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Bodo Hombach gegen Leistungsschutzrecht für Verlage
Abgelegt in Internet-Regulierung, Journalismus, Leistungsschutzrecht, Lobbyismus, Urheberrecht, Verlage, digitales Publizieren
Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, hat sich gegen ein Leistungsschutzrecht für Verlage ausgesprochen. In seiner Rede für die Münchner Medientage sagte er:
Ein lebendiger Markt ist gelebte Diversifizierung. Interessanterweise ist er besonders den Wirtschaftsvertretern zuwider, die ihn in jeder Talkshow vehement fordern. Sonst würden sie nicht ständig versuchen, durch Preisabsprachen und Fusionen die Diversifizierung des Marktes und seiner Kräfte auszuhebeln.
Diese Aussage kann nur so verstanden werden, dass Hombach ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage ablehnt, da dieses den freien Markt, den er beschwört, empfindlich beschränken würde.
(Disclaimer: Es gibt ihn selbstverständlich nicht, den freien Markt, von dem Hombach fabuliert. Aber den Widerspruch zwischen Hombachs Aussage und der Forderung nach staatlicher Protektion durch ein Leistungsschutzrecht, den gibt es trotzdem.)
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