, the French Presidency is pushing very hard to come to an agreement at the Competitiveness Council next week but there is considerable resistance. Only Estonia and Cyprus appear to have come out in favour. I believe an official ‘against’ position is recorded from Netherlands, Italy, Austria, Finland, Sweden – and a position ‘something for performers but not in this form’ from UK, Poland, Belgium.</p>
<p>It is very likely that the Directive will be pushed into the Czech presidency which takes over in January (and will be much less keen).</p>
<p>In the European Parliament, the lead committee is Legal Affairs (JURI). The rapporteur is Brian Crowley, an Irish party colleague of McCreevy, and strongly in favour. Feeding committees (which all can propose amendments) are Culture and Education (CULT), Industry, Research and Energy (ITRE), and Internal Market and Consumer Protection (IMCO).</p>
<p>Lionel Bently (who spoke as invited expert) and I both attended the JURI public hearing on 4 November. I attach Lionel’s address.</p>
<p>Tilman Lüder, head of the Copyright Unit at DG Market made a heated statement, attacking the joint academic position. He was subject to a point of order.</p>
<p>IFPI has been mounting a sustained operation, and we saw numerous industry lobbyists a work. In return, Open Rights made a valiant effort, and <a href="http://www.soundcopyright.eu">Open Rights’ sound copyright campaign</a> is still a key ally.</p>
<p>Several MEP assistants told me that they had received offers for concert tickets of famous artists. All the rapporteurs of the feeding committees had been cultivated, and wrote supportive reports BEFORE the public hearing (mostly asking for an inclusion of audio-visual performers). Within committee politics, rejection did not seem an option to most MEPs we spoke to. For MEPs it is troublesome that performer organisations speak in favour of extension. Critical MEPs lack a publicly persuasive lobby partner.</p>
<p>The feeding committees will vote in early December. Rufus Pollock, Lionel Bently and I have fed a number of amendments to receptive MEPs. There also have been moves from the European broadcasters (mandatory collective administration for extended term as applying to digital broadcasting archives). It has to be said that the broadcast lobbyists woke up much too late.</p>
<p>The only openly sceptical parliamentary group are the Greens. Sharon Bowles (liberal/ALDE MEP in JURI) is making an effort with a set of amendments, linking extension to a registration system for instances of inadequate remuneration for the performer (administered via OHIM, the European Trade Mark Office in Alicante, and subject to licences as of right). EPP (centre right) and PES (socialists) as parliamentary groups appear to support 95 years.</p>
<p>The best we can hope for in the European Parliament is that there are enough irreconcilable amendments voted through in ITRE (11 December), so that JURI (scheduled vote 19/20 January) will ask for more time, or an independent study.</p>
<p>As we stand, a plenary vote is scheduled for February. Any spanner in the works may take us into the next parliament and a new commission (European elections: 4 June).</p>
<p>In the UK, <a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/7749416.stm">DCMS is still sitting on the fence, but DIUS is holding the line (backed by Cabinet Office)</a>.</p>
<p>Lastly, I attach a set of three amendments (mainly in Lionel Bently&#8217;s words) that may form the nucleus of an acceptable way forward (if there is a stalemate between Council and Parliament). The basic idea is to give an extension to performers only (life or 50 years, the current Greek law), and address the access issues via collecting societies. In addition, we propose a use-it-or-lose-it provision during the current term. This third amendment needs some work on procedure for recovering rights. <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2008/11/prof-bently-juri-speech.pdf" title="prof-bently-juri-speech.pdf">prof-bently-juri-speech.pdf</a> (184 KB) | <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2008/11/amendments-extension-directive-academics.pdf" title="amendments-extension-directive-academics.pdf">amendments-extension-directive-academics.pdf (128 KB)<br />
</a></p>
<p>In summary, everything hangs in a delicate balance. Any appearance of dissent in the media will be important.</p>
<p>Please feel free to circulate this note.<br />
&#8211;<br />
Martin Kretschmer<br />
Professor of Information Jurisprudence<br />
Director, Centre for Intellectual Property Policy &amp; Management<br />
Bournemouth University<br />
Talbot Campus, Poole<br />
UK &#8211; Dorset BH12 5BB<br />
URL: www.cippm.org.uk</p>
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		<title>Es wird spannnend / dringend: Neues zur Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 22:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Kretschmer, den ich kürzlich zu den Plänen der EU-Kommission interviewt habe, die Schutzdauer für Musikaufnahmen auf 95 Jahre zu verlängern (von derzeit 50), hat nun eine Stellungnahme (PDF, 248 KB) dazu verfasst.Sie antwortet im Detail auf die Behauptungen der Kommission und der Lobbyisten der Musikindustrie.Zusätzlich hat er einen offenen Brief an die Abgeordneten des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bournemouth.ac.uk/about/people_at_bu/our_academic_staff/IBAL/profiles/mkretschmer.html">Martin Kretschmer</a>, den ich kürzlich zu den Plänen der EU-Kommission <a href="http://immateriblog.de/?p=104">interviewt </a>habe, die Schutzdauer für Musikaufnahmen auf 95 Jahre zu verlängern (von derzeit 50), hat nun eine <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2008/10/term-statement-27_10_08.pdf">Stellungnahme</a> (PDF, 248 KB) dazu verfasst.Sie antwortet im Detail auf die Behauptungen der Kommission und der Lobbyisten der Musikindustrie.Zusätzlich hat er einen offenen Brief an die Abgeordneten des EU-Parlaments geschrieben, in dem er erläutert, warum die Unterzeichner die Richtlinie zur Schutzdauerverlängerung als &#8220;eins der schlimmsten Beispiele für ein Plädoyer im Eigeninteresse&#8221; ansehen: &#8220;Die Vorgeschlagene Richtlinie wird europäische Innovation und Kreativität erheblich schädigen.&#8221;Unterzeichnet, neben Kretschmer, von einigen der prominentesten Urheberrechtlern Europas: Professor <a href="http://www.cipil.law.cam.ac.uk/publications/lionel_bently.php">Lionel Bently</a> und Dr <a href="http://www.emma.cam.ac.uk/teaching/fellows/display/index.cfm?fellow=254">Rufus Pollock</a>, Centre for Intellectual Property &amp; information Law (CIPIL), University of Cambridge; Professor <a href="http://www.ip.mpg.de/ww/de/pub/organisation/institutsleitung/direktoren/prof__dr__reto_m__hilty.cfm">Reto Hilty</a>, Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, München; Professor <a href="http://www.ivir.nl/staff/hugenholtz.html">Bernt Hugenholtz</a>, Institute for information Law, Universität Amsterdam.Der gesamte Brief (Englisch):<span id="more-118"></span>The Business SchoolProfessor Martin KretschmerDirector; Centre for Intellectual Property Policy &amp; ManagementBournemouth, 27 October 2008<strong>Open letter to the Members of the European Parliament</strong><strong>The Proposed Directive for a Copyright Term Extension</strong>We are independent lawyers, economists and music researchers, representing the leading European intellectual property research centres. We unanimously condemn the Commission&#8217;s proposed directive &#8220;amending the term of protection of copyright and certain related rights&#8221; (COM(2008) 464/3) as one of the worst examples of special interest pleading. The proposed directive will seriously damage European innovation and creative endeavour.The Commission is trying to persuade policy makers that copyright extension is cost free. ln its Impact Assessment [IA] the Commission claims that consumer prices for sound recordings will not increase, nor will licence fees paid by broadcasters, clubs and restaurants for so-called &#8220;air play&#8221; [IA, p. 40].At the same time the Commission claims that extension will deliver benefits to the music industry between € 44 million and € 843 million&#8221; [IA, p. 60]. Where is that money coming from? The costs have to be borne somewhere. It is shocking that the Commission can fail to acknowledge this basic economic truth. Any serious impact assessment should at least have to answer the simple question: Who is going to pay?Instead of doing their economic homework, the Commission offers a misleading story about performers facing &#8220;an income gap at the end of their Iifetimes&#8221; [Explanatory Memorandum to Proposed Directive, p. 4; Press releases 14 February 2008 and 16 July 2008]. The language of &#8220;artists who lose their pension when they need it most&#8221; is copied directly from lobby documents supplied to the Commission by the record industry. Extension is then dressedup as a &#8220;sociaI measure&#8221;.The most cursory analysis will show that nothing could be further from the truth. Under the current 50 year term, a track recorded when a performer was 25 will be protected until age 75. lf the artist continued recording throughout her performing life, the current term will most likely outlast the performer&#8217;s lifespan. Not a single artist has a life expectancy of 45 years at age 75 &#8211; yet this is the extension the Commission proposes. lf the Commissionreally wanted to help performers, it would (i) limit the term to the artist&#8217;s life, (ii) make such a term not available to record producers (labels), and (iii) look at recording contracts during the existing term. Any independent assessment will show the &#8220;ageing performers&#8221; argument as a smoke screen.The chief beneficiaries from extension are:1. Major rightholders who control a back catalogue of records that reaches back further than 50 years. The four major multinational record companies Universal, Sony BMG, Warner Music and EMI own almost all the key records that would benefit from retrospective extension.2. Best-selling artists such as Cliff Richard, Johnny Hallyday, and their future estates. Is channelling money to estates a productive measure?3. Collecting societies who will process increased income either from airplay or a social fund (and take a commission for it).4. Minor beneficiaries are ordinary working performers. The bottom 80% of performers would each receive between € 4 and € 58 a year (calculation based on Commissions own figures). Some of these benefits however come at the costs of younger performers just entering the profession, as the same pot of money will have to be shared by more artists, many of whom are or will be dead. The contrast between marginal benefits to ordinary performers, and huge benefits to multinational producers is stark. The costs of copyright extension will be borne by European society as a whole through higher prices and licence fees, stymied innovation, and hindered diversity. In order to facilitate informed democratic debate, we have prepared- specific independent responses to the Commission&#8217;s Frequently Asked Questions template- 4 page analysis of key economic data- a list of academic submissions opposing term extension.On behalf of the signatories given below:Martin KretschmerProfessor, Centre for Intellectual Property Policy &amp; Management (CIPPM), Bournemouth UniversityProfessor Lionel Bently and Dr Rufus Pollock, Centre for Intellectual Property &amp; information Law (CIPIL), University of CambridgeProfessor Reto Hilty, Max Planck Institute for Intellectual Property, Competition and Tax Law, MunichProfessor Bernt Hugenholtz, Institute for information Law, University of Amsterdam</p>
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		<title>Wall Street Journal: Microsoft Battles Low-Cost Rival for Africa</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 11:51:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer gut Englisch spricht, sollte den Artikel aus dem WSJ lesen. Ein bedrückendes Beispiel für die Methoden eines Fast-Monopolisten, dessen Gründer sich gern als Wohltäter der Welt gibt. Kleiner Recherche-Tipp nebenbei: Der Artikel wird nicht vollständig angezeigt, weil er angeblich nur für Abonnenten gedacht ist. Aber wer ihn über Googles News-Suche aufruft, bekommt ihn komplett. Wie lange, weiß ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer gut Englisch spricht, sollte den <a href="http://online.wsj.com/article/SB122332198757908625.html?mod=googlenews_wsj">Artikel aus dem WSJ</a> lesen. Ein bedrückendes Beispiel für die Methoden eines Fast-Monopolisten, dessen Gründer sich gern als Wohltäter der Welt gibt. Kleiner Recherche-Tipp nebenbei: Der Artikel wird nicht vollständig angezeigt, weil er angeblich nur für Abonnenten gedacht ist. Aber wer ihn über <a href="http://news.google.com/news?hl=en&amp;ned=us&amp;q=microsoft+Battles+Low-Cost+Rival+for+Africa&amp;ie=UTF-8">Googles News-Suche aufruft</a>, bekommt ihn komplett. Wie lange, weiß ich allerdings nicht.  </p>
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