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Matthias Spielkamp über Immaterialgüter in der digitalen Welt

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In eigener Sache: Vorstandsmitglied bei Reporter ohne Grenzen

Mai 21st, 2011 · In eigener Sache, Internet Governance, Internet-Regulierung, Journalismus, Lobbyismus


Endlich Urlaub! Leider vorbei. Aber der Grund dafür, dass hier seit recht langer Zeit nichts mehr zu sehen war. Passiert ist dennoch einiges. Unter anderem bin ich in den Vorstand der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen berufen worden. Eine große Ehre, zweifellos. Ich werde mich bemühen, ihr gerecht zu werden.

Wie zu erwarten, soll ich mich im Vorstand vor allem um Pressefreiheit im Netz kümmern. Das wird dort eine besonders spannende Aufgabe sein, denn RoG hatte schon seit langem meine Sympathie, weil sie sich immer wieder für Blogger und Internetaktivisten eingesetzt haben, als deutsche Journalisten noch über die Frage Sind Blogger Journalisten? diskutiert haben – die auch in demokratischen Ländern wie Deutschland sinnlos (bzw. längst beantwortet) ist, in Ländern mit stark eingeschränkter Pressefreiheit sogar gefährlich sein kann. Denn dort sind es oft genug Blogger, die die Aufgabe übernehmen, die eigentlich die Presse übernehmen müsste.

Passend zum Thema Pressefreiheit und RoG hat mein Kollege David Pachali gerade das Seminar “Das ist meine Meinung!”- Meinungs- und Pressfreiheit in Europa für Berliner Auszubildende und Jugendliche am Wannseeforum mitgeleitet und einen Film produziert, der das heftig umstrittene ungarische Pressegesetz aufs Korn nimmt (und RoG kommen auch vor):

…und Orbán kann glücklich sein from wannseeFORUM on Vimeo.

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kleiner Rückblick auf die re:publica

April 17th, 2011 · In eigener Sache

Das re:publica-Team hat einige schöne Videos produziert, um die Stimmung auf der Konferenz einzufangen. Hier ist eins davon, in dem icke auch was sagen darf.

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Interview zum Urheberrecht bei DCTP-TV

April 16th, 2011 · AGB, Abmahnungen, DRM, E-Books, In eigener Sache, Internet Governance, Internet-Regulierung, Journalismus, Lobbyismus, Urheberrecht, Verlage, Video, angemessene Vergütung, digitales Publizieren, eBook

Philip Banse hatte mich während des Abschlussworkshops der dritten Initiative des Internet & Gesellschaft Collaboratory gefragt, warum es einen so heftigen Streit ums Urheberrecht gibt. Nun ist das Video online:

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Changemakers – WirWebWeltveränderer. Theaterstück mit anschließender Diskussion

April 13th, 2011 · Datenschutz, In eigener Sache, Social Media, Urheberrecht, Veranstaltungen

Heute Abend lädt die Friedrich-Naumann-Stiftung zu einem Theaterstück mit anschließender Diskussion in die Neuköllner Oper, an der padeluun, Sebastian Blumenthal und ich teilnehmen. Die Beschreibung:

Unsere Welt ist in Gefahr. Wir müssen etwas tun, mu?ssen uns und den blauen Planeten retten. Aber wie? Im Web, wo sonst! Eine Vielzahl von Stimmen erklingt polyphon aus dem Netz: zuversichtliche Weltverbesserer, eifrige Fairtrade-Aktivisten, einsame Blogger genauso wie esoterische Schwärmer… ein virtuelles Heer der Changemakers.

Yes, we can – change the world!

Changemakers ist eine aus Blogs, Chats und Websites zusammengestellte Collage origineller und originaler Texte, montiert zu einem vokalen Spiel zwischen Sprache, Rhythmus und Gesang.

Für dieses deutsch-tschechische Projekt arbeiten der preisgekrönte tschechische Theaterregisseur und Autor Jiri Adámek und sein Bruder, der Komponist Ondrej Adámek (Unesco-Stipendiat 2002), erstmals an der Neuköllner Oper. Die Friedrich-Naumann- Stiftung für die Freiheit ist Kooperationspartner dieses Projekts.

Im Anschluss an das Theaterstück wird über das Internet, über Möglichkeiten und Freiheiten der digitalen Gesellschaft in einer globalisierten Welt, über Partizipationsmöglichkeiten und europäische und globale Vernetzung, aber auch über Einschränkungen von Bürgerrechten, über Datensicherheit und Urheberrechtsfragen diskutiert.

Mittwoch, 13. April 2011 20.00 Uhr
Neuköllner Oper
Studiobühne
Karl-Marx-Str. 131-133
12043 Berlin-Neuköllln

Hier die komplette Einladung (PDF, 373 kb)

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Zu Gast in der Sendung “Redaktionskonferenz” bei DRadio Wissen

April 7th, 2011 · Creative Commons, GoogleBooks, In eigener Sache, Internet Governance, Internet-Regulierung, Journalismus, Social Media, Urheberrecht, User Generated Content, Verbraucherschutz

Im Moment bin ich zu Gast in der Sendung Redaktionskonferenz bei DRadio Wissen, einer 90minütigen Gesprächssendung zu Medienthemen. Heute geht’s, wen wundert es, um das Urheberrecht und das Onlinemagazin iRights.info, das ich mitgegründet habe.

Ein sehr großer Spaß, denn wann hat man schon die Gelegenheit, sich im Radio so lange über ein Thema auszutauschen – noch dazu, wenn auch noch die Musik gespielt wird, die man selber ausgesucht hat? Schade nur, dass die Rechteinhaber bei den meisten Songs nicht erlauben, sie auch in der Internet-Version der Sendung zu belassen. Aber ich habe extra einen Song ausgesucht, der unter einer Creative-Commons-Lizenz steht und daher drin bleiben darf. Er ist von Disrupt, einem DJ, den ich schon lange kenne und den ich vor zwei Jahren in einem Vodcast der Reihe Arbeit 2.0 portraitiert habe:

Link: Der Musiker - Arbeit 2.0: Folge 4

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Verdi-Zeitschrift über Debatte zum Verdi-Urheberrechtspapier, ICOMP zu Microsoft und LSR, Offene Daten in Europa

März 23rd, 2011 · In eigener Sache, Internet Governance, Internet-Regulierung, Journalismus, Leistungsschutzrecht, Lobbyismus, Open Data, Urheberrecht, Verlage

Einige aktuelle Links:

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ICOMP antwortet zu Microsoft, SuMa und Leistungsschutzrecht

März 23rd, 2011 · In eigener Sache, Internet Governance, Internet-Regulierung, Leistungsschutzrecht, Lobbyismus

Vorgestern hatte ich in einem Beitrag die Behauptung aufgestellt, Microsoft unterstützt (indirekt) Forderung nach einem Leistungsschutzrecht. Heute hat mir ICOMP geantwortet:

Sehr geehrter Herr Spielkamp,

unsere Agentur arbeitet seit mehreren Jahren als Projektbüro für die Initiative ICOMP. Wir haben mit Interesse Ihren Blogeintrag gelesen, der zeigt, dass Sie die Arbeit unserer Initiative sehr genau beobachten, aber leider zu den falschen Schlußfolgerungen kommen.

Denn die Initiative war immer transparent über die Rolle Microsofts als Initiator und Hauptsponsor – wie auch auf der Website zu lesen ist. Da gibt es überhaupt nichts zu verstecken.

Zu Ihren Ausführungen, die wir heute mit Herrn Sander-Beuermann besprochen hatten, meinte dieser: Wenn jemand behauptet, dass ICOMP eine Organisation von Microsoft ist, dann muss er auch behaupten, dass die Firefox Foundation eine Organisation von Google ist, denn sie wird überwiegend von Google finanziert.

Mittlerweile hat ICOMP 20 zahlende Mitglieder, wie der französische Zeitungsverlegerverband SPQN, die britische Premier League, die internationale Werbeagentur Wunderman, den europäischen Dachverband der Bildagenturen CEPIC oder die zwei neuen deutschen Mitglieder Euro Cities AG und Hot Maps Medien GmbH. Darüber hinaus gibt es 40 Unterstützer-Organisationen. Hier von einer „Strohorganisation“ zu sprechen diskreditiert die Arbeit und das Engagement der anderen Mitglieder.

Leistungschutzrecht

Aufgrund der Teilnahme von Christoph Keese an einer unserer Diskussionsveranstaltungen im Jahr 2009 schlussfolgern Sie, ICOMP unterstütze die Forderungen nach einem Leistungsschutzrecht der Verleger. Außerdem schreiben Sie, dass die Verlage „Springer, Burda, Holtzbrinck und all die anderen, die ein Leistungsschutzrecht fordern“ sich von ICOMP „unter die Arme greifen lassen“ würden. Dies ist uns nicht bekannt, wir haben bisher nicht für ein Leistungsschutzrecht lobbyiert. Dass Herr Keese unser Panel für seine Positionen nutzt ist ein vollkommen normaler Vorgang, den man bei allen Teilnehmern solcher Veranstaltungen beobachten kann.

In unseren Leitlinien heißt es:

„Geistiges Eigentum und Urheberrecht fördern Kreativität und Innovationen, vor allem im Online-Bereich, denn sie ermöglichen es Firmen und Privatpersonen, die kommerziellen Früchte ihrer Arbeit zu ernten. Sämtliche Interessengruppen und Teilhaber der Internetwirtschaft müssen Autoren- und Verlegerrechte respektieren, um die Legitimität und Nachhaltigkeit internetbasierter Geschäftsmodelle zu gewährleisten.“

Schutz des geistigen Eigentums: Ja – aber auch im Sinne der Autoren. Richtig ist, dass wir die Debatte zum Thema Urheberrecht im Internet verfolgen und – wie 2009 bei der Podiumsdiskussion – den beteiligten Akteuren eine Plattform bieten um darüber zu diskutieren. Auch berichten wir auf unserem deutschen Blog über aktuelle Entwicklungen in der Diskussion. Wir haben jedoch kein Statement für oder gegen das von den Verlegern geforderte Leistungsschutzrecht abgegeben. Auch in dem von Ihnen zitierten White Paper äußern wir uns nicht zum Thema Leistungsschutzrecht.

Wir würden uns daher freuen, wenn Sie diesen Sachverhalt richtig stellen.

Wir sind an Kooperation und zukunftsfähigen Lösungen für das Internet interessiert. Wenn Sie weitere Fragen haben oder in einem Gespräch mit einem unserer deutschen Mitglieder mehr über ICOMP und die Arbeit der Initiative erfahren möchten, helfen wir Ihnen jeder Zeit gern weiter.

Beste Grüße,

Helena Friebel

c/o ICOMP-Sekretariat

Ich denke, das meiste steht für sich. Ein wenig am Kopf kratzen musste ich mich bei Sander-Beuermanns Aussage, da in meinem Artikel nirgends steht, “dass ICOMP eine Organisation von Microsoft ist”, sondern, dass sie lange ausschließlich von Microsoft finanziert wurde. Daran ist nichts richtig zu stellen.

Vielleicht sollte ich hinzufügen, dass ich kein Regulierungsgegner bin und von Kalifornischem Technoliberalismus nichts halte. Ich teile Sander-Beuermanns Einschätzung, dass Google eine gefährliche Größe erreicht hat; seine konkrete Kritik fand ich in der Vergangenheit wenig überzeugend. Vielmehr empfehle ich das Buch Deep Search – Politik des Suchens jenseits von Google.

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Google-Translate-Journalismus oder: Der Turmbau zu Babel

März 22nd, 2011 · Journalismus

Uff:

Wir haben immer deutlich gemacht, dass die Schnittstelle für Kernel-System-Aufrufe in keiner Weise zu abgeleiteter Arbeit im Sinne der GPL (GNU General Public License) führt und dass die Kernel-Details über die Kernel-Header ebenfalls an alle normalen glibc-Schnittstellen exportiert werden.

Das soll GNU/Linux-Miterfinder Linus Torvalds gegenüber dem US-Magazin IT World gesagt haben, wie das Online-”Magazin” pdassi.de berichtet. Zum Glück wird auf das Original verlinkt, wo man lesen kann, was Torvalds tatsächlich gesagt hat:

We’ve always made it very clear that the kernel system call interfaces do not in any way result in a derived work as per the GPL, and the kernel details are exported through the kernel headers to all the normal glibc interfaces too.

Es geht also um “abgeleitete Werke” bzw. Bearbeitungen. Wenn Übersetzungsmaschinen so verwendet werden wie hier, tragen sie eher dazu bei, dass wir uns am Ende nicht mehr verstehen. Mark Twain soll es so ausgedrückt haben (aber ihm werden so viele Aphorismen zugeschrieben, dass man sich da nie sicher sein kann):

It ain’t what you don’t know that gets you into trouble. It’s what you know for sure that just ain’t so.

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Paywall der New York Times “geknackt”

März 22nd, 2011 · DRM, Journalismus, Verlage

Am vergangenen Donnerstag hatte ich die Paywall der NYT beschrieben und darüber spekuliert, wann ein Hack kommen würde – die Vermutung, am 28. März sei es so weit, weil es ab dann auch die US-Leser betreffen würde (bisher surfen nur die Kanadier vor die Wand), war eher rhetorisch. Nun ist es so weit, wie Joshua Benton im Blog des Nieman Labs beschreibt (via @medienstratege).

Der Hack ist so simpel, das man ihn kaum einen Hack nennen kann:

$(’overlay’).hide();
$(’gatewayCreative’).hide();
$(document.body).setStyle( { overflow:’scroll’ } );

Diese drei Zeilen Javascript sorgen dafür, dass die Bezahlaufforderung verschwindet und sich die Seite wieder scrollen lässt.

Hier wird es natürlich erst interessant:

  • Warum macht es die NYT den Nutzern so leicht?
  • Kann das Prinzip der Durchlässigkeit auf Dauer funktionieren?
  • Was sagen die Times-Leute selber dazu?

Analysen und Vermutungen dazu im Nieman-Blog. Am besten gefällt mir:

And that leakiness is actually a defensible choice, I think, on the Times’ part. Imagine a Venn diagram with two circles. One represents all the people on the Internet who might be convinced to pay for nytimes.com. The other represents all the people on the Internet who (a) know how to install a bookmarklet or (b) have read a Cory Doctorow novel. Do you really see a big overlap between the two?

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Microsoft unterstützt (indirekt) Forderung nach einem Leistungsschutzrecht

März 21st, 2011 · In eigener Sache, Internet Governance, Internet-Regulierung, Journalismus, Leistungsschutzrecht, Lobbyismus, Urheberrecht, Verlage

Beitrag aktualisiert am 21. März um 12.50 Uhr, s. Ende des Textes

Beitrag erneut aktualisiert am 23. März, s. Ende des Textes

Der Presseschauer macht mich auf einen Artikel aufmerksam, der bereits im Dezember 2010 veröffentlicht wurde, den ich aber leider übersehen habe: Dark forces gunning for Google von Milo Yiannopoulos bei telegraph.co.uk. Es geht um die Initiative ICOMP, über die ich bereits 2009 berichtet hatte (s. unten). Milo schreibt:

ICOMP is a organisation whose sole purpose appears to be to attack Google: it was set up to protest against Google’s DoubleClick acquisition and has spent the last few years churning out blog posts slamming the search giant and approaching journalists out of the blue with carefully primed stories. Why does this matter? Because ICOMP is almost entirely funded – and not always wholly transparently – by Microsoft, one of Google’s main competitors in search.

Ein guter Artikel, der offenlegt, dass ICOMP nichts anderes ist als eine “Strohorganisation”, die übernimmt, was Microsoft nicht offen tun möchte: Google zu attackieren. Auf EU-Ebene geschieht das dadurch, dass Google vorgeworfen wird, eine Markt beherrschende Stellung auszunutzen.

Für uns in Deutschland ist interessant, dass ICOMP die Forderung nach dem Leistungsschutzrecht unterstützt  und Verlagen wie der Axel Springer AG und seinem Cheflobbyisten Christoph Keese ein Podium bietet. In meinem Artikel Die Lobbyisten der Unfreiheit im September 2009 in der Message – internationale Zeitschrift für Journalismus hatte ich geschrieben:

Beim Bundesjustizministerium ist zu diesem Zeitpunkt die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht bereits bekannt. Der Springer-Verlag hatte sie wiederholt ins Spiel gebracht, etwa bei der Tagung »Digitale Revolution – Chance oder Bedrohung für die Kreativwirtschaft« am 5. Februar 2009. Veranstaltet wurde die Konferenz von der Europa-Union, einer Organisation zur Förderung der europäischen Idee, und ICOMP, der »Initiative for a Competitive Online Marketplace« (Initiative für einen wettbewerbsfähigen Online-Markt).

Als Sekretariat der ICOMP agiert PR-Agentur Burson Marsteller, die bereits die Belange der Regierungen Nigerias während des Biafra-Kriegs vertrat, Indonesien nach den Massakern in Ost-Timor beriet und für Rumänien während der Ceausescu-Diktatur arbeitete. ICOMP ist nach eigenen Angaben »eine Industrie-Initiative für Organisationen und Unternehmen, die im Internet-Geschäft tätig sind, vor allem Online-Verlage und -Werbetreibende, Internet-Service- und Netzwerk-Provider und Agenturen für Online-Werbung«.

Wie erfolgreich das Lobbying war, ist inzwischen allen klar, die sich mit dem Thema beschäftigen. Auch BDZV und VDZ, Keese und Burda-Lobbyist Robert Schweizer berufen sich bei vielen Gelegenheiten auf “Fair Search” und “Fair Share” als Bewertungsmaßstäbe einer “gerechten” Funktion von Suchmaschinen, speziell natürlich Google. Und wo werden diese Maßstäbe definiert? In einem White Paper von ICOMP (Deutsch – PDF, 1,4 MB | English – PDF, 952 kb). Inzwischen gibt es auch die Organisation FairSearch.org, die die Interessen zwar transparenter macht, die aber erst im Dezember 2010 gegründet wurde. Hier übrigens die sehr lesenswerten Entgegnungen von Googles Vice President of Search Products & User Experience Marissa Mayer (Do not neutralise the web’s endless search) und Suchmaschinenguru Danny Sullivan (The New York Times Algorithm & Why It Needs Government Regulation) auf die Forderung nach “Fair Search”.

Ich stimme Milo zu, dass Google eine Menge Dinge tut, die untersucht werden sollten und bin selber erfreut darüber, dass die EU sich das Geschäftsgebaren der Firma näher ansieht. Und selbstverständlich sind die Google-Lobbyisten keine Altruisten, auch wenn sie so auftreten. Dennoch schließe ich mich Milo auch in seiner Schlussfolgerung an:

if Microsoft wants to have an open, honest debate on the merits of privacy – not to mention anti-trust – it should do so in the public square, and not hide behind “initiatives” that fail to adequately disclose their relationship with the mother ship.

Das gleich gilt für Springer, Burda, Holtzbrinck und all die anderen, die ein Leistungsschutzrecht fordern und sich dabei von Microsoft via ICOMP/Marson Bursteller bereitwillig unter die Arme greifen lassen.

Aktualisierung (21.3., 12.50 Uhr): Ebenfalls übersehen hatte ich, dass Detlef Borchers die Rolle von ICOMP in der Januarausgabe der IX näher beleuchtet hatte. Wolfgang Sander-Beuermann, Vorsitzender des Suma e.V. und ICOMP-Beiratsmitglied, hatte daraufhin eine Entgegnung im ICOMP-Blog geschrieben. Den Blogeintrag, den ich begonnen hatte zu schreiben, als ICOMP den Beitritt des Suma e.V. zu ICOMP (PDF) verkündet hatte, habe ich leider nie beendet. Schade.

Aktualisierung (23.3., 18.50 Uhr): ICOMP antwortet zu Microsoft, SuMa und Leistungsschutzrecht

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