Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, hat sich gegen ein Leistungsschutzrecht für Verlage ausgesprochen. In seiner Rede für die Münchner Medientage sagte er:

Ein lebendiger Markt ist gelebte Diversifizierung. Interessanterweise ist er besonders den Wirtschaftsvertretern zuwider, die ihn in jeder Talkshow vehement fordern. Sonst würden sie nicht ständig versuchen, durch Preisabsprachen und Fusionen die Diversifizierung des Marktes und seiner Kräfte auszuhebeln.

Diese Aussage kann nur so verstanden werden, dass Hombach ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage ablehnt, da dieses den freien Markt, den er beschwört, empfindlich beschränken würde.

(Disclaimer: Es gibt ihn selbstverständlich nicht, den freien Markt, von dem Hombach fabuliert. Aber den Widerspruch zwischen Hombachs Aussage und der Forderung nach staatlicher Protektion durch ein Leistungsschutzrecht, den gibt es trotzdem.)

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Kommentare

2 Responses to “Bodo Hombach gegen Leistungsschutzrecht für Verlage”

  1. Tweets die Immateriblog.de - Matthias Spielkamp ?ber Immaterialg?ter in der digitalen Welt erwähnt -- Topsy.com on November 4th, 2009 3:45

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Matthias Spielkamp, Telemedicus erwähnt. Telemedicus sagte: Link: Bodo Hombach (WAZ) gegen Leistungsschutzrecht für Verlage http://bit.ly/1lvC46 [...]

  2. links for 2009-11-04 : Bibliothekarisch.de on November 5th, 2009 7:09

    [...] Immateriblog.de – Matthias Spielkamp über Immaterialgüter in der digitalen Welt Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, hat sich gegen ein Leistungsschutzrecht für Verlage ausgesprochen. (tags: leistungsschutzrecht verlag lobbyarbeit urheberrecht 2009 11/2009) [...]

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