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Armin Medosch: „Die Zeit“ und die „intellektuelle Finsternis“

Mai 4th, 2009 · 1 Comment · digitales Publizieren, Economics, GoogleBooks, Journalismus, Lobbyismus, Open Access, Publizieren, Urheberrecht, Verlage, Wissenschaft

Man kann es nicht oft genug schreiben:

Die sogenannte Heidelberger Erklärung und die Kampagne namhafter deutschsprachiger Medien gegen Open Access und Google Books verrät nicht nur ihre Arroganz und Borniertheit gegenüber neuen Formen der Produktion und Dissemination von Kultur und Wissen, sondern offenbart auch anti-liberale, autoritäre Züge – die bürgerlichen Medien haben ihre liberalen Wurzeln wohl vergessen oder verdrängt. Die „intellektuelle Finsternis“, die von FAZ und Die Zeit auf Grund der „unheimlichen Kräfte“ des Internet befürchtet wird, ist bereits da und von ihnen selbst mitverschuldet. Was jedoch wirklich gebraucht wird, anstatt drakonischer Urteile und Netzsperren, sind neue Wege der Vergütung kultureller Produktion, die an den etablierten, im Niedergang befindlichen Instanzen vorbei gehen.

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One Comment so far ↓

  • rw

    Guten Abend. Ich schrieb es zwar bereits unter thenextlayer.org, doch da ich über Dich/Sie dorthin stieß, noch mal hier. Während der Appell-Texte erinnerte ich mich des Heidelsberger Manifestes von 1981. Vielleicht interessiert es Dich/Sie.

    „Interessant an der Stelle jedoch ist nicht der Appell, sondern, dass Heidelberg sich nicht das erste Mal dadurch ausgezeichnet, dass es eine Gruppe tapferer Recken zum Spalier gegen irgendeine gesellschaftliche oder kulturelle Bedrohung ausrüstet. Ein so genanntes Heidelberger Manifest hat bereits 1981 für Schlagzeilen gesorgt. Es ging in die Annalen der Sozialgeschichte ein als Denkschrift gegen eine multikulturelle Gesellschaft. Die Frankfurter Rundschau berichtete davon am 4.3.1982.“

    http://rafael-wawer.de/?p=306